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Die vergessene erneurbare Energiequelle

Stell Dir vor, es gäbe eine Energiequelle, welche dezentral in jedem Haushalt eingesetzt und betrieben werden könnte. Mit organischem Material gespiesen, welches selber angebaut werden kann. Der Wirkungsgrad wäre fantastisch, allerdings die Leistung pro Einheit begrenzt. Und die erzeugte (oder korrekt: die umgewandelte) Energie stände nicht als Elektrizität oder Wärme zur Verfügung, sondern in mechanischer Form. Was aber kein Nachteil ist, weil wir heute mechanische Leistung aufwändig und relativ ineffizient aus Primärenergien herstellen müssen.

Es wäre eine Art Universalmotor oder -kraftwerk mit sehr hoher Lebensdauer, komplett aus erneuerbaren Rohstoffen herstellbar und vollständig biologisch abbaubar. Die Emmissionen beschränken sich vor allem auf CO2, welches aber zuvor vom pflanzlichen Material gebunden wurde, mit dem die Energiequelle betrieben wird. Es würde sich auch um um angemessene, angepasste Technologie (appropriate technology) handeln, welche sich in den lokalen sozialen und natürlichen Kontext einfügt.

Diese Quelle wäre ein wichtiger Bestandteil des post-fossilen Energiemixes.

Die gute Nachricht: die Menschheit hat diese Energiequelle schon einmal benutzt. Die schlechte: wir haben vergessen, was es war ...

[Update]

18.01.2010: Es ist gar nicht so sicher, dass die Quelle noch so abrufbar ist wie früher mal.

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Kommentare (24)  Permalink

Kommentare

Kai @ 19.01.2009 09:07 CEST
Hmm schwierig! Sterling-Motor mit Holz betrieben?
Reto Stauss @ 19.01.2009 09:11 CEST
@Kai: netter Versuch, aber eine Niete (hihi, es ist also nicht so offensichtlich :-)
Daniel Huber @ 19.01.2009 09:23 CEST
Es ist ein Tier... ein Ochse oder ein Pferd.. :)... ich würde sogar einen Esel bevorzugen (nicht nur wegen der Salami).

Schön, wir haben also ein "Kraftwerk" (dass leider manchmal einen eigenen Sinn hat), dass sich bei genügend Futtervorrat und geschlechtlichem vorkommen auch selber reproduzieren kann! Jetzt müssen wir den Leuten nur noch beibringen, dass der "sogenannte" Komfort sinken wird... und los gehts.

Daniel der Eselflüsterer
Kai @ 19.01.2009 09:25 CEST
Ein Ochse? Der würde aber noch Methan erzeugen. ich sehe schon einen Ochsen in einem Hamsterrad Strom für meinen Laptop herstellen... gewöhnungsbedürftig! :)
Reto Stauss @ 19.01.2009 09:26 CEST
Mein halbgares Rätsel hält sogar einem zweiten Lösungsversuch stand ... nochmal, Jungs!
Daniel Huber @ 19.01.2009 09:29 CEST
@kai Kenn mich mit den Ausscheidungen solcher Kraftwerke nicht so genau aus... Übrigens Laptop..was ist das? in der Post-fossilen Zeit :))))
Olaf @ 19.01.2009 09:51 CEST
Öh...eine Wassermühle?
Daniel Huber @ 19.01.2009 09:58 CEST
@Olaf .. das habe ich auch zuerst gedacht.. aber was an der Wasserkraft erzeugt CO2?
Reto Stauss @ 19.01.2009 10:02 CEST
[Gnihihi]
Manuel @ 19.01.2009 10:14 CEST
Die Hausfrau?

*duckundweg*
Kai @ 19.01.2009 10:21 CEST
Klar, der Mensch! :) Und da wir eh mehr Menschen als Arbeit haben durch die ganze Maschiniesierung, die auf billigem Öl beruht.....

