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<rss xmlns:blogChannel="http://backend.userland.com/blogChannelModule" xmlns:creativeCommons="http://backend.userland.com/creativeCommonsRssModule" xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:blog="http://bitflux.org/doctypes/blog" xmlns:php="http://php.net/xsl" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" version="2.0"><channel><title>nachhaltigBeobachtet</title><link>http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/</link><description>Beobachtungen und Erfahrungen zum Thema Nachhaltigkeit</description><generator>Flux CMS - http://www.flux-cms.org</generator><copyright>Reto Stauss</copyright><creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/</creativeCommons:license><georss:point>47.4453 8.1373</georss:point><geo:lat>47.4453</geo:lat><geo:long>8.1373</geo:long><atom:link xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="http://api.friendfeed.com/2008/03#sup" type="application/json" href="http://friendfeed.com/api/public-sup.json#flx-74bcd69b13"/><item><title>Braucht Handlungsf&#xE4;higkeit einen Rahmen? Neustart Schweiz wird ein Verein.</title><link>http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/06/15/braucht-handlungsfaehigkeit-einen-rahmen-neustart-schweiz-wird-ein-verein.html</link><guid isPermaLink="false">http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/id/3493/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;Dynamiken in Gruppen sind manchmal schwer zu durchschauen. Mit wenig Erwartungen machte ich mich am Sonntag auf den Weg zum mittlerweilen &lt;a href="http://neustartschweiz.ch/anlaesse/folgetagung-mikroagro"
    &gt;vierten Neustart Schweiz-Treffen&lt;/a&gt;. Ich hatte &lt;a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/04/07/kollektive-handlungsfaehigkeit-und-andere-erkenntnisse.html"
    &gt;mir zwar vorgenommen, geduldig zu bleiben&lt;/a&gt;, aber mich gefragt, ob aus dem wolkigen Gebilde, dass sich in Form von interessierten Menschen und vielen Ideen um das Konzept gebildet hatte, etwas Konkretes entstehen w&#xFC;rde. Anregend waren die Treffen immer und es sind wertvolle Kontakte zu spannenden Leuten entstanden. &lt;a href="http://beat.doebe.li/bibliothek/w00505.html"
    &gt;Emergenz&lt;/a&gt; hatte allerdings nicht stattgefunden.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://neustartschweiz.ch/"
    &gt;&lt;img border="0"
     align="right"
     src="http://neustartschweiz.ch/sites/default/files/newsflash_logo.jpg"
     alt="Neustart Schweiz"
     class="bildschatten"
     style="margin-left: 10px;"
    /&gt;&lt;/a&gt;Nach der Vorstellung der Gartenkooperativen &lt;a href="http://www.ortoloco.ch/"
    &gt;ortoloco&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.dunkelhoelzli.ch/"
    &gt;Dunkelh&#xF6;lzli&lt;/a&gt;, welche im letzten Jahr entstanden sind und f&#xFC;r und mit ihren Mitgliedern Gem&#xFC;se anbauen (siehe auch &lt;a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2009/11/24/regionale-vertragslandwirtschaft.html"
    &gt;Regionale Vertragslandwirtschaft&lt;/a&gt;) und der Besichtigung der Anbaufl&#xE4;che des einen Projektes auf &lt;a href="http://www.biohof-fondli.ch/"
    &gt;dem gastgebenden Hof&lt;/a&gt;, sassen wir in der grossen Runde. Nach verschiedenen Wortmeldungen zu demokratischer Wirtschaft und einem nachhaltigen, vereinfachten Lebensstil stand dann die Frage im Raum, wie man politisch Wirkung erzielen kann. Anwesende mit entsprechenden Kontakten und Erfahrungen machten deutlich, dass "PolitikerInnen gezwungen werden wollen", etwas zu tun. Es ist ja demokratische Binsenwahrheit, dass diese Vertreter einer Gruppe von Menschen mit gleichen Interessen sind. Und von diesen wieder gew&#xE4;hlt werden, wenn sie sich gut vertreten f&#xFC;hlen.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Wenn sich diese Einzelnen organisieren, dann kann die Wirkung verst&#xE4;rkt werden. Ich bin davon ausgegangen, dass dies in unserer Netzwerkgesellschaft (sind wir das?) "unorganisiert" passieren kann, aber f&#xFC;r diese Art von Arbeit braucht es weniger eine &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Masse_(Soziologie)"
    &gt;Masse&lt;/a&gt; (Crowd) als eine &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft"
    &gt;Gemeinschaft&lt;/a&gt; (Community). Nicht nur einen rechtlichen Rahmen, sondern auch ein identit&#xE4;tsstiftendes Gef&#xE4;ss?&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Der Vorschlag, einen Verein zu gr&#xFC;nden, ist - und das hat mich erstaunt - auf offene Ohren gestossen. F&#xFC;r mich waren wir kurz vor dem Ende eines Versuches, aus einem vielversprechenden Entwurf etwas Anfassbares zu gestalten. Und dann haben wenige S&#xE4;tze etwas bewirkt, das die Energie in der Gruppe komplett ge&#xE4;ndert hat. Nicht nur haben mehr als die H&#xE4;lfte der Teilnehmer zum Ausdruck gebracht, dass sie beitreten, sondern es gab auch mehrere konkrete Angebote zur &#xDC;bernahme von Aufgaben.&lt;/p&gt;
&lt;table width="124"
     height="202"
     cellspacing="1"
     cellpadding="1"
     border="0"
     align="right"
     style=""
    &gt;
    &lt;tbody&gt;
        &lt;tr&gt;
            &lt;td&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=sPQViNNOAkw"
    &gt;&lt;img width="160"
     height="160"
     border="0"
     align="right"
     src="http://nachhaltigbeobachtet.ch//files/images/blog/2010/institutions_vs_collaboration.png"
     alt="Institutions vs. Collaboration - Institutional Response"
     title="Institutions vs. Collaboration - Institutional Response"
     class="bildschatten"
     style="margin-left: 10px;"
    /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
        &lt;/tr&gt;
        &lt;tr&gt;
            &lt;td align="right"
    &gt;&lt;sup&gt;&lt;em&gt;Quelle: &lt;/em&gt;&lt;/sup&gt;&lt;a href="http://www.ted.com/talks/lang/eng/clay_shirky_on_institutions_versus_collaboration.html"
    &gt;&lt;sup&gt;&lt;em&gt;TED&lt;/em&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
        &lt;/tr&gt;
    &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;Das macht mich einerseits froh, weil &lt;a href="http://neustartschweiz.ch/"
    &gt;Neustart Schweiz&lt;/a&gt; Potential hat (nicht nur in der Schweiz &#xFC;brigens, wie auch das treue Gr&#xFC;ppchen aus Freiburg DE beweist). Andererseits bin ich bewusst seit Jahren in keinem Verein mehr. Die "Kosten" der Art und Weise, wie in traditionellen, langj&#xE4;hrigen Vereinen gearbeitet wird, sind mir meistens zu hoch. Allerdings ist das wahrscheinlich eher ein Charakteristikum jeglicher Institutionalisierung und Organisation, welche erstarrt, weil die Strukturen nicht lebendig bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;table cellspacing="1"
     cellpadding="1"
     border="0"
     align="left"
     style="width: 141px; height: 244px;"
    &gt;
    &lt;tbody&gt;
        &lt;tr&gt;
            &lt;td&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=sPQViNNOAkw"
    &gt;&lt;img width="160"
     height="202"
     border="0"
     align="left"
     src="http://nachhaltigbeobachtet.ch//files/images/blog/2010/institutions_vs_collaboration2.png"
     class="bildschatten"
     alt="Institutions vs. Collaboration - Cooperative Infrastructure"
     title="Institutions vs. Collaboration - Cooperative Infrastructure"
     style="margin-right: 10px;"
    /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
        &lt;/tr&gt;
        &lt;tr&gt;
            &lt;td&gt;&lt;sup&gt;&lt;em&gt;Quelle: &lt;/em&gt;&lt;/sup&gt;&lt;a href="http://www.ted.com/talks/lang/eng/clay_shirky_on_institutions_versus_collaboration.html"
    &gt;&lt;sup&gt;&lt;em&gt;TED&lt;/em&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
        &lt;/tr&gt;
    &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir es also schaffen, die Organisation, welches es braucht, um den Vereins-Rahmen zu schaffen und erhalten, m&#xF6;glichst schlank zu halten und auf der anderen Seite Koordination und Kollaboration unter den Mitgliedern zu maximieren (&lt;a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/04/07/kollektive-handlungsfaehigkeit-und-andere-erkenntnisse.html"
    &gt;System vs. Organismus&lt;/a&gt;, ganz unten), damit m&#xF6;glichst ein grosser Anteil der Ressourcen f&#xFC;r die Erreichung der Ziele eingesetzt werden k&#xF6;nnen, dann freue ich mich auf meine neue Vereinsmitgleidschaft. Die &lt;a href="http://neustartschweiz.ch/anlaesse/vereinsgr&#xFC;ndung"
