Tipps zum Heizen mit Holz
- Faustregel: die Kantenlänge eines Holzscheites sollte kleiner 7 cm sein. Damit wird ein gutes Verhältnis von Oberfläche zu Volumen hergestellt, welches eine gute Verbrennung gewährleistet.
- Holzabfall, welcher beim Sägen und Spalten oder Bäume schneiden anfällt, kann in Karton- oder Holzharassen gesammelt, gestapelt und getrocket werden. Die gefüllten Harassen können dann ganz verfeuert werden. Achtung: die Harasse sollte durch die Feuertüre passen ...
- Sägemehl kann in Papiersäcke abgefüllt und verbrannt werden.
- Bei kaltem Wetter hat man oft Mühe, Zug in den Kamin zu bringen. Dem kann mit dem Abbrennen von einigen Zeitungsseiten abgeholfen werden. Damit wird der Pfropfen aus kalter Luft rausgeblasen.
- Eine perfekte Verbrennung von Holz erreicht man mit einem optimalen Verhältnis von Frischluft, Temperatur und Holz (Grösse, Holzart, ...), die sich in der Praxis aber kaum herbeiführen lassen. Deshalb: besser zu viel Frischluftzufuhr. Ein schlecht brennendes Feuer richtet mehr Schaden an als ein zu stark brennendes.
- Den Dampfabzug nicht gleichzeitig laufen lassen, da ein brennendes Feuer sehr viel Luft braucht (siehe Zahlen).
- Nasses Holz verursacht Teerablagerung im Schornstein, was zu einem Schornsteinbrand führen kann. Deshalb nur gut getrocknetes Holz verbrennen. Faustregel: mindestens zwei Jahre.
- Asche direkt als Dünger (Kali) im Garten verwenden oder kompostieren
- Russ (schwarze Wände in der Brennkammer) ist nicht vollständig verbranntes Holz, d.h. zu niedrige Temperatur (siehe Tipp 5). Feine weisse Asche deutet auf saubere Verbrennung hin
- 83 Gewichtsprozente von Holz verbrennt als Gas.
- Die Restfeucht in getrocknetem Holz beträgt 15 bis 20%.
- Entzündungstemperatur: ca. 260 Grad C. Flammentemperatur: 700 - 1000 Grad C.
- 10 kg luftrockenes Holz braucht zwischen 30 und 40 m3 Luft zum Verbrennen.
Quelle der Zahlen: "Heizen mit Holz" von Hans-Peter Ebert im ökobuch-verlag
Kommentare
oh da kommt man via kommentare auf ganz neue unbekannte blogs!und ich muss sagen, ich werd hier einiges zu lesen haben :-)
kompliment!
Das ist unter anderem der Sinn eines Kommentars. Man steuert etwas zum Thema bei und eröffnet den anderen Lesern ein weiteres Feld (und "verbraucht" viel mehr Zeit).

