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Wild, nicht warm

Während wir einfachen Gemüter nach den beiden letzten (gefühlten) langen und kalten Wintern die Klimaerwärmung nicht mehr verstehen und uns von der Vorstellung von tropischen Verhältnissen in Kontinentaleuropa verabschieden, ist dieser Hinweis auf die Auswirkung von steigenden Temperaturunterschieden nützlich: wir werden in Zukunft nicht primär wärmeres Wetter bekommen, sondern unerwartete und zerstörende Wetterereignisse nehmen zu. Und dem begegnen wir nicht, indem wir ein bisschen am System flicken (weniger Verbrauch am Eingang, weniger Emmissionen am Ausgang), sondern indem wir uns anders organisieren:

Resilienz; die Kapazität eines Systems, Störungen zu absorbieren und sich während Veränderungen neu zu organisieren

Aber das eigentliche Thema in "An Exergy Crisis" ist nicht das sich ändernde Klima. Sondern Exergie, welche - je mehr erneurbare Energiequellen erschlossen und die fossilen teurer werden resp. abnehmen - zum einem der nächsten Themen werden wird: die Energiekonzentration oder der Teil der Energie, welcher sich nutzen lässt. Beispiel: wohl liefert die Sonne insgesamt mehr Energie als wir momentan verbrauchen, aber nur ein Teil davon lässt dafür verwenden, wofür wir Energie brauchen. Unsere Gesellschaft und Wirtschaft basiert auf hochkonzentrierten Energieformen wie Erdöl, man halte sich nur mal das Transportwesen vor Augen. Dieses auf Sonnenenergie umstellen?

Wenn also diese hochkonzentrierten Energieformen rarer werden, werden wir entweder hochkonzentrieren müssen (was im grossen Stil nachhaltig eher nicht möglich sein wird) oder unseren Lebensstil auf das ausrichten, was die natürlichen Kreisläufe zur Verfügung stellen: Biomasse, Sonne, Wind, Wasser(bewegung). Und menschliche und tierische Arbeitskraft.

Aus der Sicht von uns Industrienationen-Bewohnern, welche Milch und Eier im Supermarkt holen und einmal im Jahr den Tanklaster mit Öl vorfahren lassen, hat dies einen romantischen Anstrich. Mittelaltermärkte und -feste finden nicht umsonst verstärkt Anklang. In der Realität bedeutet dies aber - nebst all den schönen Aspekten körperlicher Tätigkeit - Schweiss und Blut. Wie ich beim Bereitstellen des Stückholzvorrates für zwei Winter, das wir zur Erzeugung von Warmwasser und Heizwärme brauchen (trotz Sonne), wieder einmal feststellen konnte. Am Abend ist man müde, was nicht zuletzt die ganze Online-Welt wieder einmal an die richtige Position setzt: weit hinter all das, was uns hilft, unsere (Grund-)Bedürfnisse zu decken.

Werden wir freiwillig wieder mehr physische Arbeit leisten? Nicht alle sind sind diesbezüglich positiv, in der Geschichte war dies ein "Privileg" Angehöriger niedriger gesellschaftlicher Schichten, aber solange dies mehr mit Freude als Mühsal verbunden ist, könnte es eine Zeit lang funktionieren. Ansonsten werden uns die Umstände zwingen. Mit den warmen Häusern und gefüllten Läden können wir es im Moment noch entspannt angehen.

Ein Weg für Menschen ohne eigene Möglichkeiten zur Lebensgrundlagen schaffenden Betätigungen könnten zum Beispiel freiwillige Einsätze in der eigenen Lebensmittelproduktion leisten. Und natürlich noch vieles anderes ...

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Die vergessene erneurbare Energiequelle

Stell Dir vor, es gäbe eine Energiequelle, welche dezentral in jedem Haushalt eingesetzt und betrieben werden könnte. Mit organischem Material gespiesen, welches selber angebaut werden kann. Der Wirkungsgrad wäre fantastisch, allerdings die Leistung pro Einheit begrenzt. Und die erzeugte (oder korrekt: die umgewandelte) Energie stände nicht als Elektrizität oder Wärme zur Verfügung, sondern in mechanischer Form. Was aber kein Nachteil ist, weil wir heute mechanische Leistung aufwändig und relativ ineffizient aus Primärenergien herstellen müssen.

Es wäre eine Art Universalmotor oder -kraftwerk mit sehr hoher Lebensdauer, komplett aus erneuerbaren Rohstoffen herstellbar und vollständig biologisch abbaubar. Die Emmissionen beschränken sich vor allem auf CO2, welches aber zuvor vom pflanzlichen Material gebunden wurde, mit dem die Energiequelle betrieben wird. Es würde sich auch um um angemessene, angepasste Technologie (appropriate technology) handeln, welche sich in den lokalen sozialen und natürlichen Kontext einfügt.