    &gt;Gr&#xFC;ndungsversammlung&lt;/a&gt; findet &#xFC;brigens am 24. August in Olten statt. Via Newsletter, welcher &lt;a href="http://neustartschweiz.ch/newsletter/abonnieren"
    &gt;hier&lt;/a&gt; abonniert werden kann, wird &#xFC;ber das weitere Vorgehen informiert.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>&#xDC;berlegungen</dc:subject><dc:subject>Neustart Schweiz</dc:subject><dc:subject/><dc:creator>Reto Stauss</dc:creator><dc:date>2010-06-15T10:46:37Z</dc:date><media:content url="http://neustartschweiz.ch/sites/default/files/newsflash_logo.jpg"><media:thumbnail url="http://neustartschweiz.ch/sites/default/files/newsflash_logo.jpg" width="100"/></media:content></item><item><title>Auf in die Post-Kollaps-Gesellschaft</title><link>http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/06/08/auf-in-die-post-kollaps-gesellschaft.html</link><guid isPermaLink="false">http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/id/3490/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;Mit dem gleichnamigen Artikel (&lt;a href="http://www.oya-online.de/media/downloads/Oya2_Johannes-Heimrath.pdf"
    &gt;PDF&lt;/a&gt;) kn&#xFC;pft Johannes Heimrath in der letzten Ausgabe von &lt;a href="http://www.oya-online.de"
    &gt;Oya&lt;/a&gt; an die letzten Beitr&#xE4;ge hier an ("&lt;a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/03/22/warum-komplexe-systeme-zerstoert-werden.html"
    &gt;Warum komplexe Systeme zerst&#xF6;rt werden&lt;/a&gt;", "&lt;a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/05/06/den-wikingern-ihre-kuehe.html"
    &gt;Den Wikingern ihre K&#xFC;he&lt;/a&gt;"). Stark finde ich die Grafik, welche man sich am besten in Gross anschaut.&lt;/p&gt;
&lt;table cellspacing="1"
     cellpadding="1"
     border="0"
     align="center"
     style="width: 532px; height: 393px;"
    &gt;
    &lt;tbody&gt;
        &lt;tr&gt;
            &lt;td&gt;
            &lt;p&gt;&lt;a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch//files/images/blog/2010/Auf_in_die_Post-Kollaps-Gesellschaft.png"
    &gt;&lt;img width="600"
     height="361"
     border="0"
     align="middle"
     title="Auf in die Post-Kollaps-Gesellschaft"
     alt="Auf in die Post-Kollaps-Gesellschaft"
     src="http://nachhaltigbeobachtet.ch//files/images/blog/2010/Auf_in_die_Post-Kollaps-Gesellschaft.png"
    /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
            &lt;/td&gt;
        &lt;/tr&gt;
        &lt;tr&gt;
            &lt;td align="center"
    &gt;&lt;sup&gt;&lt;em&gt;Quelle: Johannes Heimrath, aus "Oya &#x2013; anders denken.anders leben" (Lizenz: CC BY SA)&lt;/em&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/td&gt;
        &lt;/tr&gt;
    &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;Trotz obiger Prognose, welche er auf Grund &#xE4;hnlicher Beobachtungen wie Jared Diamon ausstellt, mit dem tiefen Taucher in der Mitte (&#xFC;ber dessen Tiefe und Zeitpunkt des Eintretens man anderer Ansicht sein kann) h&#xE4;lt er eine andere Welt - nachhaltig und friedlich - f&#xFC;r m&#xF6;glich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Er stellt sich auf den Standpunkt, dass der Fall tief und hart sein wird und _muss_. Ansonsten werden wir weiterhin am Bestehenden, Nicht-Reparierbaren rumflicken, anstatt Nicht-Funktionierendes wegzuwerfen. Allerdings h&#xE4;lt er die Wahrscheinlichkeit f&#xFC;r klein, dass nach einem solchen Kollaps "die Millionen kulturkreativer engagierter Menschen weltweit ihre Vision der Post-Kollaps-Gesellschaft realisieren k&#xF6;nnen".&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Beste hoffen und sich auf Schlimmste vorbereiten? Erste Voraussetzung f&#xFC;r das Schaffen von etwas Neuem, Besseren sind &lt;a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2009/07/24/optionen-fuer-den-uebergang-in-eine-post-fossile-zivilisation.html"
    &gt;Visionen&lt;/a&gt; (auch wenn diese auch schon als &lt;a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Helmut_Schmidt"
    &gt;Grund f&#xFC;r einen Arztbesuch&lt;/a&gt; bezeichnet worden sind). Wo werden wir hinwollen d&#xFC;rfen m&#xFC;ssen?&#xA0; Was sind die Voraussetzungen daf&#xFC;r? Noch haben wir Zeit, um weitere "Halbinseln des guten Lebens" zu schaffen und bestehende zu vergr&#xF6;ssern. Aber wie gross ist &#xFC;berhaupt das Bewusstsein, dass es diese braucht?&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;</content:encoded><dc:subject>Beobachtungen</dc:subject><dc:creator>Reto Stauss</dc:creator><dc:date>2010-06-08T11:19:47Z</dc:date></item><item><title>Reich genug</title><link>http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/06/04/reich-genug.html</link><guid isPermaLink="false">http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/id/3487/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p style="margin-left: 40px;"
    &gt;"Die Menschheit ist reich genug, die notwendigen Dinge so zu produzieren, dass wir alle gut leben k&#xF6;nnen, und zwar nach dem folgenden Prinzip: wir nehmen uns das, was andere geschaffen haben und sie haben es aus keinem anderen Grund geschaffen, als dass sie es schaffen wollen, weil ihre individuelle Selbstentfaltung darin besteht, Dinge in die Welt zu setzen - Gedanken, Tassen, Computer, K&#xE4;sekuchen, Gem&#xE4;lde oder was auch immer."&lt;/p&gt;
&lt;p style="margin-left: 40px;"
    &gt;&lt;a href="http://www.meretz.de/"
    &gt;&lt;em&gt;Stefan Meretz&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt; (&lt;a href="http://www.keimform.de/author/stefanmz/"
    &gt;keimform.de&lt;/a&gt;) in einem Artikel in &lt;a href="http://www.oya-online.de/home/index.html"
    &gt;Oya&lt;/a&gt; 01&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;S&#xE4;tze wie diese lassen mich - entgegen meiner eher pessimistischen Sicht in der letzten Zeit - hoffen. Und sie ber&#xFC;hren. Weil sie weit &#xFC;ber die rationale Wirklichkeit des Alltags hinaus gehen und eine Vision ansprechen. &lt;a href="http://manufakturingruendung.ch/"
    &gt;Welche ich teile&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch ich habe keinen Mangel. Es wird mir immer mal wieder bewusst, dass dies in erster Linie eine Einstellung und weniger eine Frage des (vermeintlichen) Besitzes ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht zuletzt deswegen ist der gesamte Inhalt dieses Blogs jetzt &lt;a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/"
    &gt;Gemeingut&lt;/a&gt;. Jeder kann machen damit, was er m&#xF6;chte. Auch Geld verdienen. Es wird mich nicht &#xE4;rmer machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[Nachtrag]&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
    &lt;li&gt;Den Artikel "&lt;a href="http://www.keimform.de/2010/lasst-uns-die-spielregeln-aendern/"
    &gt;Lasst uns die Spielregeln &#xE4;ndern&lt;/a&gt;", ein Interview, gibt es bei &lt;a href="http://www.keimform.de/"
    &gt;keimform.de&lt;/a&gt; im Volltext.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;"&lt;a href="http://commonsblog.wordpress.com/2010/06/09/sie-verlassen-jetzt-den-tauschwertsektor/"
    &gt;Was uns wirklich reich macht&lt;/a&gt;": "Das Drama ist, dass wir nicht mehr wissen, wie wir anders als geldvermittelt zueinander kommen."&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p/&gt;</content:encoded><dc:subject>Beobachtungen</dc:subject><dc:creator>Reto Stauss</dc:creator><dc:date>2010-06-04T10:47:33Z</dc:date></item><item><title>Den Wikingern ihre K&#xFC;he II</title><link>http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/06/03/den-wikingern-ihre-kuehe-ii.html</link><guid isPermaLink="false">http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/id/3481/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;Im ersten Teil von "&lt;a target="_blank"
     href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kollaps_%28Buch%29"
    &gt;Kollaps  - Warum Gesellschaften &#xFC;berleben oder untergehen&lt;/a&gt;" hat sich &lt;a target="_blank"
     href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jared_Diamond"
    &gt;Jared  Diamond&lt;/a&gt; mit der Frage besch&#xE4;ftigt, warum es Gesellschaften in Vergangenheit und Gegenwart gelungen ist, ihre &#xF6;kologischen Probleme in den Griff zu bekommen (siehe "&lt;a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/05/06/den-wikingern-ihre-kuehe.html"
