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Fünf Anregungen, wie wir unseren Energieverbrauch optimieren können

Sparen ist auch in "Geiz ist geil"-Zeiten unsexy. Sprechen wir doch lieber von intelligent nutzen oder vereinfachen. Stefan Brandt sammelt auf Brandt Aktuell noch bis Ende Jahr Tipps, wie man den persönlichen Energieumsatz in dieser Hinsicht verändern könnte. Da ich keine Lust auf Symptombekämpfung habe, setzen wir den Hebel mal an den Stellen an, welche den grössten Effekt versprechen:

  • Zusammen mit dem Warmwasser gehen 83 % des Energieverbrauchs im durchschnittlichen Haushalt für Wärmeerzeugung drauf (laut BFE). Wer seinen Energieverbrauch reduzieren will, muss weniger heizen. Also Temperatur runter (wo es ohne Komforteinbusse möglich ist) und regenerative Quellen wie die Sonne nutzen. Oder die Wärme besser speichern. Als Mieter kann man entsprechende Wohnungen oder Häuser bevorzugen und einfordern, als Besitzer in diese Richtung investieren.
  • Rund ein Viertel des Gesamtenergieverbrauchs eines europäischen Industriestaates wird in Mobilität gesteckt (sagt der VCÖ). Davon entfallen wiederum 60% auf den Pkw-Verkehr. Milchmädchenrechnung: wenn jeder nur noch halb soviele Kilometer mit dem Auto zurücklegt, dann kriegen wir den Landesverbrauch um einen Sechstel runter. Und gesunden dazu an Körper und Leben, wenn wir weniger oder gemächlicher per Velo oder zu Fuss unterwegs sind. Wie kann man das erreichen? Wohnen, wo man arbeitet, und in der Nähe lokal Produziertes einkaufen.
  • Wie hoch ist nochmal der durchschnittliche TV-Konsum? Zwei, drei, vier Stunden am Tag? Die wahre Volksdroge Nummer 1 killt nicht nur unser Sozialleben, vernebelt unseren Verstand, unterdrückt jegliche Kreativität und Eigeninitiative, weckt Bedürfnisse, welche wir vorher gar nicht hatten, sondern braucht auch noch ein bisschen Strom. Raus mit der Kiste und alles wird besser.
  • Mach es selber. Mit dem was da ist oder man in der Nähe findet. Der Garten für Lebensmittelanbau und die Werkstatt für Reparaturen und jegliche Selbstbau-Projekte bringen uns nicht nur wieder in Kontakt mit den Dingen, welche wir wirklich brauchen, sondern lassen auch das Plastikspielzeug aus China oder die Kiwi aus Neuseeland überflüssig werden.
  • Obwohl sich Hardware-Hersteller seit neusten ein grünes Mäntelchen umlegen und Zugangsprovider und Rechenzentrums-Betreiber ein bisschen klimaverträglicher werden, braucht jeder Web-Aufruf Ressourcen. Auch wenn man es sich kaum mehr vorstellen kann, aber noch vor zehn Jahren konnte man ohne Facebook leben. Also einfach mal den Rechner ausmachen und in die Röhre gucken ... und sonst was tun. Oder auch nichts.

Nun, nun, dass sind alles keine Schnell-Gewinne, setzen aber dort an, wo es weh tut was bringt. Aber wir sind ja alle intelligente Bürger und verständige Erdbewohner, denen die eigene Tasche, aber auch das Wohl von Gesellschaft und Umwelt am Herzen liegen.

Weniger ist mehr, aber die Frage ist, ob wir damit auch etwas anfangen können.

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Kommentare (10)  Permalink

Kommentare

Peter @ 15.11.2008 19:44 CET
"Die wahre Volksdroge Nummer 1 killt nicht nur unser Sozialleben, vernebelt unseren Verstand, unterdrückt jegliche Kreativität und Eigeninitiative, weckt Bedürfnisse, welche wir vorher gar nicht hatten, sondern braucht auch noch ein bisschen Strom."

Das hast Du sehr schön ausgedrückt. :-) Fernsehen lullt echt nur ein, vor allem die Privatsender und ihr von Reklame durchsetztes "Programm". Ich sehe zwar hin und wieder fern, aber dann entweder einen Film, wenn denn mal ein interessanter kommt, oder Frontal 21 oder quer, also kritische Sendungen. So kann ich mich ein wenig rausreden. ;-) Mehrere Stunden am Tag fernzusehen käme mir aber nicht in den Sinn, so viel Zeit hätte ich gar nicht übrig, dann doch lieber was lesen.
M. Wehning @ 18.11.2008 08:30 CET
Vielen Dank für die Anregungen. Ich schwanke immer ein bißchen zwischen "Kleinvieh macht auch Mist" beim Energieverbrauch und "Man muss bei den richtigen Hebeln ansetzen", je größer umso effektiver.
Im Kleinvieh kann man sich leicht verzetteln ohne sehr viel erreicht zu haben (außer für's gute Gewissen). Trotzdem kann dieses Denken weitere Türen öffnen: Wer bereit ist, Energiesparbirnen zu kaufen und sich die (vergleichsweise geringe) Energieersparnis ausrechnet, der ist vielleicht auch eher bereit "größer" anzusetzen (etwa bei der Wärmedämmung).

Interessant dazu ein Artikel in der neuesten Geo: Die persönliche Haltung macht beim Energieverbrauch vergleichsweise wenig aus. Viel entscheidender ist das Einkommen: Je höher, um so mehr Reisen, größere Wohnung usw., also der Energieverbrauch :-(
flöschen @ 19.11.2008 08:09 CET
Tolle Tips!

Ich optimiere andauernd meinen Stromverbrauch und versuche, Energie möglichst so zu nutzen, dass sie für mich einen Effekt hat. Es bringt mir ja nichts, ein leeres Zimmer zu beleuchten.
Gerd @ 22.11.2008 15:36 CET
und Fernsehen macht unglücklich.

Letztens ging eine Studie rum, in der bevorzugte Tätigkeiten von glücklichen und unglucklichen Menschen verglichen wurden.
Fast alle Tätigkeiten wurden mehr von Glücklichen Menschen gemacht. Bis auf eine. Fernsehen. Das ist die Tätigkeit unglücklicher Menschen.

Schöne Grüße,
Gerd
Mikael @ 10.01.2009 19:21 CET
Kennt ihr die Software switch2eco? Schaut mal auf http://www.switch2eco.de - damit hab ich innerhalb von wenigen Tagen schon einige Euros und CO2 gespart.
Heiko @ 18.01.2009 14:07 CET
Switch2eco ist Schwachsinn !!!!

Jedes System hat diese Funktion an Board - man muss sie nur einstellen !!!
Es sind Datensammler und Werbeversender.
PillBoy @ 22.01.2009 13:22 CET
@Heiko: Werbeversender ? Datensammler?
Definiere doch mal genauer was die machen und vor allem erzähl doch mal woher Deine Quellen stammen das dem so sei.

By the way, Aussagen wie "das ist Schwachsinn" ohne Begründung sind wenig hilfreich.

PillBoy
Mikael @ 10.03.2009 09:27 CET
Heiko... Du laberst Scheiße.
Sebastian @ 29.03.2009 10:55 CET
Was ist das denn für eine Diskussion? Zu den Tipps oben: Man muss imer sehen, was man auch als Mieter selber machen kann, da hat man natürlich weniger Möglichkeiten als ein Hausbesitzer. Trotzdem kann man viel sparen.
tiffany @ 28.09.2010 07:09 CET
Danke fuer den Tipp, habe es mal eingebaut und es scheint zu funktionieren.
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