Etwas, das mir jetzt doch so stark ins Gesicht gesprungen ist, dass ich den prioritäten-bedingten Tiefschlaf hier unterbreche: Klimafarming und im speziellen Biokohle. Bei ersterem geht es darum, mit landwirtschaftlichen Methoden klimaschädliche Gase zu reduzieren (im besten Fall sogar eine positive Bilanz zu erreichen). Bei zweiterem um die Herstellung von Kohle aus Biomasse, die vor auch zur Bodenverbesserung eingesetzt werden kann. Dies analog zu Terra preta, der Schwarzerde aus Amazonien.
In einem Blogbeitrag beim einem Bioweinhändler wird darauf eingegangen, wie mit Biokohle die Bodenqualität verbessert werden kann. Der Händler hat zudem ein Forschungsnetzwerk zum Thema initiiert.
Liegt es an den Bergen? Oder an der UBS (welche kein Image-Problem hat)? Oder dem Gold-gefüllten Tresor im Keller eines jeden Eidgenossen? Die Rosinenpicker und Spassbremsen im Zentrum und doch ausserhalb Europas scheinen den calvinistischen Hang zur Askese mit masochistischem Vergnügen zu pflegen: der Untergang ist nah und wir entgehen ihm nur in Sack und Asche.
Man mag von Greenpeace und all den Kampagnen gegen den Klimawandel halten was man will, aber wenn Spencer Tunick am Werk ist, dann entstehen eindrückliche Arbeiten. Jüngste Installation in Zusammenarbeit mit der Umweltorganisation: die lebende Skulptur auf schmelzendem Gletscher.
Nicht nur
darauf hinweisen, auch beantworten will ich die Fragen,
welche BigTim aufgeworfen hat:
Vor lauter
Klimawandel schwirrt mir der Kopf, allerdings weniger wegen dem real draussen stattfindenden, sondern mehr wegen all den Wahrheiten, welche unversöhnlich von Gläubigen und Ungläubigen, Skeptikern und Nicht-Skeptikern (was ist eigentlich das Gegenteil von Skeptiker? Klimaapokalyptiker?), Klimatheisten und Klimaatheisten verbreitet werden.
Was sagt die Blogoshpäre? 15 erhellende Beiträge:
... womit wir wieder am Anfang stehen. Wo liegt die
Wahrheit und was soll man glauben? ... ah, nein, man soll ja nicht glauben, sondern wissen, aber wissen kann man nur Überprüfbares. Aber das ist bei der vorliegenden Datenfülle gar nicht möglich, zudem sind sich ja auch kompetente Fachleute nicht einig, wie die Faktenlage interpretiert werden soll. Also doch glauben?
Die einen schreien
Ablasshandel, die anderen retten damit die Welt: CO
2-Kompensation. Da ich berufsbedingt einige wenige Male im Jahr in Europa rumfliege und vor einiger Zeit auf
my climate aufmerksam wurde, habe ich mir vorgenommen, dass nächste Mal zum Flugticket eine Kompensation zu kaufen. Damit ich auch mitreden kann.
Passend zum Thema
Vernetzung der Blogs zum Thema Nachhaltigkeit ist ein neuer Blog gestartet worden, welcher auf den neusten Trend aufspringt:
Crowdsourcing. Der
Klimaschutz-Blog ist nicht nur offen für andere Blogger, sondern auch für "freie" Autoren und will speziell auf Vorschläge und Tipps von Lesern eingehen.
Kann denn Fliegen keine Sünde sein? Ja, das Zauberwort heisst CO
2-Kompensation. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass man das Flugzeug benutzen muss - zum Beispiel, wenn man
an einer wichtigen Klimakonferenz in Nairobi teilnimmt.
Folgt man den grossen Printmedien hier im Land (und ausserhalb), dann ist der Klimawandel beschlossene Sache, Verursacher eindeutig der Mensch. Am
Weltklimagipfel, welcher in diesen Tagen stattfindet, wird versucht, Gegensteuer zu geben.