    &gt;Den Wikingern ihre K&#xFC;he&lt;/a&gt;"). Der letzte Teil des Buches befasst sich mit der praktischen Bedeutung dieser Erkenntnis.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt; Schwierigkeiten&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was sind die schwersten &#xF6;kologischen Probleme von fr&#xFC;heren und heutigen Gesellschaften:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
    &lt;li&gt;Wir &lt;strong&gt;verwandeln&lt;/strong&gt; immer schneller &lt;strong&gt;unber&#xFC;hrte, nat&#xFC;rliche Lebensr&#xE4;ume in kultivierte&lt;/strong&gt;, auf Menschen zugeschnittene. Diese Umwandlung, z.B. Waldzerst&#xF6;rung, war ein wichtiger - manchmal sogar der entscheidende - Faktor beim Zusammenbruch von vergangenen Gesellschaften. Die nat&#xFC;rlichen Lebensr&#xE4;ume sind Basis alles Lebens auf der Erde sowie unserer Zivilisation und erbringen zudem dreiviertel der Leistung (als &lt;a href="http://thearchdruidreport.blogspot.com/2009/07/economics-of-entropy.html"
    &gt;primary economy&lt;/a&gt; nach John Michael Greer), welche wir wirtschaftlich nutzen (Pflanzenwachstum, saubere Luft und Wasser, erneuerbare Ressourcen, ...).&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;strong&gt;"Wilde" Lebensmittel&lt;/strong&gt; stellen einen betr&#xE4;chtlichen Anteil der von Menschen verbrauchten Proteinmenge dar, vor allem Fische und Meerestiere, aber auch anderes Wild. Viele dieser Best&#xE4;nde werden heute &lt;strong&gt;&#xFC;bernutzt &lt;/strong&gt;und stehen in abnehmendem Masse zur Verf&#xFC;gung. Zuchten verschlimmern h&#xE4;ufig das Problem, weil zum Beispiel &lt;a href="http://videoportal.sf.tv/video?id=3db3b315-8dd1-4a44-a9fe-0163cf5be55c"
    &gt;Fische in Aquakulturen mit gefangenem Wildfisch gef&#xFC;ttert werden&lt;/a&gt;. Mit dem x-fachen von dem, was sie an Fleisch liefern.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Viele Tier- und Pflanzenarten sind durch menschliche T&#xE4;tigkeit bereits verloren und die &lt;strong&gt;Biodiversit&#xE4;t nimmt weiter ab&lt;/strong&gt;. Um bestimmte grosse Arten bem&#xFC;hen wir uns zwar (siehe z.B. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Liste_gef&#xE4;hrdeter_Arten"
    &gt;rote Listen&lt;/a&gt;), wenn auch mit zweifelhaftem Erfolg. Viele verschwinden aber im Verborgenen. Jede von ihnen hatte einen Platz und Funktion in nat&#xFC;rlichen Kreisl&#xE4;ufen. Die Folgen k&#xF6;nnen wir nicht absch&#xE4;tzen, aber sie werden fr&#xFC;her oder sp&#xE4;ter auf die eine oder andere Weise zu Tage treten.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Die &lt;strong&gt;Humusschichten&lt;/strong&gt;, Basis des Nutzpflanzenanbaus, werden durch &#xDC;berbauung, Erosion und industrielle Landwirtschaft &lt;strong&gt;zerst&#xF6;rt&lt;/strong&gt;. Wie Waldzerst&#xF6;rung haben auch Bodenprobleme zum Zusammenbruch aller fr&#xFC;heren Gesellschaften beigetragen.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Die &lt;strong&gt;Kosten zur Gewinnung der wichtigsten Prim&#xE4;renergietr&#xE4;ger&lt;/strong&gt; der Industriel&#xE4;nder (&#xD6;l, Erdgas, Kohle) werden &lt;strong&gt;zunehmen&lt;/strong&gt;, weil die noch vorhandenen Reserven immer aufw&#xE4;ndiger erschlossen werden m&#xFC;ssen.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Der gr&#xF6;sste Teil des an der Oberfl&#xE4;che vorhandenen &lt;strong&gt;S&#xFC;sswassers &lt;/strong&gt;wird bereits heute &lt;strong&gt;genutzt &lt;/strong&gt;(Bew&#xE4;sserung, Industrie, Haushalte, Fischerei, Verkehr). Das &lt;strong&gt;Grundwasser &lt;/strong&gt;wird praktische weltweit &lt;strong&gt;&#xFC;bernutzt&lt;/strong&gt;, die Pegel sinken. Bereits heute haben &#xFC;ber eine Milliarde Menschen keine zuverl&#xE4;ssige, saubere Trinkwasserversorgung.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Die &lt;strong&gt;Photosynthese-Kapazit&#xE4;t ist begrenzt&lt;/strong&gt;. Sie beschreibt das Verm&#xF6;gen von Pflanzen, mit Hilfe von W&#xE4;rme und Wasser Sonnenlicht in chemische Energie umzuwandeln. Heute wird  von Menschen die H&#xE4;lfte davon genutzt.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Gewollt oder ungewollt setzt die Menschheit &lt;strong&gt;chemische Stoffe&lt;/strong&gt; frei, welche nat&#xFC;rliche Kreisl&#xE4;ufe beeinflussen resp. &lt;strong&gt;sch&#xE4;digen&lt;/strong&gt;. Luft-, Boden- und Wasserverschmutzung sind Anreicherungen von k&#xFC;nstlichen (oder auch nat&#xFC;rlichen) Substanzen, welche giftige oder andere, z.B. hormonaktive, Wirkung haben.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Fremde biologische, d.h. im urspr&#xFC;nglichen &#xD6;kosystem nicht vorkommende, Arten k&#xF6;nnen verheerende Sch&#xE4;den anrichten.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Durch menschliche T&#xE4;tigkeit entstehen &lt;strong&gt;Gase, welche in die Atmosph&#xE4;re entweichen&lt;/strong&gt; und dort aktiv werden (Ozonschichtabbau und Treibhauseffekt). Wieviel von der Klimaerw&#xE4;rmung menschengemacht ist, dr&#xFC;ber kann man sich streiten. Fakt ist, dass sich das Klima &#xE4;ndert und dies verschiedene Auswirkungen hat.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Die &lt;strong&gt;Weltbev&#xF6;lkerung nimmt zu&lt;/strong&gt; und auf Grund des demografischen &#xDC;berganges ist eine Stabilisierung in den n&#xE4;chsten Jahrzehnten nicht zu erwarten.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Entscheidend ist nicht alleine die Zahl der &lt;strong&gt;Menschen&lt;/strong&gt;, sondern &lt;strong&gt;ihre Auswirkungen auf die Umwelt&lt;/strong&gt;. Ziel der Bev&#xF6;lkerung der meisten L&#xE4;nder ist der westliche Lebenstandard, welcher bekanntlich bei weitem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/&#xD6;kologischer_Fu&#xDF;abdruck"
    &gt;nicht tragbar&lt;/a&gt; ist f&#xFC;r die Erde.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Diese 12 Problemkomplexe h&#xE4;ngen nat&#xFC;rlich alle zusammen. Ein Problem versch&#xE4;rft das andere und macht die L&#xF6;sung schwieriger. Wir sind weit davon entfernt, aktiv auch nur eines davon zu l&#xF6;sen, aber sie werden auf jeden Fall auf die eine oder andere Art gel&#xF6;st werden. Und laut Diamond ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass dies noch zu Lebzeiten unserer Kinder und jungen Erwachsenen geschehen wird.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Die Frage ist: wird es eine selbstgew&#xE4;hlte, mehr oder weniger angenehme L&#xF6;sung sein wird oder eine, welche nicht unseren Entscheidungen entspringt, h&#xF6;chstwahrschienlich f&#xFC;r die meisten Menschen unangenehm sein wird und &#xFC;ber Kriege, V&#xF6;lkermorde, Hungersn&#xF6;te, Epidemien und schliesslich dem teilweisen oder kompletten Zusammenbruch von Gesellschaften herbeigef&#xFC;hrt wird? All dies ist nichts Neues und immer wieder vorgekommen in der Menscheitsgeschichte.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt; Wir k&#xF6;nnen noch&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alles hoffnungslos also? Nein, durchaus nicht. Wir stehen zwar schwerwiegenden Problemen gegen&#xFC;ber, aber es gibt Unterschiede zur Vergangenheit, welche uns helfen k&#xF6;nnen, einen sanften &#xDC;bergang in eine post-fossile, relokalisierte, nachhaltige Gesellschaft zu schaffen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
    &lt;li&gt;Die meisten Schwierigkeiten sind hausgemacht und noch nicht so gross, dass wir sie nicht mehr l&#xF6;sen k&#xF6;nnen. Wir brauchen keine neuen Technologien, sondern "nur" den kollektiven Willen, vorhandene Ans&#xE4;tze umzusetzen.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Das globale Bewusstsein beginnt, sich zu wandeln: die Endlichkeit der fossilen Brennstoffe und das sich &#xE4;ndernde Klima zum Beispiel werden nicht mehr angezweifelt. Oder auch nachhaltigere Produktionsweisen entfalten langsam breitenwirkung (Bio, Fairtrade, FSC, ...).&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Das Wissen um die &#xF6;kologischen Zusammenh&#xE4;nge ist so gross wie noch nie in der Geschichte der menschlichen Zivilisation.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Mit der Globalisierung sind auch weltweite Vernetzungsm&#xF6;glichkeiten entstanden, was Transparenz f&#xF6;rdert und Einflussm&#xF6;glichkeiten von nicht-staatlichen und nicht-wirtschaftlichen Organisationen (alias Zivilgesellschaft) st&#xE4;rkt.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Wann m&#xFC;ssen wir welche Entscheidungen treffen, um die Erde als intaktes &#xD6;kosystem und Lebensgrundlage zu erhalten?&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
