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Protestieren war gestern. Vernetzen ist heute. Aktion kommt morgen.

"You never change things by fighting the existing reality. To change something, build a new model that makes the existing model obsolete."
R. Buckminster Fuller

Einerseits stimmen mich gewisse Entwicklungen wie die Energie- oder Klimasituation, die Auswüchse unserer Konsumgesellschaft und auch Utopie-Attrappen nicht gerade optimistisch, andererseits gibt es immer wieder Anlass zu Hoffung. Ausserordentlich gut gefallen mir all die Zeichen, welche daraufhin deuten, dass positive Veränderung machbar ist. Und zwar, wenn sie von atomarer Ebene ausgeht (und ich würde sogar sagen, ausschliesslich dann).

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Mehr als nur ein Ding

Nicht nur über den Wert von Dingen lässt sich in unserer Wegwerfgesellschaft nachdenken, sondern auch über deren Sein: was sind Dinge eigentlich? Natürlich Materie. Aber ist da noch mehr? Abgesehen von der sentimentalen Verstrickung hat der Hobel, welcher mir mein 91-jähriger Grossvater letzte Woche mitgegeben hat, ein paar Gedanken losgetreten. Er hat das Werkzeug zum Abschluss seiner Lehre als Schreiner erhalten, damit gearbeitet und so Sorge getragen, dass es weiterhin verwendet werden kann.

70-jähriger HobelDinge können uns also problemlos überdauern. Sie können über Generationen weitergegeben werden. Wie das früher auch oft geschehen ist. Aber heute? Die Qualität und Lebensdauer von Vielem ist so gering, dass wir es als normal anschauen, dass wir Sachen nach ein paar Jahren einfach ersetzen. Auf die Nachhaltigkeit der Industrie dahinter brauche ich an dieser Stelle nicht weiter einzugehen, aber mit Wegwerfen ist nicht nur Verlust von Materie verbunden.

Sondern auch eine Geschichte. Und eine Beziehung. So blöd es klingt: aber wer hat nicht schon mit Bedauern etwas weggeworfen?

Und noch was: ich glaube, wir können es uns schlicht nicht leisten, schlechte Qualität zu kaufen. Auch wenn wir uns dadurch vieles nicht leisten können.

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Die 3. Stufe

Nach dem Wochende beschleicht mich das Gefühl, dass Jascha Rohr an was dran sein könnte. Zusammenarbeits- und Organisationsformen, wie wir sie heute in Unternehmen kennen, machen Menschen schlussendlich kaputt, funktionieren aber in Bezug auf Zielerreichung relativ gut. Diese Stufe 1, wie sie Jascha Rohr nach einem Modell des Therapeuten David Deida (eigentlich für bezogen auf Partnerschaften) bezeichnet, ist geprägt von Hierarchie, starren Rollen und einer mehr oder weniger klaren Aufgaben- und Kompetenzverteilung. Abläufe erfolgen von der Zielsetzung bis zur Erreichung möglichst linear.

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Virtuelle Dörfer - Hausnetzwerke

Spontane Eingebung gestern: virtuelle Dörfer. Wir haben ja heute alle möglichen elektronischen Netzwerke (ja, sogar für Haustiere *auaauaaua*), warum nicht eines für Häuser? Anstelle von Gruppen könnten sich so Dörfer mit unterschiedlichen Schwerpunkten bilden: wie wäre es mit einem Kleinsthof-Dorf, Ralf?

Einen wirklichen Nutzen fällt mir nicht ein, aber das hat bekanntlich in Web 2.0-Zeiten noch nie niemanden abgehalten, einen entsprechenden Dienst online zu stellen ...

Hmm ... so könnten sich zumindest energie-autarke oder selbstversorgende Dörfer bilden. Oder solche, die sich eine völlig neue Form der politischen Organisation geben. Risikolos. Auch folgenlos?

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Angemessene, mittlere Technologien: der Versuch einer Einordnung

Gast-Beitrag Dies ist ein weiterer, feiner Gastbeitrag von Martin Wehning. Das Text bezieht sich auf ein Interview hier und passt wunderbar, weil es einerseits strategischen Konsum thematisiert und zugleich mit einem Begriff verbindet, welcher mich (Reto) andernorts stark beschäftigt.

Der Begriff der „mittleren Technologie“ hat etwas merkwürdig Irritierendes: Warum bitte schön sollen wir uns mit „mittleren“ beschäftigen, wo wir es doch seit Jahrzehnten gewohnt sind, „High Tech“ zu bekommen? Ist das nicht so als ob wir uns mit Mittelmäßigkeit zufrieden geben, obwohl wir Höchstleistungen erwarten?

