Mathis Wackernagel, Häuptling des Global Footprint Network, macht im neusten Newsletter eine bemerkenswerte Feststellung: heute leben noch 20% der Weltbevölkerung in ökologischen Gläubiger-Ländern. Darunter versteht das GFN Länder, welche über eine grössere Biokapazität verfügen, als dass sie verbrauchen. Vor 50 Jahren waren es noch 60%, selbst die USA war noch im grünen Bereich.
Das GFN will diese Länder stärken, nicht nur weil viele von ihnen zu den Armenhäusern und am wenigsten entwickelten Länder der Erde zählen, sondern auch, weil die Organisation überzeugt ist, dass die rein ökonomische Betrachtungsweise einer umfassenderen Sicht weichen muss.
Biokapazität kann in diesem Zusammenhang ein wichtiger Teil des Reichtums eines Landes sein. Allerdings muss es gelingen, dass darunter nicht primär Ressourcen zur industriellen Ausbeutung verstanden wird (sonst ist es schnell vorbei mit dem Reichtum), sondern innerhalb der natürlichen Kreisläufe in verträglichem Mass genutzt wird. Ansonsten wird es keine weiteren 50 Jahre dauern, bis die ganze Karte rot ist.
Mehr zum ökologischen Fussabdruck der Länder der Erde im Ecological Footprint Atlas 2008 (PDF).
Was nach Räucherstäbchen oder einer Yoga-Übung tönt, ist ein von
Gandhi geprägter Begriff, über welchen ich
via Umwege gestolpert bin. Eigentlich schon etwas angejährt, gewinnt das Konzept dahinter weltweit wieder an Bedeutung: die Verbindung von Ökologie und regionalen Wirtschaftskreisläufen. Nicht im Kontext eines Befreiungskampfes gegen eine Besatzungsmacht, sondern auf der Suche nach menschen- und umweltfreundlicheren Wirtschaftskonzepten.
Selten habe ich mich so schwer getan, ein Thema in einen Beitrag zu giessen. Die bisherigen Entwürfe waren unzusammenhängend und kamen zu keinem Punkt. Um was geht es? Wiewohl ich kein Freund von importierten Gebräuchen bin, wollte ich mir anlässlich des neuen
Business-Blog-Karnevals zum heutigen Erntedankfest Gedanken zum Thema Dankbarkeit machen.
Heutzutage wird
lebenslanges Lernen und Sich-Weiterbilden für Erfolg im Berufsleben vorausgesetzt. Selbstverständlich nehme ich mir das auch zu Herzen und will meine neuste Errungenschaft auch gleich hier vorstellen (auch wenn ich dadurch meine Wettbewerbsfähigkeit und Marktchancen damit wieder verringere).
Oft gehört, aber schwierig, einzuordnen: was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit? Übergeordnete Begriffe entziehen sich oft einer eindeutigen und klaren Definition und sind vor allem auch individuell geprägt. Praktisch jeder hat wahrscheinlich ein eigenes Verständnis von Liebe oder Glück.
Was verstehen andere unter Nachhaltigkeit?
Die Marketingindustrie liebt es, Zielgruppen zu identifizieren und griffig zu bennen. Schönes Beispiel:
DINKY, was soviel wie "Double Income, No Kids Yet" bedeutet, also Doppelverdiener ohne Kinder.
Schon mal auf englischen Webseiten zum Thema Umweltschutz oder Nachhaltigkeit gestöbert? Wie ist doch dieser Sprachraum zu beneiden: für das ganze grüne Zeugs, das bei uns schon Algen angesetzt hat, haben sie unverbrauchte, ja sogar sexy Begriffe. Man lasse sich folgendes auf der Zunge zergehen:
Ich mag den Begriff "Closing the loop" von Josh Kearns, welchen er für den Kreislauf seines Abwassersystems verwendet. "Den Kreis schliessen" beschreibt in schöner Weise die Essenz von Nachhaltigkeit.