    &lt;li&gt;Langfristig denken und mutige, weitsichtige Entscheidungen zu einem Zeitpunkt treffen, wenn Probleme bereits sp&#xFC;rbar sind, aber noch keine krisenhaften Ausmasse erreicht haben. Dies muss auf allen Ebenen passieren: individuell, nachbarschaftlich, territorial, kontinental, global (um einmal die postnationalstaatlichen Begriffe von "&lt;a href="http://neustartschweiz.ch/"
    &gt;Neustart&lt;/a&gt;" zu verwenden).&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Schmerzliche Entscheidungen &#xFC;ber Wertvorstellungen treffen. Und hier sind wir wieder bei den titelgebenden Wikingern angelangt: welche liebgewordenen Werte m&#xFC;ssen wir &#xFC;ber Bord werfen, weil sie unter ver&#xE4;nderten Bedingungen keinen Sinn mehr machen? Die Wikinger haben an ihren K&#xFC;hen festgehalten, obwohl diese f&#xFC;r das &#xD6;kosystem in Gr&#xF6;nland nicht tragbar waren. Sie weigerten sich, einen Teil ihrer Identit&#xE4;t als europ&#xE4;ische, christliche, b&#xE4;uerliche Gesellschaft abzulegen und gingen daran zugrunde. Sind es andererseits 200m&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt; beheizte Wohnfl&#xE4;che, t&#xE4;gliches Fleisch auf dem Teller und motorisierter Indivudualverkehr wert, alles aufs Spiel zu setzen?&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Nat&#xFC;rlich wissen wir das alles. Wann aber f&#xFC;hrt dieses Wissen zu Entscheidungen und Handlungen? Dar&#xFC;ber sp&#xE4;ter mehr.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>&#xDC;berlegungen</dc:subject><dc:subject>Rezension</dc:subject><dc:subject>Gesellschaft</dc:subject><dc:creator>Reto Stauss</dc:creator><dc:date>2010-06-03T12:40:05Z</dc:date></item><item><title>Fundsachen [1021]</title><link>http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/05/27/fundsachen-1021.html</link><guid isPermaLink="false">http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/id/3473/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;ul&gt;
    &lt;li&gt;Nicht alles ist Gemeingut, aber vieles kann Gemeingut werden: "&lt;a href="http://www.boell.de/downloads/Gemeingueter_Report_Commons.pdf"
    &gt;GemeinG&#xFC;ter - Wohlstand durch teilen&lt;/a&gt;", der Report (PDF).&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href="http://www.managerismus.com/"
    &gt;Managerismus vs. Unternehmertum&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Jeder Schritt einer &#xC4;nderung ben&#xF6;tigt eine &lt;a href="http://www.chrisbrogan.com/tiny-revolutions/"
    &gt;winzige Revolution&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;"We're tired of all the waste and inefficiency that occurs in society today. Where most our food is packaged, resulting in a tremendous waste of resources that sometimes poisons our environment. We ship food large distances, even if people are hungry just next door, just because someone else pays more paper for it. We think that everybody should have easy access to healthy food with little effort." &lt;a href="http://www.rbose.org/wiki/OSF"
    &gt;Open Source Farming&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href="http://www.industriekultur.ch/"
    &gt;Indusstriekultur&lt;/a&gt; - Wissen erhalten, auf das wir fr&#xFC;her oder sp&#xE4;ter wieder zur&#xFC;ckgreifen werden.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href="http://www.refarmthecity.org/"
    &gt;refarm the city&lt;/a&gt; :: open source tools for urban farmers&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Ein Verst&#xE4;ndnis von &lt;a href="http://p2pfoundation.net/Neosubsistence"
    &gt;Neosubsistenz&lt;/a&gt;: Die Kombination von fortschrittlichen Materialien und Informationstechnologien erm&#xF6;glichen eine alternative Wirtschaftsweise&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href="http://www.bioaktuell.ch/de/bildung/erklaerung-moeschberg/erklaerung-im-wortlaut.html"
    &gt;M&#xF6;schberg Erkl&#xE4;rung&lt;/a&gt; - Zur Landwirtschaft von morgen. Auch &lt;a href="http://www.bioaktuell.ch/de/bildung/erklaerung-moeschberg/unterschrift.html"
    &gt;zum Unterschreiben&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Nette Idee: &lt;a href="http://www.community.blueeconomy.de/m/news/view/Wind-Energy-without-new-Pylons"
    &gt;Windenergie ohne die Landschaft mit neuen Masten zu begl&#xFC;cken&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href="http://howtosavetheworld.ca/2010/05/04/what-are-you-going-to-do-when-the-internets-gone/"
    &gt;Was wirst Du tun, wenn das Internet verschwunden ist?&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href="http://www.globalinnovationcommons.org/blog/index.php/oil-spill/"
    &gt;134 lizenzfreie Patente&lt;/a&gt;, welche zur Beseitigung von &#xD6;lteppichen verwendet werden k&#xF6;nnen.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href="http://www.evenfallstudios.com/woodworks_library/woodworks_library.html"
     mce_href="http://www.evenfallstudios.com/woodworks_library/woodworks_library.html"
    &gt;Woodworks Library&lt;/a&gt; - Eine Sammlung von &#xFC;ber 175 herunterladbaren B&#xFC;chern &#xFC;ber Holzbearbeitung und verwandte Themen.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href="http://openlibrary.org/"
    &gt;Open Library&lt;/a&gt; - eine Webseite f&#xFC;r jedes Buch. Eine Art Wikipedia f&#xFC;r B&#xFC;cher und Alternative zu Amazon oder anderen kommerziellen Seiten, wenn man B&#xFC;cher referenzieren will.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href="http://www.joindiaspora.com/"
    &gt;diaspora&lt;/a&gt;, das datenschutzbewusste, pers&#xF6;nlich kontrollierbare, dezentrale Open Source-Social Network, wurde via &lt;a href="http://www.kickstarter.com/projects/196017994/diaspora-the-personally-controlled-do-it-all-distr"
    &gt;Kickstarter&lt;/a&gt; von beinahe 6000 Unterst&#xFC;tzern 18-fach &#xFC;berfinanziert. Crowd-funding funktioniert!&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Welches sind die Muster, um die Dinge, die wir wirklich tun wollen, geschehen zu lassen? "work hard, stay awake, fail well, hang with smart people, shed bullshit, say 'maybe', focus on action, and always always commit yourself to a bracing daily mixture of all the courage, honesty, and information you need to do something awesome". Merlin Mann in "&lt;a href="http://www.43folders.com/2010/05/17/future-proofing-your-passion?utm_source=feedburner%26amp%3Butm_medium=feed%26amp%3Butm_campaign=Feed"
    &gt;Watching the Corners: On Future-Proofing Your Passion&lt;/a&gt;".&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href="http://www.keimform.de/2010/05/17/selbstorganisierte-fuelle/"
    &gt;Selbstorganisierte F&#xFC;lle&lt;/a&gt; - Gemeing&#xFC;ter und Peer-Produktion als Grundlagen einer nichtkapitalistischen Gesellschaft. Ausgezeichneter Vortrag von Christian Siefkes.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href="http://globalguerrillas.typepad.com/globalguerrillas/2010/05/holons-and-economic-resilience.html?utm_source=feedburner%26amp%3Butm_medium=feed%26amp%3Butm_campaign=Feed"
    &gt;Holons als Bausteine wirtschaftlicher Resilienz&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href="http://commonsblog.wordpress.com/2010/05/19/commonsblog-jetzt-gemeinfrei/"
    &gt;Der Commonsblog jetzt 'gemeinfrei'&lt;/a&gt; =&amp;gt; &lt;strike&gt;nachahmenswert&lt;/strike&gt; gerade nachgezogen. Ein Teil der Argumentation liefert &lt;a href="http://hboeck.de/archives/734-Easterhegg-in-Munich.html"
    &gt;Hanno B&#xF6;ck&lt;/a&gt; in der folgenden Pr&#xE4;sentation:
    &lt;div id="__ss_4327582"
     style="width: 425px;"
    &gt;&lt;strong style="margin: 12px 0pt 4px; display: block;"
    &gt;&lt;a title="Public Domain - Licensing without restrictions"
     href="http://www.slideshare.net/RetoStauss/public-domain-licensing-without-restrictions"
    &gt;Public Domain - Licensing without restrictions&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;object width="425"
     height="355"
     id="__sse4327582"
    &gt;
    &lt;param value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=slidespublicdomain-100527044549-phpapp02&amp;stripped_title=public-domain-licensing-without-restrictions"
     name="movie"
    /&gt;
    &lt;param value="true"
     name="allowFullScreen"
    /&gt;
    &lt;param value="always"
     name="allowScriptAccess"
    /&gt;&lt;embed width="425"