Eine Annäherung - wie ich finde - bietet das Wort „angemessene Technologie“ (im englischen „appropriate technology“). Es geht also um das richtige, den jeweiligen Bedingungen und individuellen Bedürfnissen angemessene Maß.

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Von Nachdenken zum Sich auf den Weg machen

In der Zeit, in der ich hier Beobachtungen und Erfahrungen veröffentlicht habe und meine Wahrnehmung an den vielfältigen und wertvollen Rückmeldungen spiegeln konnte, ist eine Landkarte entstanden. Immer noch eine grobe zwar und mit kleineren und grösseren weissen Flecken, aber die Landschaft ist erkennbar. Und Wege zeichnen sich ab.

Einen davon habe ich unter die Füsse genommen. Er führt in eine unbekannte Gegend, aber es gibt Gerüchte, dass dort einige der Fragen, welche mich - uns - beschäftigen (und vielleicht ein bisschen Sorgen machen), dort beantwortet werden könnten.

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Bloggen ist Mittel, nicht Zweck

Seitdem ich mich vermehrt mit meinem anderen Projekt beschäftige (von dem noch zu hören sein wird, sobald etwas mehr Fleisch am Knochen ist), dämmert mir langsam die Erkenntnis - bahnbrechend, ich weiss -, dass Bloggen womöglich nur ein Mittel und kein Zweck ist. Das immer wieder aktualisierte Webjournal ist ein hervorragendes Werkzeug, um öffentlich nachzudenken, Reaktionen hervorzurufen und sich daran zu spiegeln.

Es fördert die Vernetzung, weil man durch das teilweise Sichtbar-Machen von eigenen Gedanken anderen die Gelegenheit gibt, sich darin wiederzufinden und/oder daran zu reiben. Es entsteht auch eine Art digitale Reputation, wenn man den Menschen hinter der Schreibe spürt (Stichworte Authentizität, Herzblut).

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Die vergessene erneurbare Energiequelle

Stell Dir vor, es gäbe eine Energiequelle, welche dezentral in jedem Haushalt eingesetzt und betrieben werden könnte. Mit organischem Material gespiesen, welches selber angebaut werden kann. Der Wirkungsgrad wäre fantastisch, allerdings die Leistung pro Einheit begrenzt. Und die erzeugte (oder korrekt: die umgewandelte) Energie stände nicht als Elektrizität oder Wärme zur Verfügung, sondern in mechanischer Form. Was aber kein Nachteil ist, weil wir heute mechanische Leistung aufwändig und relativ ineffizient aus Primärenergien herstellen müssen.

Es wäre eine Art Universalmotor oder -kraftwerk mit sehr hoher Lebensdauer, komplett aus erneuerbaren Rohstoffen herstellbar und vollständig biologisch abbaubar. Die Emmissionen beschränken sich vor allem auf CO2, welches aber zuvor vom pflanzlichen Material gebunden wurde, mit dem die Energiequelle betrieben wird. Es würde sich auch um um angemessene, angepasste Technologie (appropriate technology) handeln, welche sich in den lokalen sozialen und natürlichen Kontext einfügt.

Diese Quelle wäre ein wichtiger Bestandteil des post-fossilen Energiemixes.

Die gute Nachricht: die Menschheit hat diese Energiequelle schon einmal benutzt. Die schlechte: wir haben vergessen, was es war ...

[Update]

18.01.2010: Es ist gar nicht so sicher, dass die Quelle noch so abrufbar ist wie früher mal.

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Peak Konsum. Oder Lebensqualität vs. Kaufrausch.

Der Knauserer AdventskalenderDrüben beim Adventskalender der Knauserer (der Name ist nur teilweise Programm, Konsumquerulanten gefällt mir wesentlich besser) lasse ich mich wieder mal über Konsum und Verzicht aus. Die übliche Leier halt ...

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Vom Konsumenten zum Prosument

Als Konsument zu leben bedeutet, sich alles, was es zum Leben braucht, zu kaufen, egal ob im Supermarkt oder im Laden an der Ecke. [...] Durch diesen Lebensstil konsumieren die Verbraucher, die nur 27 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, 80 Prozent der Naturressourcen, die eigentlich für alle Menschen zur Verfügung stehen.
Zitat aus "All we need - Die Welt der Bedürfnisse"

Die Bezeichnung Verbraucher charakterisiert die Problematik dieses Lebensstiles treffend: Konsumenten verbrauchen Rohstoffe, Energie, Einkommensgefälle. Und mit dem heutigen (ständig wachsenden) Anteil an der Weltbevölkerung passiert dies in unverträglichem Mass: Konsumenten essen Erden auf. Der Earth Overshoot Day grüsst mittlerweilen bereits aus dem September.

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