Auf in die Post-Kollaps-Gesellschaft
Mit dem gleichnamigen Artikel (PDF) knüpft Johannes Heimrath in der letzten Ausgabe von Oya an die letzten Beiträge hier an ("Warum komplexe Systeme zerstört werden", "Den Wikingern ihre Kühe"). Stark finde ich die Grafik, welche man sich am besten in Gross anschaut.
| Quelle: Johannes Heimrath, aus "Oya – anders denken.anders leben" (Lizenz: CC BY SA) |
Trotz obiger Prognose, welche er auf Grund ähnlicher Beobachtungen wie Jared Diamon ausstellt, mit dem tiefen Taucher in der Mitte (über dessen Tiefe und Zeitpunkt des Eintretens man anderer Ansicht sein kann) hält er eine andere Welt - nachhaltig und friedlich - für möglich.
Er stellt sich auf den Standpunkt, dass der Fall tief und hart sein wird und _muss_. Ansonsten werden wir weiterhin am Bestehenden, Nicht-Reparierbaren rumflicken, anstatt Nicht-Funktionierendes wegzuwerfen. Allerdings hält er die Wahrscheinlichkeit für klein, dass nach einem solchen Kollaps "die Millionen kulturkreativer engagierter Menschen weltweit ihre Vision der Post-Kollaps-Gesellschaft realisieren können".
Das Beste hoffen und sich auf Schlimmste vorbereiten? Erste Voraussetzung für das Schaffen von etwas Neuem, Besseren sind Visionen (auch wenn diese auch schon als Grund für einen Arztbesuch bezeichnet worden sind). Wo werden wir hinwollen dürfen müssen? Was sind die Voraussetzungen dafür? Noch haben wir Zeit, um weitere "Halbinseln des guten Lebens" zu schaffen und bestehende zu vergrössern. Aber wie gross ist überhaupt das Bewusstsein, dass es diese braucht?