     height="355"
     allowfullscreen="true"
     allowscriptaccess="always"
     type="application/x-shockwave-flash"
     src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=slidespublicdomain-100527044549-phpapp02&amp;stripped_title=public-domain-licensing-without-restrictions"
     name="__sse4327582"
    /&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;
    &lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;</content:encoded><dc:subject>Rundschau</dc:subject><dc:creator>Reto Stauss</dc:creator><dc:date>2010-05-27T10:08:51Z</dc:date></item><item><title>Den Wikingern ihre K&#xFC;he</title><link>http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/05/06/den-wikingern-ihre-kuehe.html</link><guid isPermaLink="false">http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/id/3468/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;Bin ich ein &lt;a target="_blank"
     href="http://en.wikipedia.org/wiki/Doomer"
    &gt;Doomer&lt;/a&gt;? Wenn man in den Artikel der letzten Wochen  und Monate zwischen den Zeilen liest (oder auch nicht so dazwischen), dann  k&#xF6;nnte ebendieser Eindruck entstehen. Tats&#xE4;chlich denke ich, dass wir  vor &lt;a target="_blank"
     href="http://en.wiktionary.org/wiki/TEOTWAWKI"
    &gt;dem  Ende der Welt stehen, welche wir gekannt haben&lt;/a&gt; (was - nur so  nebenbei - aber schon an jedem einzelnen Tag seit Anbeginn der Fall  war).&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;a target="_blank"
     href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jared_Diamond"
    &gt;Jared  Diamond&lt;/a&gt; war vor f&#xFC;nf Jahren in "&lt;a target="_blank"
     href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kollaps_%28Buch%29"
    &gt;Kollaps  - Warum Gesellschaften &#xFC;berleben oder untergehen&lt;/a&gt;" noch vorsichtig  optimistisch, heute l&#xE4;sst sich zumindest gef&#xFC;hlt eine seiner  Beobachtungen best&#xE4;tigen: das Wachstum sowohl &#xF6;kologischer Probleme als  auch dem Bewusstsein daf&#xFC;r ist exponentiell und es ist immer noch nicht  klar, wer das Rennen gewinnen wird. Als einer der wichtigsten  Unterschiede zu fr&#xFC;heren Zivilisationen schaut er die positiven Seiten  der Globalisierung an: die weltweite Vernetzung erm&#xF6;glicht praktische  grenzenlosen und verz&#xF6;gerungsfreien Austausch von Informationen. Niemand  wird den letzten Baum f&#xE4;llen und dann sagen k&#xF6;nnen, er habe gemeint,  dass die W&#xE4;lder auf der anderen Seite noch existieren. Und wir k&#xF6;nnen  auf noch nie dagewesenes historisches Material zur&#xFC;ckgreifen und aus der  Geschichte lernen.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Probleme k&#xF6;nnen also im globalen Rahmen erkannt - zum Beispiel im &lt;a target="_blank"
     href="http://www.weltagrarbericht.de/"
    &gt;Weltagrarbericht&lt;/a&gt;  - und gel&#xF6;st werden (um den inneren Zyniker zufriedenzustellen, aber  trotzdem in gewaltfreier Sprache zu bleiben: ersters ist weit  fortgeschritten, in zweiterem haben wir noch grosses Potential).  Angesichts der &lt;a target="_blank"
     href="http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz_in_Kopenhagen"
    &gt;letzten Anstrengungen&lt;/a&gt; resp. &lt;a target="_blank"
     href="http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz_in_Kopenhagen#Ergebnis"
    &gt;dem Resultat&lt;/a&gt; dieser Anstrengungen gibt es zumindest  berechtigte Zweifel an der globalen Handlungsf&#xE4;higkeit. Aber dies ist  aus meiner Sicht nur eine Frage der Zeit. Beziehungsweise des  Leidensdrucks.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;b&gt;Was zum Zusammenbruch f&#xFC;hren kann&lt;/b&gt;&lt;br/&gt;
Diamond hat die  Geschichte von verschiedene Gesellschaften in der Vergangenheit und  Gegenwart untersucht und f&#xFC;nf Faktoren beobachtet, welche &#xFC;ber das  Fortbestehen einer Gesellschaft entscheiden:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
    &lt;li&gt;Umweltsch&#xE4;den: St&#xF6;rung von nat&#xFC;rlichen Kreisl&#xE4;ufen, &#xDC;bernutzung  von Ressourcen&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Klimaver&#xE4;nderungen: die lokalen und globalen Klimaverh&#xE4;ltnisse haben  sich immer ver&#xE4;ndert, unter nat&#xFC;rlichem und menschlichem Einfluss&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;feindliche  Nachbarn: das Aufrechterhalten einer gewissen Wehrhaftigkeit,  Auf-Distanz-halten oder gar gewaltsame Auseinandersetzungen binden und  verschleissen Mittel, welche dann anderweitig nicht mehr zur Verf&#xFC;gung  stehen&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;freundliche Handelspartner: (lebens)wichtige Rohstoffe und  Produkte, &#xFC;ber welche man nicht selber verf&#xFC;gt oder produzieren kann,  machen abh&#xE4;ngig&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;die Reaktion der Gesellschaft auf  Ver&#xE4;nderungen&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;table cellspacing="1"
     cellpadding="1"
     border="0"
     align="right"
     style="width: 108px; height: 160px;"
    &gt;
    &lt;tbody&gt;
        &lt;tr&gt;
            &lt;td&gt;
            &lt;p&gt;&lt;img width="160"
     height="106"
     border="0"
     align="right"
     src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/72/Ahu_Tongariki.jpg"
     alt="Moais am Ahu Tongariki"
     title="Moais am Ahu Tongariki"
     class="bildschatten"
     style="margin-left: 10px;"
    /&gt;&lt;/p&gt;
            &lt;/td&gt;
        &lt;/tr&gt;
        &lt;tr&gt;
            &lt;td align="right"
    &gt;&lt;sup&gt;&lt;em&gt;Quelle: &lt;/em&gt;&lt;/sup&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Ahu_Tongariki.jpg&amp;filetimestamp=20060404133641"
    &gt;&lt;sup&gt;&lt;em&gt;Wikimedia Commons&lt;/em&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
        &lt;/tr&gt;
    &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;Wie relevant die einzelnen Faktoren sind h&#xE4;ngt nat&#xFC;rlich immer von den  Gegebenheiten ab: ist man auf einer Insel zu Hause (wie zum Beispiel die  Polynesier auf der Osterinsel), dann haben 3 und 4 keine Bedeutung.  Auch 1 oder 2 sind unter Umst&#xE4;nden zu vernachl&#xE4;ssigen. Einzig Faktor 5,  die Reaktion einer Gesellschaft auf Ver&#xE4;nderungen spielt immer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei allen Gesellschaften, welche Diamond untersucht hat, waren  Umweltsch&#xE4;den am Zusammenbruch massgeblich beteiligt, aber nie einziger  Grund. Die Frage ist, warum es Gesellschaften zulassen, dass es durch  fehlerhafte Bewirtschaftung der &#xF6;kologischen Ressourcen zum  Zusammenbruch kommen kann. Die Antwort ist einfach:  Entscheidungsprozesse versagen. Warum?&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
    &lt;li&gt;&lt;b&gt;Ein Problem wird unter Umst&#xE4;nden nicht vorausgesehen, bevor  es tats&#xE4;chlich da ist&lt;/b&gt;. Zum Beispiel die Konsequenzen aus dem  Einf&#xFC;hren von nichtlokaler Flora oder Fauna oder neuen Technologien.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;b&gt;Ein  Problem wird nicht wahrgenommen, wenn es bereits eingetreten ist.&lt;/b&gt;  Bestimmte Dinge entziehen sich der menschlichen Wahrnehmung, weil sie in  kleinster oder riesiger Dimension geschehen oder zeitlich schnell oder  langsam passieren.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;b&gt;Wenn es wahrgenommen wird, dann wird nicht versucht, es zu  l&#xF6;sen.&lt;/b&gt; Vern&#xFC;nftige &#xDC;berlegungen k&#xF6;nnen dazu f&#xFC;hren, dass in einem  Kontext Nutzen entsteht, andere aber sch&#xE4;digt. Dort, wo Schaden  entsteht, ist aber niemand, welcher sich dagegen wehrt oder der Einfluss  ist zu klein. Anders ausgedr&#xFC;ckt: rationales, f&#xFC;r die Gesellschaft  negatives oder egoistisch Verhalten. Beispiel ist die &lt;a target="_blank"
     href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tragik_der_Allmende"
    &gt;Tragik  der Allmende&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;b&gt;Ein L&#xF6;sung gelingt unter Umst&#xE4;nde nicht.&lt;/b&gt; Vielleicht  reichen die F&#xE4;higkeiten oder Ressourcen nicht aus, die L&#xF6;sung ist nicht  bezahlbar oder die Bem&#xFC;hungen sind zu sp&#xE4;t oder zu schwach.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Einen Punkt m&#xF6;chte ich noch hinzuf&#xFC;gen:&lt;/p&gt;
&lt;ol start="5"
    &gt;
    &lt;li&gt;&lt;b&gt;Die L&#xF6;sung verursacht weitere, eventuell noch gr&#xF6;ssere  Probleme.&lt;/b&gt; Das schliesst den Kreis zu Punkt 1. Und denjenigen zu den &lt;a target="_blank"
