Reich genug
"Die Menschheit ist reich genug, die notwendigen Dinge so zu produzieren, dass wir alle gut leben können, und zwar nach dem folgenden Prinzip: wir nehmen uns das, was andere geschaffen haben und sie haben es aus keinem anderen Grund geschaffen, als dass sie es schaffen wollen, weil ihre individuelle Selbstentfaltung darin besteht, Dinge in die Welt zu setzen - Gedanken, Tassen, Computer, Käsekuchen, Gemälde oder was auch immer."
Stefan Meretz (keimform.de) in einem Artikel in Oya 01
Sätze wie diese lassen mich - entgegen meiner eher pessimistischen Sicht in der letzten Zeit - hoffen. Und sie berühren. Weil sie weit über die rationale Wirklichkeit des Alltags hinaus gehen und eine Vision ansprechen. Welche ich teile.
Auch ich habe keinen Mangel. Es wird mir immer mal wieder bewusst, dass dies in erster Linie eine Einstellung und weniger eine Frage des (vermeintlichen) Besitzes ist.
Nicht zuletzt deswegen ist der gesamte Inhalt dieses Blogs jetzt Gemeingut. Jeder kann machen damit, was er möchte. Auch Geld verdienen. Es wird mich nicht ärmer machen.
[Nachtrag]
- Den Artikel "Lasst uns die Spielregeln ändern", ein Interview, gibt es bei keimform.de im Volltext.
- "Was uns wirklich reich macht": "Das Drama ist, dass wir nicht mehr wissen, wie wir anders als geldvermittelt zueinander kommen."
Kommentare
Was soll die graue Theorie? Was Stefan Meretz beschreibt, ist Kommunismus. Der funktioniert nur mit neuen Menschen. Einige Versuche, sie zu schaffen oder herbeizulügen, sind schon gescheitert. Elinor Ostrom ist da viel realistischer. Einfach noch mal lesen. Hoffentlich übersetzt es bald jemand.
@Mika: ist mir eigentlich egal, in welche Schublade diese Sätze gesteckt werden. Mich haben sie angesprochen. Wie mich auch das anspricht, was Ostrom vertritt.

