KarmaKonsum lobt zusammen mit namhaften Partnern einen Gründerpreis für junge Unternehmen im nachhaltigen Bereich aus. Voraussetzungen für eine Bewerbung ist eine ökokologisch-nachhaltige und/oder soziale Ausrichtung und die Aussicht auf Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Der Gewinner wird werbemässig unterstützt und von den Jurymitgliedern beraten.
Weiteren Details kann man hier nachlesen.
Egal, ob man am Schluss der Gewinner ist, aber die Plattform ist eine Chance für Neugründer, um sich darzustellen und Netze zu knüpfen. So spontan wäre eine Beteiligung der Verbraucher vielleicht wünschenswert gewesen, aber strategische Konsumenten stimmen ja mit den Füssen ab und entscheiden schlussendlich, wer ein überzeugendes Unternehmen aufbaut und bedürfnis-orientiert geschäftet.
Als Konsument zu leben bedeutet, sich alles, was es zum Leben braucht, zu kaufen, egal ob im Supermarkt oder im Laden an der Ecke. [...] Durch diesen Lebensstil konsumieren die Verbraucher, die nur 27 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, 80 Prozent der Naturressourcen, die eigentlich für alle Menschen zur Verfügung stehen.
Zitat aus "All we need - Die Welt der Bedürfnisse"
Die Bezeichnung Verbraucher charakterisiert die Problematik dieses Lebensstiles treffend: Konsumenten verbrauchen Rohstoffe, Energie, Einkommensgefälle. Und mit dem heutigen (ständig wachsenden) Anteil an der Weltbevölkerung passiert dies in unverträglichem Mass: Konsumenten essen Erden auf. Der Earth Overshoot Day grüsst mittlerweilen bereits aus dem September.
benni hat in seinem Kommentar natürlich Recht, dass das, was drüben bei Factor E Farm passiert, nur teilweise Peer-Ökonomie ist, weil nur der Entwurfprozess wirklich für alle offen ist. Aber hier wird auch gleich eine Schwierigkeit sichtbar, welche diesem Wirtschaftsmodell innewohnt: Produktion von materiellen Gütern ist immer lokal, d.h. geografisch verankert und von A bis Z nur in einem Radius sinnvoll, in welchem ein nachhaltiger Transport machbar ist.
Planwirtschaft hat nicht funktioniert, Marktwirtschaft ist zum kleineren Übel geworden und der Zustand der Wirtschaft verbietet nicht, über Alternativen nachzudenken. Ein paar Reförmchen und zusätzliche Regeln werden die grundlegenden Fehler im heutigen System mittel- und langfristig nicht überdecken können. Zeit für einen Wechsel?
Eigentlich kann ich mich Klaus-Peters Kritik nur anschliessen (letztes Jahr hat es mir auch gestunken), aber ich nehme den Blog Action Day dieses Jahr trotzdem zum Anlass, um hier eine kleine Aktion zu starten. Auch weil genug Wort gefallen sind zu alternativen Wirtschaftformen und Finanzsystemen, jetzt ist es Zeit, etwas zu tun. Wer sich mit dem BOD nicht anfreunden kann, nehme wenigstens die Finanzkrise zum Anlass, mitzumachen.
Erinnert sich noch jemand, was ursprünglich mal die Funktion von Geld war? Und was ist heute daraus geworden? Etwas so Komplexes und Abstraktes, dass eine kleine Minderheit mit rekursiven Mechanismen gewaltig abzockt. Warum nehmen wir die Sache nicht wieder selber in die Hand?
Während gerade die kapitalistische Marktwirtschaft abraucht - zumindest die extremsten Auswüchse davon -, fragt sich natürlich, was neben Kommunismus, Feudalismus und anderen gescheiterten Ansätzen eigentlich Alternativen sind. Hier unsystematische einige Visionen und zum Teil auch schon Umsetzungen:
Eigentlich interessiert mich das politische und wirtschaftliche Tagesgeschäft wenig bis gar nicht. Angesichts diverser zusammenklappender Kartenhäuser und luftverlierenden Blasen frage ich mich doch, ob das momentane Ächzen im ökonomischen Gebälk nicht schneller und härter Auswirkungen auf jedermenschs Leben hat, als uns lieb sein kann. Vielleicht bezahlt die sogenannte erste Welt jetzt den Preis fürs Prassen ...
Eine Premiere: gestern erschien auf dem
Excellence-Blog, welcher sich mit dem Thema Entscheidungen auseinandersetzt und jüngst den
Business Blog-Karneval Danke 2007 veranstaltet hat, ein Gastbeitrag aus meiner Feder. Kai-Jürgen hatte mich angefragt, ob ich nicht Lust hätte, mir ein paar Gedanken zu machen, was es braucht, um nachhaltig entscheiden zu können. Hatte ich. Hoffe, ihr verzeiht mir das Fremdbloggen.
Hier geht es zum Beitrag.
Themenwoche? Keine Angst, morgen gibt es wieder andere Kost.
Vor zwei Wochen habe ich auf zwei Portale hingewiesen, welche es erlauben, nachhaltige Produkte zu vergleichen:
EcoShopper und
ecochoice (nur Elektro-Geräte). Zu ersterem war mein Urteil "nichts begriffen", zweiteres habe ich gelobt, weil nicht nur der Preis, sondern auch Qualität, Preis und Umwelteigenschaften zu gleichen Teilen miteingerechnet werden.