     href="http://warum%20komplexe%20systeme%20zerst%c3%b6rt%20werden/"
    &gt;komplexen System, welche zwingend komplexer werden&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Diamond verteufelt &#xFC;brigens Unternehmen und Konzerne nicht, da  er anerkennt, dass sie gem&#xE4;ss ihrem Wesen handeln (rational, ohne Ethik  oder Moral, gewinnorientiert). Wenn die Wirtschaft negative  Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft hat, dann ist es Aufgabe der  Gesellschaft, einen entsprechenden Rahmen vorzugeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag "&lt;a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/06/03/den-wikingern-ihre-kuehe-ii.html"
    &gt;Den Wikingern ihre K&#xFC;he II&lt;/a&gt;" beleuchtet die Faktoren, welche &#xFC;ber den Untergang oder das Fortbestehen einer Gesellschaft entscheiden.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>&#xDC;berlegungen</dc:subject><dc:subject>Rezension</dc:subject><dc:subject>Gesellschaft</dc:subject><dc:creator>Reto Stauss</dc:creator><dc:date>2010-05-06T12:55:01Z</dc:date><media:content url="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/72/Ahu_Tongariki.jpg"><media:thumbnail url="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/72/Ahu_Tongariki.jpg" width="100"/></media:content></item><item><title>Kollektive Handlungsf&#xE4;higkeit und andere Erkenntnisse</title><link>http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/04/07/kollektive-handlungsfaehigkeit-und-andere-erkenntnisse.html</link><guid isPermaLink="false">http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/id/3464/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;Ist &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Space"
    &gt;Open Space&lt;/a&gt; einer geeigneter Veranstaltungsrahmen, um als Gruppe Resultate zu erreichen? Trotz scheinbarer Ziellosigkeit und inhaltlicher Offenheit (zumindest zu Beginn) denke ich, ja. Ich kenne kein anderes Format, welches administrativ so schlank Menschen mit ihren Interessen und der jeweiligen Bereitschaft, sich einzubringen, abholt. Ein Rahmen, welcher Partizipation unterst&#xFC;tzt, aber nicht erzwingt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://neustartschweiz.ch/content/img0704"
    &gt;&lt;img width="160"
     height="120"
     border="0"
     align="right"
     style="margin-left: 10px;"
     class="bildschatten"
     title="Open Space"
     alt="Open Space"
     src="http://neustartschweiz.ch/userfiles/imagecache/node-gallery-display/IMG_0704.jpg"
    /&gt;&lt;/a&gt;Ich gebe aber trotzdem zu, dass ich nach dem &lt;a href="http://neustartschweiz.ch/blog/neustart-schweiz-treffen-vom-28-m&#xE4;rz"
    &gt;Neustart Schweiz-Treffen vom vorletzten Sonntag&lt;/a&gt; langsam etwas ungeduldig werde: wann passiert endlich etwas Konkretes? Dabei muss ich mir allerdings wieder zwei Dinge vor Augen halten:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
    &lt;li&gt;Es geschieht bereits was: Treffen werden organisiert (das n&#xE4;chste &lt;a href="http://neustartschweiz.ch/anlaesse/folgetagung-mikroagro"
    &gt;am 13. Juni&lt;/a&gt;), &#xDC;bersetzungen gemacht (z.B. hier &lt;a href="http://neustartschweiz.ch/das-buch/in-kuerze/red&#xE9;marrerch"
    &gt;eine franz&#xF6;sische Zusammenfassung&lt;/a&gt;), Buch-Rezensionen und Kommentare geschrieben. Und die Zahl der Interessierten und Unterst&#xFC;tzer w&#xE4;chst: &#xFC;ber 100 Personen erhalten den Newsletter, gut 60 sind auf der Plattform registrierte Mitglieder und an den bisherigen drei Treffen haben ca. 80 Menschen teilgenommen. Trotz wolkiger Konsistenz (&lt;a href="http://neustartschweiz.ch/newsletter/ausgabe-0904"
    &gt;ein Rahmen f&#xFC;r Kollaboration&lt;/a&gt;?) wird Neustart Schweiz Potential zugetraut.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Damit ein aus einem Netzwerk bestehenden Kollektiv handlungsf&#xE4;hig wird, braucht es eine gemeinsame Basis: Vertrauen und freiwillige Einigung auf Ziele. Dies entsteht nicht &#xFC;ber Nacht, sondern ist ein Prozess, welcher Zeit braucht. Und obwohl wir alle pers&#xF6;nliche Autonomie hochalten (nat&#xFC;rlich, wir sind ja Kinder des Individualismus-Zeitalters), scheint langsam auch wieder eine gr&#xF6;ssere Bereitschaft zu entstehen, eigene Interessen f&#xFC;r das Gemeinwohl zur&#xFC;ckzustellen.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Eine gemeinsame Erkl&#xE4;rung einer der Gruppen, welche sich formiert hatte, kam der Handlungsf&#xE4;higkeit trotz der Umst&#xE4;nde - die meisten haben sich noch nie gesehen und die zur Verf&#xFC;gung stehende Zeit war knapp - doch schon recht nahe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nebst der wieder gemachten Erfahrung, dass die Welt zwar gross, aber gleichzeit auch sehr klein ist, nehme ich ein paar Erkenntnisse aus den Diskussionen mit:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
    &lt;li&gt;Geld wird zwar f&#xFC;r viele der Probleme, welche wir heute haben, verantwortlich gemacht, kann aber auch eine eine wichtige Funktion erf&#xFC;llen: es schafft Bewusstsein. So attraktiv die Ideen von geldfreien Lebens- und Wirtschaftsr&#xE4;umen sind, so wenig w&#xFC;rden sie heute funktionieren - aus meiner Sicht. Wenn wir n&#xE4;mlich in einem gut sind, dann ist es das Vergessen. Jede Leistung, jedes Schaffen und Erschaffen "kostet": Zeit, Energie, Material. Wenn wir davon profitieren (ohne entsprechendes Bewusstsein), dann wird diese Tatsache sehr bald unserer Aufmerksamkeit entgleiten. &#xDC;bernutzung (wenn im &#xDC;berfluss vorhanden) oder Missbrauch ist dann nicht weit. Der Preis von Produkten oder Leistungen ist ein anderes Paar Schuh ...&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Handlungsangebote sind besser als Versuche, auf Bewusstseins-&#xC4;nderungen hinzuwirken. Letzteres m&#xFC;ssen Menschen immer selber vollziehen. Nat&#xFC;rlich braucht es dazu Information, Erkenntnisse und Erfahrungen, welche vernmittelt werden sollen. Aber das &#xE4;usserliche Einwirken auf andere endet oft in nutzlosen Diskussionen, Manipulation oder Machaus&#xFC;bung. Viel ges&#xFC;nder ist es, die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen und ihnen neue Erfahrungen zu erm&#xF6;glichen.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Die entscheidende Frage, ob ein System dauerhaft existieren kann oder nicht (also nachhaltig ist), ist: wird mehr produziert, als hineingegeben wird? Falls nein, wird das System &#xFC;ber l&#xE4;nger nicht &#xFC;berleben. Das gilt sowohl f&#xFC;r menschliche Gemeinschaften als auch f&#xFC;r andere Systeme.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Wir k&#xE4;men besser mit der Realit&#xE4;t zu Rande, wenn wir komplexe Zusammenh&#xE4;nge (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/System"
    &gt;diese&lt;/a&gt; Definition ist auch h&#xFC;bsch) nicht als System, sondern als Organismus verstehen w&#xFC;rden. Systeme sind statisch, Organismen leben und ver&#xE4;ndern sich. Nichts von dem, was sich beobachten l&#xE4;sst, ist statisch (wie wir z.B. beim Klima feststellen k&#xF6;nnen) und wir k&#xE4;men viel besser zurecht, wenn uns dies bewusst w&#xE4;re. Alles ver&#xE4;ndert sich. Immer.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;</content:encoded><dc:subject>&#xDC;berlegungen</dc:subject><dc:subject>Neustart Schweiz</dc:subject><dc:subject/><dc:creator>Reto Stauss</dc:creator><dc:date>2010-04-07T03:37:56Z</dc:date><media:content url="http://neustartschweiz.ch/userfiles/imagecache/node-gallery-display/IMG_0704.jpg"><media:thumbnail url="http://neustartschweiz.ch/userfiles/imagecache/node-gallery-display/IMG_0704.jpg" width="100"/></media:content></item><item><title>Warum komplexe Systeme zerst&#xF6;rt werden</title><link>http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/03/22/warum-komplexe-systeme-zerstoert-werden.html</link><guid isPermaLink="false">http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/id/3460/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Systemtheorie"
    &gt;Systemtheoretiker&lt;/a&gt; m&#xF6;gen die folgenden Aussagen wiederlegen, aber mir erscheinen die Argumente in "&lt;a href="http://www.newscientist.com/article/mg19826501.500-why-the-demise-of-civilisation-may-be-inevitable.html"