Reto, du machst es spannend.
Sisyphos @ 19.01.2009 10:48 CEST
Kann eigentlich nur der Mensch sein. Der aber heute alles 'machen lässt', statt selbst tätig zu werden.
Aber irgendwann wird uns die sog. normative Kraft des Faktischen wieder dazu zwingen?
Reto Stauss @ 19.01.2009 11:12 CEST
Wir haben einen Gewinner! Das heisst, alle gewinnen. Unter anderem die Erkenntnis, dass uns Sisyphos' Kraft in nicht allzu ferner Zeit zwingen wird, die Quelle wieder zu nutzen. Klug der, welcher ohne Zwang jetzt schon handelt.
M.Wehning @ 19.01.2009 22:59 CEST
Da die Lösung also wohl auf uns Menschen hinausläuft, einige Bemerkungen hierzu:
1. Wenn man überlegt, wieviele Menschen ungesund übergewichtig sind, sich zu wenig bewegen, motorisch immer mehr degenerieren, überreizt werden durch immer mehr Informationen, die in der Fülle Stressoren darstellen, dann ist die Überlegung, den Po mal öfters hoch zu nehmen und sich zu bewegen, sicher richtig.
2. Wenn es hingegen auf tatsächliche Energieeffizienz hinausläuft, dann sind wir wohl recht jämmerliche "Kraftwerke"; die Kalorien, die wir zusätzlich aufnehmen müssen, um eine bestimmte Leistung zu erbringen, machen das ganze eher energietechnisch gesehen zu einem "Minusgeschäft".
3. Trotzdem gibt es m.E. Grenzfälle, in denen die körperliche menschliche Leistung wesentlich effektiver ist als der Einsatz von Maschinen. Bestes Beispiel das Radfahren, weil es nunmal leichter ist etwa 90 kg fortzubewegen als eine Tonne oder mehr im Vergleich zum Auto.
4. Und wichtig finde ich auch hier den letztens diskutierten Begriff des "Rebound": Wer sich für ein bestimmtes Ergebnis anstrengen muss, der weiss dieses eher zu würdigen, über umständlichere, vielleicht nicht ganz so effiziente Arbeitsweisen kommt ein Gegenzug zum Rebound zum Tragen, also eine Art -ähem- Re- Rebound.
Reto Stauss @ 19.01.2009 23:52 CEST
@Martin: Punkt 4 musst Du für mich Normalsterblichen nochmals ausdeutschen bitte.
Ralf @ 20.01.2009 10:44 CEST
Es wurden die Kinder nicht genannt. Die haben sowieso aus Sicht der Erwachsenen zu viel Energie.

Ich erwische mich immer wieder, wie ich in Gedanken z.B. ein Hamster- öhm Kinderlaufrad erfinde. Dann hätte ich genug Energie und die Kinder "nur" etwas weniger :)
Till @ 20.01.2009 11:35 CEST
Bei der "guten Nachricht" -- "Menschheit hat diese Quelle schon einmal benutzt" im Rätseltext oben fiel mir nur Sklaverei ein, was ich dann doch nicht so ganz glauben wollte. Insofern finde ich Mensch als Rätselauflösung ein bißchen schwierig; sprich: appropriate ist diese Energiequelle nur dann, wenn die soziale und politische Rahmung stimmt. Also eher der energieproduzierende Diskotanzboden als die Rückkehr in den Präfeudalismus.
Reto Stauss @ 20.01.2009 12:20 CEST
@Ralf: freue mich auf den ersten Entwurf des Kinderlaufrades! Aber bitte nicht vergessen, es als "Spiel" zu verkaufen, nicht "Arbeit", sonst kriegen wir Ärger ;-).

