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Ist weltretter.org das bessere fairdo? Und wann Social Networks wirklichen Wert entwickeln.

Nachdem hier ja schon einige Diskussionen gelaufen sind, wo der Wert von Netzwerk-Plattformen liegt, will ich (momentan) abschliessend noch ein paar Gedanken hinzufügen. Erster Anlass dazu, war die freundliche Aufforderung von Anne Wangrin, mir doch Weltretter.org genauer anzuschauen. Noch ein Social Network?
Ja und nein. Man meldet sich halt auch an und erstellt ein Profil, kann sich "befreunden", usw., aber Weltretter.org geht dann einen Schritt weiter und bietet die Möglichkeit, Projekte zu erfassen. Neben einer detaillierten Beschreibung definiert man auch Fähigkeiten respektive Helfer, welche man dafür sucht. Jede/r mit den entsprechenden, im Profil erfassten Fähigkeiten kann sich dann zur Mithilfe bewerben.

Auch wenn die im Moment erfassten Projekt- und Weltretterdecke noch relativ dünn ist, scheint mir der Ansatz doch vielversprechend zu sein, weil er eben mehr bietet als blosse Vernetzung.

Nach einem aufschlussreichen Gespräch - dies der zweite Anlass - gestern ist mir auch ein bisschen klarer, wo der Wert von Netzwerk-Plattformen liegt: man knüpft (unverbindliche) Kontakte mit Menschen, welche man sonst vielleicht nie getroffen hätte. Wirklich gewinnbringend werden diese Netze aber nur, wenn man sie auf den Boden bringt.

In erster Linie heisst das:
  • Man pflegt sie, d.h. kontaktet regelmässig.
  • Man hat ein gemeinsames Ziel oder Interessen und der Kontakt bringt allen was.
  • Man trifft sich offline: trotz all den neuen Technologien funktionieren wir immer noch über unsere (fünf?) Sinne und kraftvolle Beziehungen entstehen dann, wenn man sich "riechen" kann.
Deswegen die Empfehlung an Social Networks-Betreiber: veranstaltet Offline-Anlässe oder bietet den Teilnehmern selber diese Möglichkeit. Natürlich kommt im gleichen Zug auch wieder Regionalität ins Spiel ...
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Kommentare (14)  Permalink

Kommentare

Laie mit Interesse @ 23.02.2008 03:09 CEST
Dieser Nachhaltichkeitsscheiss kotzt mich wirklich an!
So diente die Inquisition der vorsorglichen und nachhaltigen Beseitigung Andersdenkender. Die Indianer in Nordamerika wurden vorsorglich und nachhaltig aus ihren angestammten Regionen mit brutaler Gewalt vertrieben. Die Überlebenden wurden nachhaltig in bewachte „Reservate“ gesperrt. Die Kommunisten trieben aus lauter Vorsorge Millionen von vermeintlich unbotmäßigen Menschen nachhaltig nach Sibirien in Lager und in den Tod. Die braunen Weltbeglücker setzten dem ganzen dann unter dem Mantel eines nationalen Sozialismus noch die Krone auf. Sie wollten es eben nachhaltiger als die Anderen machen.
Olaf @ 23.02.2008 14:58 CEST
lol lieber Laie, so wie es aussieht, hast du das falsche Blog erwischt. Was du suchst, findet sich eher im "Die Welt ist doof"-Bereich im Spiegelforum oder so^^

Interessanter Ansatz auf jeden Fall. Ich werde mir das auch mal genauer anschauen. Es gibt eine Berliner Baumpflanzinitiative. Gut, dass ist nicht wirklich zu vergleichen, aber hier da trifft man sich offline und social networked gleich dort. Der Teil mit den Projekten klingt aber wunderbar und erweitert sich hoffentlich noch. Im Moment stört mich das an Utopia. So viele Leute dort angemeldet sein mögen, so wenig Aktion sehe ich dahinter. Ein bisschen schade drum.
Reto Stauss @ 25.02.2008 09:53 CEST
@Laie: irgendwie komme ich nicht ganz mit, was das hier mit Indianern und Kommunisten zu tun hat, aber herzlichen Dank für den ersten Hasskommentar!

@Olaf: danke für die Rückendeckung ...
Micha @ 25.02.2008 10:16 CEST
@Reto: Wahrscheinlich konnte Deine Aura von Nürnberg aus nicht sinnstiftend auf den Kommentator einwirken ;-) Betrachte es als Ritterschlag, scheinbar gehört so etwas dazu. Mich treibts regelmässig zum Wahnsinn und manches Mal würde ich am liebsten die Kommentarfunktion abschalten.
Reto Stauss @ 25.02.2008 11:19 CEST
@Micha: oh, die kommen wieder? Naja, ist wenigstens Aufmerksamkeit ...
Laie mit Interesse @ 25.02.2008 17:28 CEST
@ Olav, Strauss und Micha

Sorry für meinen geschmacklosen Beitrag vom 23.02.2008. Dieser spiegelt NICHT meine Meinung wieder.

