Ökologische Schuldner und Gläubiger
Mathis Wackernagel, Häuptling des Global Footprint Network, macht im neusten Newsletter eine bemerkenswerte Feststellung: heute leben noch 20% der Weltbevölkerung in ökologischen Gläubiger-Ländern. Darunter versteht das GFN Länder, welche über eine grössere Biokapazität verfügen, als dass sie verbrauchen. Vor 50 Jahren waren es noch 60%, selbst die USA war noch im grünen Bereich.
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| Quelle: Global Foorprint Network |
Das GFN will diese Länder stärken, nicht nur weil viele von ihnen zu den Armenhäusern und am wenigsten entwickelten Länder der Erde zählen, sondern auch, weil die Organisation überzeugt ist, dass die rein ökonomische Betrachtungsweise einer umfassenderen Sicht weichen muss.
Biokapazität kann in diesem Zusammenhang ein wichtiger Teil des Reichtums eines Landes sein. Allerdings muss es gelingen, dass darunter nicht primär Ressourcen zur industriellen Ausbeutung verstanden wird (sonst ist es schnell vorbei mit dem Reichtum), sondern innerhalb der natürlichen Kreisläufe in verträglichem Mass genutzt wird. Ansonsten wird es keine weiteren 50 Jahre dauern, bis die ganze Karte rot ist.
Mehr zum ökologischen Fussabdruck der Länder der Erde im Ecological Footprint Atlas 2008 (PDF).