    &gt;Why the demise of civilisation may be inevitable&lt;/a&gt;" (leider nicht im Volltext) schl&#xFC;ssig: jedes komplexe, lebende System wird fr&#xFC;her oder sp&#xE4;ter zerst&#xF6;rt respektive zerst&#xF6;rt sich selber. Es scheint ein nat&#xFC;rliches Prinzip zu sein, dass jede Lebensform sich entwickelt, d.h. versucht, sich bestm&#xF6;glich an die Umst&#xE4;nde anzupassen. Dies erh&#xF6;ht allerdings die Komplexit&#xE4;t und damit wachsende Spezialisierung, erh&#xF6;hter Ressorcen- und Energieverbrauch, verst&#xE4;rkte Vernetzung und Abh&#xE4;ngigkeiten. Je h&#xF6;her die Komplexit&#xE4;t, desto h&#xF6;her die "Kosten", um diese aufrecht zu erhalten.&lt;/p&gt;
&lt;table cellspacing="1"
     cellpadding="1"
     border="0"
     align="right"
     style="width: 165px; height: 125px;"
    &gt;
    &lt;tbody&gt;
        &lt;tr&gt;
            &lt;td&gt;
            &lt;p&gt;&lt;a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c7/SNA_segment.png"
    &gt;&lt;img width="160"
     height="62"
     border="0"
     style="margin-left: 10px;"
     src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c7/SNA_segment.png"
     alt="Vernetzung"
     title="Vernetzung"
     class="bildschatten"
    /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
            &lt;/td&gt;
        &lt;/tr&gt;
        &lt;tr&gt;
            &lt;td align="right"
    &gt;&lt;em&gt;&lt;sup&gt;Quelle: &lt;/sup&gt;&lt;/em&gt;&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:SNA_segment.png"
    &gt;&lt;em&gt;&lt;sup&gt;Wikimedia Commons&lt;/sup&gt;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
        &lt;/tr&gt;
    &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;Und erh&#xF6;hte Komplexit&#xE4;t verursacht auch neue Probleme, deren L&#xF6;sung wiederum in erh&#xF6;hter Komplexit&#xE4;t resultieren. Und immer so weiter, bis der Ressorcen- und Energieverbrauch nicht mehr weiter gesteigert werden k&#xF6;nnen und man nur noch den Status Quo halten kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alles sch&#xF6;n und gut, keine Probleme soweit, oder? Spannend wird es, wenn  von aussen ins System einwirkende Eregnisse auftreten. Solange noch Raum f&#xFC;r Verbesserungen und Weiterentwicklung vorhanden sind (Reserven), k&#xF6;nnen diese mehr oder weniger gut aufgefangen und "gel&#xF6;st" werden. Je n&#xE4;her man der maximalen Entwicklungsstufe ist, desto weniger gross ist die Reserve, um auf von aussen kommende Einfl&#xFC;sse reagieren zu k&#xF6;nnen. Und erh&#xF6;hte Komplexit&#xE4;t heisst auch immer erh&#xF6;hte Verletzlichkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Soviel zur Theorie. &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/C._S._Holling"
    &gt;Buzz Holling&lt;/a&gt;, einer der V&#xE4;ter der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/&#xD6;kologische_&#xD6;konomie"
    &gt;&#xD6;kologische &#xD6;konomie&lt;/a&gt;, hat die &lt;a href="http://rs.resalliance.org/2007/04/05/index-of-buzz-hollings-reflections/"
    &gt;Resilienz von nat&#xFC;rlichen Systemen&lt;/a&gt; untersucht und in Studien festgestellt, dass sich Hochentwicklung und Zusammenbruch komplexer Systeme auch dort beobachten l&#xE4;sst. In einem wachsenden St&#xFC;ck Wald zum Beispiel spezialisieren sich Arten (sowohl Tiere als auch Pflanzen) und haben so einen Vorteil gegen&#xFC;ber weniger spezialisierte Arten. Daraus entsteht ein immer starreres und enger gekoppeltes System. Die Arten passen sich optimal an die Verh&#xE4;ltnisse an. Wenn die Rahmenbedingungen sich allerdings &#xE4;ndern - eine neue Insektenart wandert ein, ein Waldbrand oder eine &#xDC;berflutung tritt auf- , dann bricht das System zusammen und wird durch ein einfacheres mit weniger spezialisierten Arten ersetzt. Und erneut tritt der Kreislauf in Gang.&lt;/p&gt;
&lt;table cellspacing="1"
     cellpadding="1"
     border="0"
     align="right"
     style="width: 118px; height: 151px;"
    &gt;
    &lt;tbody&gt;
        &lt;tr&gt;
            &lt;td&gt;&lt;a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/31/Deccan_Traps_volcano.jpg"
    &gt;&lt;img width="160"
     height="120"
     border="0"
     style="margin-left: 10px;"
     src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/31/Deccan_Traps_volcano.jpg"
     alt="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/31/Deccan_Traps_volcano.jpg"
     title="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/31/Deccan_Traps_volcano.jpg"
     class="bildschatten"
    /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
        &lt;/tr&gt;
        &lt;tr&gt;
            &lt;td align="right"
    &gt;&lt;em&gt;&lt;sup&gt;Quelle: &lt;/sup&gt;&lt;/em&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Deccan_Traps_volcano.jpg&amp;filetimestamp=20090307082553"
    &gt;&lt;em&gt;&lt;sup&gt;Wikimedia Commons&lt;/sup&gt;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
        &lt;/tr&gt;
    &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;Ein anderes Beispiel ist die Fauna im Erdmittelalter: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dinosaurier"
    &gt;Dinosaurier&lt;/a&gt; waren hochspezialisierte Arten, welche allerdings einem Meteoriteneinschlag auf der Erde und/oder gesteigertem Vulkanismus nichts entgegensetzen konnten. Praktische alle Arten der Gruppe starben aus und einfachere Arten breiteten sich aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://de.wiktionary.org/wiki/WTF"
    &gt;WTF&lt;/a&gt;? Kommen wir also endlich zum Weltuntergang. Respektive dem Untergang der Industriezivilisation. Die Umgebung, in der wir Menschen heute leben, kann wohl mit Recht als eines der komplexesten Systeme angeschaut werden, welche je auf der Erde existiert haben. In den letzten Jahrzehnten ist die Komplexit&#xE4;t f&#xF6;rmlich explodiert: immer st&#xE4;rker beschleunigte, globale Waren-, Informations- und Energiestr&#xF6;me koppeln Elemente im System immer enger und st&#xE4;rker.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass wir wom&#xF6;glich die Grenze der maximalen Komplexit&#xE4;t nahezu erreicht haben, zeigen verschiedene Indizien: die Kosten, um das System am Laufen zu halten, sind mit den nutz- und ausbeutbaren Ressourcen und Energiequellen gerade noch tragbar. Selbst verursachte St&#xF6;rungen haben kontinentale oder weltweite Auswirkungen (Finanzkrise, Blackouts, absurde Verschuldung grosser Organisationseinheiten verbunden mit zunehmder Handlungsunf&#xE4;higkeit, etc.). Zudem zerst&#xF6;ren wir unsere Lebensgrundlage durch &#xF6;kologisches Missmanagement: die B&#xF6;den laugen aus und werden zu W&#xFC;sten, die Meere verschmutzen und sind zunehmend leerer, ... Die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kollaps_(Buch)"
    &gt;Geschichte von den Maya bis den Sumerern&lt;/a&gt; zeigt, dass dies schon fast alleine f&#xFC;r den Untergang einer Zivilisation reicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bl&#xF6;derweise k&#xF6;nnen wir nicht bremsen und den Status Quo einfrieren, weil das System so angelegt ist, dass es wachsen muss (Bev&#xF6;lkerungsgr&#xF6;sse, kapitalistische Wirtschaft, individuelle und kollektive Erwartungshaltung bez&#xFC;glich Bed&#xFC;rfnisbefriedigung, ...). Der Dampfer wird noch lange in die falsche Richtung fahren, auch wenn wir das Steuer herumgerissen haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und nochmal bl&#xF6;derweise basiert das System auf nicht-erneuerbaren Ressourcen und Energiequellen, das heisst, der Aufwand um diese zu gewinnen, steigt st&#xE4;ndig und gleichzeitig nimmt der Vorrat ab. Und aller guten Dinge sind drei: &lt;a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/tag/klima/"
    &gt;das uns umgebende System&lt;/a&gt; ist nicht konstant, wie wir gerade erstaunt feststellen, sondern ver&#xE4;ndert sich. Wom&#xF6;glich und sogar wahrscheinlich, weil wir es beeinflussen. Und haut in immer k&#xFC;rzeren Abst&#xE4;nden mit dem grossen Hammer an die K&#xE4;seglocke unseres Systems, unter der wir uns vermeintlich befinden. Die Frage ist, wer das Rennen gewinnt: die steigende Komplexit&#xE4;t oder die Gr&#xF6;sse des Ereignisses von aussen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube nicht, dass wir mit einem Knall untergehen werden (auch &lt;a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/das_chaos_lauert_ueberall_1.5259801.html"
