Der Artikel von Beat Rölli zu seinem Besuch bei Ben Law ist sehr inspirierend ("Ben Law lebt im und vom Wald", PDF). Niederwaldwirtschaft scheint genau die richtige Bewirtschaftungsmethode für unseren Kleinwald zu sein, auch weil mit wenigen bis keinen Maschinen auskommen kann.
Eine für Niederwald sehr gut geeignete Baumart ist die Edelkastanie, welche auch nördlich der Alpen wieder vermehrt geschätzt wird. Sowohl als Lebensmittel- wie auch als Nutz- und Energieholz-Lieferant.
Die Produktion von Holzkohle halte ich für eine Möglichkeit mit grossem Potential, weil mit einfacher Technologie in kleinem Masstab Lebensgrundlage zu geschaffen werden kann (auch im Zusammenhang mit Biokohle). Ben Law verwendet dazu einen mobilen Köhlerofen, z.B. hier findet man eine simple Anleitung dazu, wie man einen solchen aus zwei Fässern herstellen kann.
Das Ende des Zeitalters billiger Energie (von welchem nur eine Minderheit auf diesem Planeten profitiert hat) ist in Sicht, dazu kommen - sehr wahrscheinlich - klimatische Veränderungen, welche weltweit unsere heutigen Lebensgrundlagen in Frage stellen. Heute sind wir in immer stärkerem Mass damit beschäftigt, "grünen" Ersatz zu finden: biologischer Landbau statt konventioneller, biologische Lebensmittel statt Industrienahrung, erneurbare Energiequellen statt Kohle- und Atomkraftwerke, biologische Textilien usw.
Dank informeller, nichthierarchischer Mikroinformations-Kommunikationstechnologie (aka Twitter) bin ich gestern auf die Permakultur-Tage aufmerksam geworden, welche vom Schweizer PK-Verein an diesem Wochenende am Bodensee veranstaltet werden. Ich werde hinfahren und zwar wegen Jascha Rohr (hier im Interview), welcher Permakultur aus dem engen Kontext "Landwirtschaftlicher Anbau" hinaushebt.
"Gestaltung als kollektive Herausforderung für eine lebendige Zukunft" heisst der Hauptvortrag am Samstagabend, "Projekt in partizipativen Prozessen gestalten" der Workshop am Sonntag. Bin gespannt.
Mehr Infos gibt es im Flyer (PDF) auf der Website des Permakultur-Vereins.
[ Gespräche ]
by Reto Stauss
@ 09.07.2008 08:00 CEST
Jascha Rohr hatte definitiv meine Aufmerksamkeit, als er auf seiner Website einen Workshop zu Permaculture 2.0 ankündigte. Er ist daran, Permakultur vom "Selbstversorger auf dem Land"-Image zu befreien.
Anlässlich einer Rückmeldung eines in der
Permakultur-Liste und
-Karte-Eingetragenen habe ich die Symbölchen bereinigt und endlich auch eine Legende eingebaut. Weiterhin gilt das Angebot, dass ich gerne weitere Projekte eintrage, einfach bei mir melden.
Dies ist ein Gastbeitrag von Martin Wehning, der sich schon öfter ausführlich eingebracht hat (und dies hoffentlich auch in Zukunft tun wird).
Wenn von Permakultur die Rede ist, wird oft über Gartenbau und Landwirtschaft gesprochen, als ein leuchtendes Beispiel für Kreislaufprozesse, nachhaltiges und ressourcenorientiertes Arbeiten macht dies auch Sinn.
Dank
Lars Schmidt bin ich auf ein paar Filme auf der Videoplattform
YouTube aufmerksam geworden, welche man als Permakultur-Interessierter gesehen haben sollte.
Bill Mollison, einer der Pioniere (
hier im Interview), erklärt darin,
was Permakultur ist und wie sie ein Richtungsweiser in Bezug auf ein nachhaltiges Leben ist.
Neben einer mittlerweilen stattlichen Anzahl von Büchern -
einige wenige habe ich bereits vorgestellt - informieren und unterhalten auch regelmässig erscheinende Magazine rund um das Thema
Permakultur (
was war das nochmal?). Die folgende Liste ist weder wertend noch abschliessend. Wer weitere Periodika kennt, darf sich gerne melden.
Mittlerweilen hat man trotz dem generell
bescheidenen Auftreten von Permakultur im Internet einige Möglichkeiten, um sich wenigstens mit anderen Interessierten und Anwendern zu vernetzen. Neuste Initiative ist das
Permakultur-Netzwerk, eine Datenbank mit Adressen. Eintragen kann sich dort jedermann (es wird also nicht lange dauern, bis erste Spam-Einträge da sind). Die Suchmöglichkeiten sind im Moment auf eine Volltextsuche beschränkt.
Nach der
Karte jetzt also auch noch die Liste: die Übersicht über die gesammelten Permakultur-Projekte ist als
Liste (HTML),
PDF oder
CSV herunterladbar. Letzteres lässt sich in die gängigen Tabellenkalkulationen importieren. Ist auch im
Dossier zu finden.