Wenn wir etwas selbstmotiviert tun, dann ist ein möglicher Antrieb die pure Freude daran. Das sind auch die besten Voraussetzungen, um anderen etwas davon mitzugeben. Je nach Persönlichkeitsstruktur können uns folgende Möglichkeiten mehr oder weniger gut liegen:
In der Schule wurde ich vier Jahre in Französisch unterrichtet. Zugegeben, dass ist nicht in dem Sinne
praktisches Wissen, wie ich es verstehe, muss aber als schlechtes Beispiel herhalten. Nicht, dass ich es heute nicht bereue, aber damals ging mir das an dem Körperteil vorbei, auf dem wir sitzen. Geblieben ist mir davon nur noch, dass ich grüssen, mich bedanken und etwas im Restaurant bestellen kann. Ich habe keinen Sinn darin gesehen, etwas zu lernen, dass ich voraussichtlich nie brauchen werde (oh, kurzsichtige Jugend!).
Praktisches Wissen sitzt nicht im Verstand, sondern in den Händen. Es ist ein Verstehen von Materialien und Werkzeugen, ein Verständnis für das richtige Anfassen und die richtigen Bewegungen, welches nur durch Erfahrungen gewonnen werden kann.
Wir haben immer weniger Anreiz, um uns manuell zu betätigen und mit den Händen etwas zu schaffen. Alles gibt es für immer weniger Geld zu kaufen. Keine Ahnung, wann zum Beispiel der letzte Besenbinder gestorben ist, das dürfte wohl kurz nach Gotthelfs Zeiten gewesen sein. Heute werden Besen maschinell oder am anderen Ende der Welt von Billigarbeitskräften hergestellt. Wer könnte heute noch einen brauchbaren Besen binden?
Einer der Vorzüge der digitalen Vernetzung ist das einfache Finden von Gleichgesinnten und dem Austausch von Erfahrungen mit Personen, welche man ansonsten wohl nie getroffen hätte. Bevorzugte Form dieser virtuellen Treffen ist das
Forum (Foren in der Mehrzahl).
Nur wenig lässt mich emotional werden, Bruchsteinmauern tun es. Nun, wir wollen das tiefenpsychologisch nicht analysieren, es sind mir weder prägende Kindheitserlebnisse bekannt noch bin ich familiär vorbelastet. Es könnte ein genetischer Defekt sein, wenn ich unser Töchterchen beobachte, wie sie sich mit zusammengeklaubten Steinchen beschäftigen kann. Aber genug davon, zum Buch.
Beim jährlichen
Adventsmarkt in Trogen, passenderweise im (ersten) Schnee, habe ich eine Trouvaille gefunden: ein Spielzeugbrunnen. Fein, aus schönen Materialien gefertigt (auf dem
Ekkharthof) verspricht er eine Menge Spass für kleinere (und grosse) Kinder.
Kaufen oder selber machen? Aus folgenden Gründen, versuche ich - sofern Zeit und Interesse vorhanden ist - möglichst viel selber herzustellen. Neben der Ankurbelung beider Hirnhälften, kann ich so ein Produkt herstellen, das meinen Vorstellungen und Bedürfnissen entspricht (was allerdings nicht für Gekochtes gilt, das sich nur selten an die ursprüngliche Absicht hält ...). Zudem weiss ich, welche Materialien zur Herstellung verwendet werden und ich kenne den Herstellungsprozess.
Selber machen hat verschiedene Vorteile: es passt (wenn man innerhalb der notwendigen Toleranz arbeiten kann), die rechte Hirnhälfte wird wieder mal aktiviert und die Rohstoffe sind bekannt. Vorgabe für diesen Inneneinrichtungauftrag: kuschelig, möglichst kleine Investion.