    &gt;wenn Katastrophen nicht zwingend Chaos bedeuten m&#xFC;ssen&lt;/a&gt;). Vielmehr wird der Abstieg schleichend vonstatten gehen. Wie die Geschichte auch zeigt, ist der Untergang einer Zivilisation nicht das Ende der Welt. Je schneller wir es schaffen, die Komplexit&#xE4;t des Systems herunterfahren, desto kleiner die "Anpassungsschmerzen".&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2009/07/24/optionen-fuer-den-uebergang-in-eine-post-fossile-zivilisation.html"
    &gt;Optionen&lt;/a&gt; haben wir. Auch gibt es noch immer Zivilisationsformen (wenn wir auch eifrig an deren Ausl&#xF6;schung arbeiten), welche sich problemlos nachhaltig in einer post-fossilen Welt behaupten k&#xF6;nnen. Und wir haben eine kommende barbarische Generation, welche die aktuelle Zivilasation sowieso zerst&#xF6;ren will: &lt;a href="https://www.adbusters.org/magazine/88/the_coming_barbarism.html"
    &gt;the greatest threat yet to capitalist civilization&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p/&gt;</content:encoded><dc:subject>Beobachtungen</dc:subject><dc:subject>Zivilisation</dc:subject><dc:creator>Reto Stauss</dc:creator><dc:date>2010-03-22T11:54:03Z</dc:date><media:content url="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c7/SNA_segment.png"><media:thumbnail url="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c7/SNA_segment.png" width="100"/></media:content><media:content url="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/31/Deccan_Traps_volcano.jpg"><media:thumbnail url="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/31/Deccan_Traps_volcano.jpg" width="100"/></media:content></item><item><title>Weitgereiste Tacos</title><link>http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/03/19/weitgereiste-tacos.html</link><guid isPermaLink="false">http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/id/3456/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;Nicht nur &lt;a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2008/07/31/die-transportwege-der-zutaten-eines-joghurtes.html"
    &gt;deutsche Joghurts&lt;/a&gt;, sondern auch die Bestandteile amerikanischer Tacos reisen weit:&lt;/p&gt;
&lt;table width="200"
     cellspacing="1"
     cellpadding="1"
     border="0"
     align="center"
    &gt;
    &lt;tbody&gt;
        &lt;tr&gt;
            &lt;td&gt;&lt;img width="600"
     height="375"
     border="0"
     src="http://user.cloudfront.goodinc.com/community/morgan/TacoWorld_large_9-all-red2-1024x640.jpg"
     alt="Transportwege der Bestandteile eines Tacos"
     title="Transportwege der Bestandteile eines Tacos"
    /&gt;&lt;/td&gt;
        &lt;/tr&gt;
        &lt;tr&gt;
            &lt;td align="right"
    &gt;&lt;sup&gt;&lt;em&gt;Quelle: &lt;/em&gt;&lt;/sup&gt;&lt;a href="http://user.cloudfront.goodinc.com/community/morgan/TacoWorld_large_9-all-red2-1024x640.jpg"
    &gt;&lt;sup&gt;&lt;em&gt;GOOD&lt;/em&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
        &lt;/tr&gt;
    &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;&lt;strike&gt;Irrsinnige&lt;/strike&gt; Sch&#xF6;ne Welt globalisierter Warenstr&#xF6;me.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>Beobachtungen</dc:subject><dc:subject>Transport</dc:subject><dc:subject>Lebensmittel</dc:subject><dc:creator>Reto Stauss</dc:creator><dc:date>2010-03-19T08:00:09Z</dc:date><media:content url="http://user.cloudfront.goodinc.com/community/morgan/TacoWorld_large_9-all-red2-1024x640.jpg"><media:thumbnail url="http://user.cloudfront.goodinc.com/community/morgan/TacoWorld_large_9-all-red2-1024x640.jpg" width="100"/></media:content></item><item><title>Wild, nicht warm</title><link>http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2010/03/17/wild-nicht-warm.html</link><guid isPermaLink="false">http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/id/3450/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;W&#xE4;hrend wir einfachen Gem&#xFC;ter nach den beiden letzten (gef&#xFC;hlten) langen und kalten Wintern die Klimaerw&#xE4;rmung nicht mehr verstehen und uns von der Vorstellung von tropischen Verh&#xE4;ltnissen in Kontinentaleuropa verabschieden, ist dieser Hinweis auf die Auswirkung von steigenden Temperaturunterschieden n&#xFC;tzlich: wir werden in Zukunft nicht prim&#xE4;r w&#xE4;rmeres Wetter bekommen, sondern unerwartete und zerst&#xF6;rende Wetterereignisse nehmen zu. Und dem begegnen wir nicht, indem wir ein bisschen am System flicken (weniger Verbrauch am Eingang, weniger Emmissionen am Ausgang), sondern &lt;a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2009/07/24/optionen-fuer-den-uebergang-in-eine-post-fossile-zivilisation.html"
    &gt;indem wir uns anders organisieren&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;p style="margin-left: 40px;"
    &gt;&lt;a href="http://kjpermaculture.blogspot.com/2010/01/resilience-thinking.html"
    &gt;Resilienz; die Kapazit&#xE4;t eines Systems, St&#xF6;rungen zu absorbieren und sich w&#xE4;hrend Ver&#xE4;nderungen neu zu organisieren&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber das eigentliche Thema in "&lt;a href="http://thearchdruidreport.blogspot.com/2010/03/exergy-crisis.html"
    &gt;An Exergy Crisis&lt;/a&gt;" ist nicht das sich &#xE4;ndernde Klima. Sondern &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Exergie"
    &gt;Exergie&lt;/a&gt;, welche - je mehr erneurbare Energiequellen erschlossen und die fossilen teurer werden resp. abnehmen - zum einem der n&#xE4;chsten Themen werden wird: die Energiekonzentration oder der Teil der Energie, welcher sich nutzen l&#xE4;sst. Beispiel: wohl liefert die Sonne insgesamt mehr Energie als wir momentan verbrauchen, aber nur ein Teil davon l&#xE4;sst daf&#xFC;r verwenden, wof&#xFC;r wir Energie brauchen. Unsere Gesellschaft und Wirtschaft basiert auf hochkonzentrierten Energieformen wie Erd&#xF6;l, man halte sich nur mal das Transportwesen vor Augen. Dieses auf Sonnenenergie umstellen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn also diese hochkonzentrierten Energieformen rarer werden, werden wir entweder hochkonzentrieren m&#xFC;ssen (was im grossen Stil nachhaltig eher nicht m&#xF6;glich sein wird) oder unseren Lebensstil auf das ausrichten, was die nat&#xFC;rlichen Kreisl&#xE4;ufe zur Verf&#xFC;gung stellen: Biomasse, Sonne, Wind, Wasser(bewegung). Und menschliche und tierische &lt;a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2009/01/19/die-vergessene-erneurbare-energiequelle.html"
    &gt;Arbeitskraft&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus der Sicht von uns Industrienationen-Bewohnern, welche Milch und Eier im Supermarkt holen und einmal im Jahr den Tanklaster mit &#xD6;l vorfahren lassen, hat dies einen romantischen Anstrich. Mittelalterm&#xE4;rkte und -feste finden nicht umsonst verst&#xE4;rkt Anklang. In der Realit&#xE4;t bedeutet dies aber - nebst all den sch&#xF6;nen Aspekten k&#xF6;rperlicher T&#xE4;tigkeit - Schweiss und Blut. Wie ich beim Bereitstellen des St&#xFC;ckholzvorrates f&#xFC;r zwei Winter, das wir zur Erzeugung von Warmwasser und Heizw&#xE4;rme brauchen (trotz &lt;a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2008/05/08/haus-um-bau-heizen-mit-der-sonne.html"
    &gt;Sonne&lt;/a&gt;), wieder einmal feststellen konnte. Am Abend ist man m&#xFC;de, was nicht zuletzt die ganze Online-Welt wieder einmal an die richtige Position setzt: weit hinter all das, was uns hilft, unsere (Grund-)Bed&#xFC;rfnisse zu decken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Werden wir freiwillig wieder mehr physische Arbeit leisten? &lt;a href="http://campfire.theoildrum.com/node/6066"
    &gt;Nicht alle sind sind diesbez&#xFC;glich positiv&lt;/a&gt;, in der Geschichte war dies ein "Privileg" Angeh&#xF6;riger niedriger gesellschaftlicher Schichten, aber solange dies mehr mit Freude als M&#xFC;hsal verbunden ist, k&#xF6;nnte es eine Zeit lang funktionieren. Ansonsten werden uns die Umst&#xE4;nde zwingen. Mit den warmen H&#xE4;usern und gef&#xFC;llten L&#xE4;den k&#xF6;nnen wir es im Moment noch entspannt angehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Weg f&#xFC;r Menschen ohne eigene M&#xF6;glichkeiten zur Lebensgrundlagen schaffenden Bet&#xE4;tigungen k&#xF6;nnten zum Beispiel freiwillige Eins&#xE4;tze in der &lt;a href="http://www.ortoloco.ch/"
    &gt;eigenen Lebensmittelproduktion&lt;/a&gt; leisten. Und nat&#xFC;rlich noch vieles anderes ...&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>&#xDC;berlegungen</dc:subject><dc:subject>Energie</dc:subject><dc:creator>Reto Stauss</dc:creator><dc:date>2010-03-17T12:54:43Z</dc:date></item></channel></rss>

