Bernd Ohm bringt es in "Die Energiewende ist auch eine Kulturwende" auf den Punkt: Bioenergiedörfer und erst recht auch Energiestädte sind auch nur ein bisschen Flicken an einer überlebten Zivilisationsform, welche nicht aufrecht zu erhalten ist. Egal, ob die Rechnung im Detail stimmt, aber die übergeordnete Aussage ist klar: mit dem heutigen Energiekonsum steuern wir Richtung Zerfall.
Wir müssten reduzieren und zwar massiv, aber die heutige Führungsriege in Politik und Wirtschaft wird sich nicht aus der fossilen Abhängigkeit befreien (wollen/können). Leider wird sich keine breite Lobby für Konzepte wie die Transition Towns oder Neustart Schweiz finden, deswegen sollten wir uns alle auf ungemütliche Jahre vorbereiten. Das industrielle sowieso wie auch das digitale Zeitalter gehen zu Ende.
Lektüre:
Das geflügelte Wort der Stunde: der grüne New Deal.
Bei den einen stimmt das Timing besser, bei den anderen schlechter: P.M. hat seine bisherigen Visionen (unter anderem Subcoma) zu einem konkreten Entwurf verdichtet, dem Neustart Schweiz. Dass der Prophet im eigenen Land nichts gilt, ist ja keine neue Erkenntnis, die seit letztem Sommer frei zugänglichen Texte werden praktisch totgeschwiegen. Oder einfach noch nicht entdeckt? Die Fragezeichen zur aktuellen Wirtschaftsform (und -lage) sind Anlass genug, sich die Vorschläge genauer anzusehen.
Wer nach
dem vorgestrigen Tag grösser plant und die Weltordnung in Angriff nehmen möchte, möge weiterlesen. Darüber zu jammern, wie schlecht unser wirtschaftliches und eng damit verflochtene, politische System ist, fällt leicht. Konstruktive Vorschläge sind dagegen rar. Was tun?
Handy futsch? Gleich ersetzen, war ja nach drei Monaten eh nicht mehr der letzte Schrei.
Dreiangel im Po-Bereich? In den Kleidersammel-Sack mit der Hose. Der Nachwuchs kommt wieder mal dem Bericht "´put" angerannt? Der Rundordner schluckt alles.