Wortwörtlich den selbe Beitrag und andere Vergleiche mit dem Nationalsozialismus findet man derzeit im Klimaskeptikerforum

http://www.oekologismus.de/?p=910#comment-30964

Im Gegensatz zu diesem Forum hat sich dort vom Inhalt dieses Beitrages niemand distanziert-im Gegenteil! Es ging dort -ähnlich wie hier- um das Thema Nachhaltigkeit. Menschen die sich für Nachhaltigkeit einsetzen wurden und werden dort wie in dem Textblock oben mit Nationalsozialisten vergleichen und diffamiert.

Ich habe daher den selben Texctblock in mehren Foren testweise eingestellt, da mich interessierte, wie man dort darauf reagiert.

Vielen Dank für die eindeutige Ablehnung, noch besser hätte es mir gefallen, der Administrator hätte diesen Text gelöscht.
Reto Stauss @ 25.02.2008 17:45 CEST
@Laie: seltsames Experiment ... mit welchem Ziel? Natürlich hätte ich den Beitrag löschen können, aber ich will mich nicht vorschnell dem Vorwurf aussetzen, ich hätte unbequeme Kommentare zensuriert ...

Un übrigens hat Oekologismus eine beeindruckende Zahl von Kommentaren zu jedem Beitrag (der von Dir erwähnte 312!), aber von dem was dort abgeht, wird mir leicht übel. Es endet damit, dass sich zwei oder mehr Partien aufs Übelste beschimpfen ... kritische Stimmen sind unbedingt notwendig, gerade im grün-rosa gefärbten Umfeld, in welchem man sich im Bereich Nachhaltigkeit bewegt, aber auf diese Weise?
Sophie @ 25.02.2008 17:50 CEST
@ Reto - wie schon gesagt - ich kann Dir nur zustimmen, was die "Vernetzung im wirklichen Leben - offline Treffen" angeht. Dass ich Dich und auch die anderen netten Menschen auf der BioFach treffen konnte, ist ja schon mal ein geglücktes Geschehen. (-:
Überall in Deutschland /Österreich /der Schweiz (weltweit!!!) Treffen für fairdos zu organisieren ist ein Ziel, dem ich mich für die nächsten Jahre sehr gerne verschreibe ;-) Wir fangen dann am 15. März in Berlin schon mal an:
http://www.fairdo.net/index.php?page=ads
Eingeladen sind alle fairdos und alle Interessierten! Wer extra dafür anreisen will, kann sich auf unsere Unterstützung verlassen, mit Garantie ein warmes Bett zu finden!
Wer noch eine gute Idee hat, wie man die Vernetzung auf der Party unaufdringlich, witzig und effektiv gestalten kann, der wende sich bitte an mich!

Mit Anne hatten wir noch keinen Kontakt - sind aber auch selber erst letzte Woche auf weltretter gestoßen. Wie ich gelesen habe war Anne auch auf dem McPlanet, was ihr den Anlass geboten hat die Plattform zu entwickeln. Zu dem Zeitpunkt standen unsere Pläne schon, aber wir waren auch dort, um Pläne zu schmieden und uns zu vernetzen. Wäre ja schön, wenn es eine Möglichkeit gäbe sich gegenseitig zu unterstützen.

@ Olaf - wäre schön, wenn sich die Baumpflanzinitiative aus Berlin am 15. März zu uns gesellen würde!!
Sophie @ 25.02.2008 17:53 CEST
man sollte Beiträge schnell schreiben und abschicken, sonst haben sich schon ganz schnell wieder 2 weitere Kommentare dazugesellt, auf die man keinen Bezug nimmt... ich lass es jetzt so stehen. :-)
Laie mit Interesse @ 25.02.2008 19:34 CEST
@ Reto

Es stimmt, das "Experiment" war etwas seltsam. Ich fand es erstaunlich, dass seitens der sog. Klimaskeptiker bei Oekologismus AUSSCHLIESSLICH Zustimmung zum Inhalt o.g. Kommentares kam. Mich hat das sehr erschreckt. Vergleiche mit Nationalsozialisten tauchen dort immer wieder auf. Deshalb wurde ich neugierig auszuproblieren, auf welche Resonanz selbe Kommentar in einem anderen Forum stoßen. Die Resonanz hier und in zwei anderen Foren hat mich doch sehr befriegigt. In zwei Foren wurde er direkt gelöscht (s.a. http://www.readers-edition.de/2008/02/19/jadeweserportkohlekraftwerke-wilhelmshavener-luftschloesser-endlich-wieder-einreissen#comment-175432 ), hier in diesem Forum gibt es zumindest ablehnende Kommentare. Nach meiner Oekologismus-Erfahrung habe ich wieder den Glauben an die Vernunft im Menschen zurückgewonnen!

