Was bei Textilien die Second Hand-Läden sind, sind bei Baumaterialien die Bauteilbörsen. Nicht nur weil es ökologisch Sinn macht, sondern auch weil man vielleicht Produkte ab Stange vermeiden möchte (und sich massgeschneidertes nicht leisen kann/will), kann das Abklappern dieser speziellen Art von Gebrauchtwaren-Händlern lohnend sein. Allerdings nicht unbedingt in finanzieller Hinsicht.
Das stimmt natürlich nicht, im Gegenteil. Auch dies nützt nicht viel. Aber wie wäre es, wenn wir mit Konsum nicht nur die Welt retten könnten, sondern uns vom Schwanz der Beliebtheitsrangliste aller Spezien auf diesem Planeten an die Spitze verbessern könnten? Vom Einzeller bis zum Wal und Mammutbaum würden uns alle lieben!
Bei
The Yellow House wird ähnlich ausformuliert, was zu einem grossen Teil meinen persönlichen Grundsätzen eines nachhaltigen Lebensstils entspricht:
Bis
Geeks ihre bevorzugten Spielzeuge (ja, zähle mich auch dazu) mit gutem Gewissen benutzen können, wird es noch etwas dauern. Heute wird von den grösseren Technikherstellern bezüglich Nachhaltigkeit mehr ins Marketing als in die tatsächliche Änderung von Produktionsprozessen investiert. Ausnahme: das
OLPC-Projekt.
Selber machen hat verschiedene Vorteile: es passt (wenn man innerhalb der notwendigen Toleranz arbeiten kann), die rechte Hirnhälfte wird wieder mal aktiviert und die Rohstoffe sind bekannt. Vorgabe für diesen Inneneinrichtungauftrag: kuschelig, möglichst kleine Investion.
Ich mag den Begriff "Closing the loop" von Josh Kearns, welchen er für den Kreislauf seines Abwassersystems verwendet. "Den Kreis schliessen" beschreibt in schöner Weise die Essenz von Nachhaltigkeit.
Meine einzige Sammelleidenschaft - unter anderem verursacht durch ein gestörtes Konsumverhalten (Kann ich an einem Büchergrabbeltisch vorbeigehen? Nein. Kann ich einen Katalog von
Jokers wegwerfen, ohne was zu bestellen? Selten.) - führt regelmässig zu zu wenig Räumen resp. überquellenden Bücherregalen.
Die Kleidersammelstellen der
Caritas wurden von einem
Bäumeumarmer aus den USA bei einem Aufenthalt in der Schweiz
bemerkt und für gut befunden: "Compassionate, convenient, smart!"