Im gleichnamigen Buch legt
Erich Fromm, Psychotherapeut und Sozialwissenschaftler, in zum Teil jahrzehnte(?) alten Essays den Finger in die wunden Punkte unserer westlichen Gesellschaft. Nicht fremdbestimmt, sondern aus den eigenen Quellen zu leben, ist etwas, was wir in der modernen Arbeits- und Konsumwelt, überflutet von sogenannten Informationen, verlernt haben.
Dies ist ein Gastbeitrag von Anne Schweigler, nach eigenen Angaben immer auf der Suche nach konkreten lebbaren Alternativen wie z.B. die Ökumenische Initiative Eine Welt. Ansonsten aktiv in der BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie und setzt sich u.a. für den Erhalt von bedrohter Nutzpflanzenvielfalt ein.
Vor gut dreißig Jahren erschien das Buch „Die Grenzen des Wachstums“, herausgegeben vom Club of Rome. Damals wurde vielen Menschen bewusst, dass die Ressourcen der Erde begrenzt sind und dass ihr Verbrauch nicht ungebremst weiter gehen kann. Eine Menge hat sich seit damals getan. Umweltgruppen, kirchliche Initiativen, grüne Parteien sind in vielen Ländern entstanden.
Neben einer mittlerweilen stattlichen Anzahl von Büchern -
einige wenige habe ich bereits vorgestellt - informieren und unterhalten auch regelmässig erscheinende Magazine rund um das Thema
Permakultur (
was war das nochmal?). Die folgende Liste ist weder wertend noch abschliessend. Wer weitere Periodika kennt, darf sich gerne melden.
Der Titel hat mich zumindest zum Kaufen und Lesen angestiftet, da das Stichwort "
Selbstversorgung" fast sicher den entsprechenden Knopf bei mir drückt. Gleich vorneweg: als das Buch vor einem Vierjahrhundert geschrieben wurde, mag der Inhalt eine Lücke im publizitierten Wissen vom biologischen Gärtnern geschlossen haben. Heute allerdings kann man vielleicht nicht gerade von Allgemeinwissen sprechen, aber zumindest hat naturnaher und giftfreier Gemüse- und Obstanbau das Nischendasein verlassen.
Wieder jemand, der auf mein Gejammer reagiert hat. Obwohl er meinen BMI nicht kennt.
Horst Klier hatte jahrelang mit seinem Gewicht zu kämpfen, trotz eingeschränktem Essen und mehreren Stunden Sport pro Woche. Als er dann seine Ernährung komplett auf Bio-Lebensmittel umstellte, purzelten die Kilos. Seine Erfahrungen und Schlussfolgerungen beschreibt er kurz und kurweilig in seinem
Buch "Leben ohne Diät".
Unsere Geschäfts- und Berufswelt ist - so pauschalisiere ich mal - geprägt von einem Klima der Angst und Unsicherheit: werde ich Arbeit haben? Werde ich genug verdienen? Wird mich meine Konkurrenz kopieren und überflügeln?
"Es ist alles gesagt. Jetzt braucht es Beispiele." von
Karl Gamper zeigt, dass es auch anders geht. In 22 Kapiteln werden Unternehmer vorgestellt, die sich nicht von Angst, sondern Freude und Liebe leiten lassen. Esoterisches Geschwurbel? Liest man die aus Gesprächen entstandenen Texte, könnte man sagen: hart an der Grenze.
Der Berg ruft. Achtung: das Buch nicht lesen, wenn man ihn selber schon gehört, bisher widerstanden und die Sommer zu Hause verbracht hat. Allen anderen ist es dringend empfohlen.
Nur wenig lässt mich emotional werden, Bruchsteinmauern tun es. Nun, wir wollen das tiefenpsychologisch nicht analysieren, es sind mir weder prägende Kindheitserlebnisse bekannt noch bin ich familiär vorbelastet. Es könnte ein genetischer Defekt sein, wenn ich unser Töchterchen beobachte, wie sie sich mit zusammengeklaubten Steinchen beschäftigen kann. Aber genug davon, zum Buch.