Einfach ein unspektakuläres Filmchen von letzter Woche. Prächtiger Karli mit
Rumpfherde auf der Wiese.
Was gefühlsmässig und optisch schon von Beginn unserer Federviehhalter-Karriere klar war, ist jetzt endlich auch wissenschaftlich bestätigt: der Grünauslauf verbessert die Gesundheit der Tiere und die Qualität der Eier. Zudem muss man weniger zufüttern und hat einiges weniger an Schädlingen Mitessern im Nutzgarten (naja, dafür nimmt man halt Scharrverluste in Kauf ...).
Wenn man Tiere naturnah hält, dann bedeutet dies auch, dass sie verstärkt den natürlichen Kreisläufen ausgesetzt sind. Unser Federvieh geniesst durch den freien Auslauf einen abwechslungsreichen Alltag und vielfältiges Nahrungsangebot, was uns die Hühner mit haste-nicht-gesehn-grossem Gelb in den Eiern danken. Aber Fressen auf der einen Seite bedeutet eben auch potentielles Gefressen-Werden auf der anderen Seite.
Nun sind wir doch noch fündig geworden: set etwas mehr als einer Woche hat sich die Artenvielfalt in unserem Nutztierpark verdoppelt. Die drei Inder haben sich bestens in die Urbevölkerung integriert, die Appenzeller. Dies trotz Migrationshintergrund, exotischem Aussehen und Sprachproblemen.
Auch auf die Gefahr hin, dass es den einen oder anderen Leser langweilen wird, muss ich trotzdem nochmal auf
das Thema von gestern zurückkommen. Der Herr der Barthühner, auch bekannt als
Philippe Ammann, Stv. Geschäftsführer und Bereichsleiter Tiere bei
ProSpecieRara, liefert den Aufhänger. Auf die Frage, was er denn für die dünnbefederten Stellen auf den Tierrücken diagnostiziere, meinte er:
Wie schon erwähnt, hat unser ehemals prachtvoll geschmückter, heldenhafter Hahn seine Schwanzfedern lassen müssen (
vorher/nachher siehe rechts). Dafür ist sein Haufen immer noch vollzählig - bis auf
den Verlust von früher. Meisterin (sagt man das?) Reinecke, so nehme ich an, liess das Huhn zwischen ihren Zähnen unverletzt wieder fahren, scheinbar irritiert durch den attackierenden Güggel (aka Gockel) und unser Geschrei.
Einer der Vorzüge der digitalen Vernetzung ist das einfache Finden von Gleichgesinnten und dem Austausch von Erfahrungen mit Personen, welche man ansonsten wohl nie getroffen hätte. Bevorzugte Form dieser virtuellen Treffen ist das
Forum (Foren in der Mehrzahl).
Mit dem Schrecken davongekommen sind wir und unsere jetzt noch zehnköpfige Hühnerschar. Von einer Henne, ausgerechnet eine mit schönem Bart (nicht bei allen Damen unerwünscht), fehlt bis auf ein paar Federn jede Spur.
Zwecks umweltverträglicher Eindämmung der Schneckeninvasion suchen wir Laufentenweibchen, zwei bis drei Tiere, gerne aus der Umgebung (Schweizer Mittelland).
Zweckdienliche Hinweise nehme ich gerne per Kommentar entgegen.
Zum österlichen Fest nochmal etwas Konserve und Antworten auf Fragen, welche niemand gestellt hat. Diesmal zu den Produzenten des im Zentrum stehenden Lebensmittels (nein, nicht Schokolade):