@Till: Du hast natürlich absolut recht, der Mensch als Energiequelle ist nur akzeptabel, wenn der Rahmen stimmt. Ich hatte vor allem das eigene, persönliche Umfeld im Sinn, aber wenn man an Sweatshops u.ä. denkt, dann ist das bestimmt nicht, was ich meine.
M.Wehning @ 22.01.2009 12:02 CEST
@Reto: Ja, ich gebe es zu, meine Gedankengänge sind manchmal etwas verworren.
Mit "Rebound" ist ja gemeint, dass z.B. positive Effekte bei der Energieeinsparung wieder zunichte gemacht werden, weil wir in der Folge einen anderen Umgang mit Energie haben.
Wir sind also so angetan von Energiesparbirnen, dass sie die ganze Nacht an bleiben, weil sie ja sooo wenig Energie verbrauchen- der Effekt: mehr Energieverbrauch.
Da hilft dann nur das Bewusstsein dafür, wie wertvoll Energie grundsätzlich ist- wohl nie in der Geschichte stand sie uns in so hohem Masse zur Verfügung und wir haben weitgehend vergessen/ verdrängt, dass dies keineswegs selbstverständlich ist.
Um ein vielleicht schlechtes Beispiel zu nennen:
Wer einen Baum einmal komplett mit der Handsäge zerlegt hat (würde mir nicht einfallen!), der betrachtet seine Motorsäge anschliessend mit anderen Augen.
Um es auf eine "Formel" zu bringen:
Das Bewusstsein für den Wert verändert den Umgang mit den Dingen.
Klaus-Peter @ 28.01.2009 22:19 CEST
Also, Kaffeemühle mit Handbetrieb finde ich völlig in Ordnung - aber, das Wasser mechanisch zum Kochen zu bringen, dafür hab ich noch kein Gerät ;-)
Reto Stauss @ 28.01.2009 23:46 CEST
@Klaus-Peter: reiben, feste reiben. Oder das Wasser beim Bäumefällen und zersägen auf den Rücken binden. ;-)
Thialfi @ 01.02.2009 17:33 CEST
@Reto: wirklich ein nettes Rätsel, aber auch ich hatte als ersten Gedanken/Impuls - als zielstrebig auf des Rätsels Lösung zugesteuert wurde - das Wort "Sklaverei" auf der Zunge liegen. Und da will vermutlich keiner mehr hin. Gott sei dank!
@Ralf: da kann ich Dir n Denkanstoss geben. In einigen Entwicklungsländern setzt man zum Wasser pumpen Karussels ein, die "von Kindern spielerisch angetrieben werden" (schau mal hier: http://www.instablogsimages.com/images/2009/01/29/playpump1_mFTvE_69.jpg) Du musst nur das Rad senkrecht stellen und den Kindern einen Grund geben, warum sie darin laufen sollen, damit Dein Laptop funzt?
Grüße von Thialfi
Bernd @ 16.02.2009 11:50 CEST
Reto,

diesen Winter habe ich es endlich geschafft mein "Hamsterrad" zu bauen. Es funktioniert ist aber noch nicht fest angeschlossen.

Einen einfachen Ständer für mein Strassenfahrrad. Das Hinterrad wird hoch gehalten und treibt eine gedrechselte Scheibe an, die auf einer KFZ Lichtmaschine sitzt.

So trample ich und mir wirds warm, ideal nach dem Sitzen am Schreibtisch und jetzt im Testbetrieb unten in der Scheune hab ich 2x 50 W Halogenlampen dran zum verbraten der Leistung, sowie einen kleinen Akku für die Vorerregung.

Damit komme ich also auf rund 100 W Leistung elektrisch. Das wird jetzt bald in den Akku der Solaranlage eingespeist... ideal im Winter wo fast nichts runter kommt..

Das Trampeln ist aber schon schweistreibend.. und man merkt, wieviel Aufwand eigentlich in einem Kilowatt stecken, wenns nicht einfach durch die Leitung kommt. 100W und dann evtl 60% Wirkungsgrad..

Darauf angewiesen möchte sicher keiner sein.

Und im ersten Moment, als ich deinen Eintrag las, war ich ja im Kopf schnell bei der Dampfmaschine,.. die sicherlich auch heute noch ne Berechtigung hätte, gerade im Kleinen. Genauso wie ein Plattenstirling - Motor zusammen mit der Raumheizung und vieleicht auch Seebeck Effekt Element.. ...

doch die grösste Energiequelle heute ist die Einsparung, dann kommt gleich die Effizienzsteigerung, damit wird je rund 1/3 des heutigen Bedarfs obsolet. Dezentral, kleinteilig und regenerativ der Rest.. dann wirds auch ohne ewiges Getrampel ;) und den fossilen und mineralischen Quellen . LG!
Reto Stauss @ 16.02.2009 16:34 CEST
Bernd, hab was für Dich ... (per PM)
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