Es stimmt, Oekologismus ist gut frequentiert. Aber wenn man genauer hinsieht, spielen die Klimaskeptiker, Wirtschaftsliberalen und Stromlobbyisten, die dort vertreten sind, nur mit sich selbst. Jeder Andersdenkende, der sich dort blicken lässt, wird direkt provoziert und ausgegrenzt. So zumindest meine Erfahrung. Daher lassen sich dort auch kaum noch kritische Menschen blicken. Vor einer Woche wurde dort sogar gefordert, möglichst viel Öl zu verbrauchen! Man könne sich auf der Erde nicht vorsorgend einschränken, das schade der Wirtschaft, diese werde schon zur nötigen Zeit Alternativen entwickeln...

Es tut mir leid, wenn ich mit diesem Exkurs etwas vom eigentlichen Thema abgelenkt habe.
M.Wehning @ 25.02.2008 23:47 CEST
Das mit dem hohen Ölverbrauch ist doch mal `ne super Idee. Auf Utopia habe ich mal einen- wie ich finde- etwas genialen Vorschlag gemacht:
Wir kaufen alle ganz viel Öl, der Preis steigt noch weit über 100 €/ pro Barrel.
Tut er sowieso ziemlich bald...
Und endlich denken nicht nur Wollpulliträger wie wir über einen sparsameren Verbrauch nach.
Bleibt da nur die Schwierigkeit, was man mit dem Öl macht, bevor man es 2050 tröpfchenweise mit seinen Enkeln geniesst, weil -verbrauchen darf man es natürlich keinesfalls vorher!
Amei @ 28.02.2008 15:37 CEST
@ Sophie und Reto
Vielleicht noch eine Ergänzung: Netzwerke sind gut, wenn man sie offline weiterleben oder mit Leben füllen kann aber es gibt noch einen weiteren Vorteil: Oft ist es einfach spannend, auf welche Ideen andere gekommen sind, welche Projekte angeschoben werden, was kann man davon übertragen, aus welchen Erfahrungen kann man lernen? Aber dafür sind mir die meisten Netzwerke nicht zielgerichtet genug, ich muß mich entweder durch zu vieles lesen, was nicht zielführend sondern nur "ja meine ich auch, gute Idee und meine Tante..." ist, oder der Umgangston ist derart schlecht (s.o. ;-), dass ich ganz schnell die Lust verliere und weiterclicke. Ich kenne bisher kein Netzwerk, in dem die Nutzer genug Selbstdisziplin besitzen um das alleine hinzubekommen. Wie im echten Leben sinken ungeleitete Diskussionen immer auf Stammtischniveau herab. Es ist kein Zufall, dass viele Diskussionen in Blogs viel enger am Thema und zielführender sind als Diskussionen in Netzwerken, denn es gibt immer den Blogbetreiber der moderiert und lenkt.
Anne @ 05.03.2008 18:53 CEST
"Oft ist es einfach spannend, auf welche Ideen andere gekommen sind, welche Projekte angeschoben werden, was kann man davon übertragen, aus welchen Erfahrungen kann man lernen?"

@Amei
Sehe ich genauso! Weltretter.org versucht daher zielgerichtet bei der Projektrealisierung zu helfen. Jeder kann seine Idee & Projekt vorstellen, um dann von anderen Mitgliedern Unterstützung zu bekommen. Jedes Mitglied gibt seine Fähigkeiten & Erfahrungen an und bekommt die passenden Projekte angezeigt. Im Projektbereich wird dann über die Projektrealisierung diskutiert.

Stammtischniveu & schlechter Umgangston lassen sich mit Community Management verbessern & vermeiden. Da habe ich durch meinen letzten Job (Community Managerin bei Qype) Erfahrungswerte :)
Amei @ 06.03.2008 00:51 CEST
@Anne: Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg! Es ist spannend zu sehen, ob es möglich ist, die Menschen mit einem Netzwerk im Internet zum konkreten Tun zu bringen. Bislang habe ich immer nur Mitstreiter für meine Projekte finden können, wenn ich wirklich vor ihnen stand und sie vom Sofa zog oder wenn sie sich gegen etwas auflehnen konnten wie z.B. bei einem Protest gegen einen Missstand. Aber inzwischen gibt es ja auch überall in Deutschland "Ehrenamtsmessen" auf denen Helfer gewonnen werden und ich wünsche Dir, dass es auch im Netz funktioniert!

"Stammtischniveu & schlechter Umgangston lassen sich mit Community Management verbessern & vermeiden. Da habe ich durch meinen letzten Job (Community Managerin bei Qype) Erfahrungswerte :)"
Ja Du hast recht, es geht, aber es ist auch wichtig, dass man den echten Willen hat das umzusetzen. (Und wenn ich irgendwann bei unserem Vorhaben Probleme damit habe, klopfe ich bei Dir an und frage, wie man es am besten macht ;-)
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