Heute wieder aufgefallen: die prominent angebrachte Deklaration der Zusammensetzung meines mittäglichen Jogurts. Energie, Zucker, Fett und gesättigte Fettsäuren werden dort in Gramm sowie in Prozent des Richtwertes für die Tageszufuhr angegeben. Die Farben entsprechen nicht einer Ampel, wie sie zum Beispiel foodwatch oder Tanja Busse fordert, sondern dienen der Wiedererkennung auf dem Foodprofil, welche anderswo auf der Verpackung im Detail aufgedruckt ist.
Eigentlich war dieser Beitrag ursprünglich für das
Kräuter-Karneval gedacht, bis mir Dummlackel gedämmert hat, dass Gewürze keine Kräuter sind. Da kommt jetzt also die
Blog-Parade zum Frühstück gerade recht.
Wenn man einmal damit angefangen hat, ist es schwer, es nicht immer wieder zu tun: das Lesen von Inhaltsangaben auf Nahrungsmitteln. Von schönen Einzeilern bis zu ellenlangen Listen ist alles zu finden. Hier eine nicht komplette Liste von Dingen, die ich in der vergangen Woche auf die Reise durch meinen Körper geschickt habe:
Wieder jemand, der auf mein Gejammer reagiert hat. Obwohl er meinen BMI nicht kennt.
Horst Klier hatte jahrelang mit seinem Gewicht zu kämpfen, trotz eingeschränktem Essen und mehreren Stunden Sport pro Woche. Als er dann seine Ernährung komplett auf Bio-Lebensmittel umstellte, purzelten die Kilos. Seine Erfahrungen und Schlussfolgerungen beschreibt er kurz und kurweilig in seinem
Buch "Leben ohne Diät".
Warum sollen wir uns das antun?
- " ... von gentechnisch modifizierten Mikroorganismen produziert."
- "Kann Allergien auslösen."
- "Kann Asthma und Hautreaktionen, wie die Neurodermitis, auslösen."
- "Eine Bildung von Geschwulsten wurde im Tierversuch beobachtet."
Wieder eine düstere Prognose: nach
neusten Studien sollen die Meere bis in 40 Jahren leergefischt sein.
Ein Schritt in die richtige Richtung zur Erhaltung der Artenvielfalt und gesunder Bestände sind Labels wie
Marine Stewardship Council (
MSC) oder
fair fish - wenn es auch dabei viele Wenn und Aber gibt. Eine bessere Möglichkeit: einheimische Fische.
Gesetzlich geregelt ist "die nachhaltige Nutzung der Bestände und [...] dass die natürliche Artenvielfalt der Fische und Krebse erhalten bleibt".