Diese Quelle wäre ein wichtiger Bestandteil des post-fossilen Energiemixes.

Die gute Nachricht: die Menschheit hat diese Energiequelle schon einmal benutzt. Die schlechte: wir haben vergessen, was es war ...

[Update]

18.01.2010: Es ist gar nicht so sicher, dass die Quelle noch so abrufbar ist wie früher mal.

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Fünf Anregungen, wie wir unseren Energieverbrauch optimieren können

Sparen ist auch in "Geiz ist geil"-Zeiten unsexy. Sprechen wir doch lieber von intelligent nutzen oder vereinfachen. Stefan Brandt sammelt auf Brandt Aktuell noch bis Ende Jahr Tipps, wie man den persönlichen Energieumsatz in dieser Hinsicht verändern könnte. Da ich keine Lust auf Symptombekämpfung habe, setzen wir den Hebel mal an den Stellen an, welche den grössten Effekt versprechen:

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Kochen mit Gas

Im Zuge unseres Hausumbaus überlegen wir, einen Gasherd einzubauen. Die Vorteile beim Kochen sind klar: die Flamme sprich Hitze lässt sich schnell regulieren. Zudem entfällt die Energie-Umwandlung von Gas zu Strom, was die Effizienz fast verdoppelt (wenn es auch etwas Abwärme gibt).
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Das Experiment wird fortgesetzt

Packetpost-BelegWieder ist das Packet mit dem Energiezähler unterwegs.

Bisherige Opfer:
- Yoda: Stromfresser vs. Vernunft
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Das Energiezähler-Experiment

Es werde Licht!
Quelle: pixelio.de
Um meinen eigenen Edelenergie-Konsum zu "sehen", hatte ich mir vor einiger Zeit einen Energiezähler angeschafft. Vom Grossvieh weiss man es, vom Kleinvieh sagt man es: es macht Mist, in diesem Fall verbraucht es Strom. Allerdings muss man meistens erst sehen, um zu glauben. Und Konsequenzen zu ziehen.

Nachdem ich meine Messungen durchgeführt hatte, lag das Gerät dann erst mal rum, bis ich vor kurzem die kongeniale Idee hatte, damit ein paar Leute zu nerven. Erstes Opfer war Roman - aka Yoda - der brav mitgemacht hat und jetzt sogar darüber berichtet.

Sobald ich das Gerät wieder zurückhabe, geht es wieder auf die Reise. Keine Angst, falls Du der nächste Empfänger bist, kannst Du Dich auch aus der Affäre ziehen, ohne dass Du blossgestellt wirst. Ein proaktiver Hinweis auf Interesse am Experiment würde wohlwollend geprüft.
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Stromgrossvieh

Neben dem Kleinvieh, das häufig andauernd wenig Strom futtert, haben wir die grossen Tiere, welche zwar nicht ständig, dafür aber tüchtig zulangen, und den Grossteil des Jahresverbrauchs ausmachen. Überall dort, wo die Edelenergie in Wärme oder Kälte umgewandelt wird, summiert sich der Stromverbrauch sehr schnell, sei es Boiler, Herd, Backofen, Kühlschrank oder Heizungen (um mal bei der Grundausstattung zu bleiben). Hier liegt wohl auch das grösste Potential, für einen intelligenteren Umgang mit der Sekundärenergie (das Wort Sparen mag ich nicht).
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Stromkleinvieh

Wohin verschwindet eigentlich der Strom in unseren Haushalten? Da es mir häufig ergeht wie dem berüchtigten Thomas, habe ich mir ein Energie-Messgerät angeschafft. Seither messe ich die verschiedenen Verbraucher - sofern sie denn eingesteckt sind -, um zu sehen und zu glauben.
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Handbetrieben

Alle Welt rennt ins Fitnesscenter, um die müden Muskeln auf Trab zu bringen. Auf der anderen Seite beschleunigen und bequemen wir unser Leben immer stärker mit Hilfsgeräten und Für-uns-Arbeiter aller Art.
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Richtig einfeuern

Eine Holzheizung richtig einfeuern, erschliesst sich einem nicht direkt aus dem erfolgreichen Abrennen eines Lagerfeuers, welches man vielleicht in der Pfadi das eine oder andere Mal zustande gebracht hat. Richtig im Sinne von aus eigener Erfahrung als gut befunden und durch Personen, die mehr von der Sache verstehen als ich, bestätigt. Wobei sich die eigene Erfahrung auf jetzt den zweiten Winter beschränkt. Genug relativiert, zur Sache.
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