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Was soll das? Oder gemeinschafts-finanzierte Projekte.

Community-basiert-irgendwas ist ja nicht nur so Web 2.0, sondern scheint auch ein gewisses Potential für Alternativen zum aktuellen zentralisierten, indirekten und intransparenten Finanzsystem zu bieten. Gemeinschaftsbasierte Wissensermittlung und -erhaltung (Wikis, z.B. Wikipedia), Nachrichten (Blogs) oder Produktion immaterieller Güter (Open Source) sind bereits ziemlich gängig, im Bereich Geld werden erste Gehversuche gemacht (Geldverleih von Mensch zu Mensch oder zinslose Hilfe zur Selbsthilfe).

Wie könnte man die Auswüchse aller werbebasierten Geschäftsmodelle ("Verschmutzung" aller menschlichen Lebensbereiche, Abhängigkeiten der Werbekanäle von den Auftraggebern, falsche Versprechungen und Darstellungen) verhindern? Indem man 1. Werbung wieder zu dem macht, was die Grundidee dahinter war, nämlich das Aufmerksam machen (wobei natürlich die Frage ist, ob es das in der bekannten Form wirklich braucht) und 2. indem Nutzer oder Konsumenten bezahlen, was es (ihnen) Wert ist.

Dies kann zum Beispiel für existierendes Produkt per "Freundschafts"-Preis geschehen, wie es der Zeitpunkt und biorama macht (via landscaping) oder Radiohead mit dem letzten Album gemacht hat. Oder man wartet - wie Spot.Us - mit der Produktion, bis sich genügend Interessenten gefunden haben, welche bereit sind, dafür etwas zu bezahlen.

Eine Mischung aus beidem ist die gemeinschafts-finanzierte Entwicklung, wie sie Marcin jetzt für sein Global Village Construction Set ausprobiert. Daher kommen auch die beiden Finanzierungs-Fortschrittsmeter in der rechten Spalte. Geld sammeln für einen bestimmten Zweck kann damit vereinfacht und transparenter gemacht werden.

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Kommentare (2)  Permalink

Kommentare

Stephan @ 26.11.2008 14:15 CET
Apropos Global Village Construction Set:

Ich habe letztens den Film "Garbage Warrior" gesehen. Da hat jemand angefangen vor 30 Jahren Häuser aus Erde, Autoreifen und anderem Krams zu bauen. Ergebnis: self sufficent housing (Wasser, Wärme, Pflanzen, Strom).

Einziger Nachteil: Sie belassen es beim Hausbauen.
Michael Maag @ 27.11.2008 23:51 CET
Hallo Stephan,
über die im Film beschriebenen earth-ships gibt es weitere Seiten:
www.earthship.org und www.earthship.at, sowie eine Linksammlung.

Dewsweiteren ist der Titel des Films wieder ein schönes (na ja, eher schlimmes) Beispiel für eine -für die Sache- unglückliche Wortwahl:
Statt einer aufregend neuen, nachhaltigen, günstigen, ressourcenschonenden, revolutionären Bauweise ist es, so wird es jeder Kritiker und Baubehördenmitarbeiter herablassend lächelnd benennen: Bauen mit Müll.


So, und jetzt muss ich mich noch über Deinen Nachsatz aufregen:

Zitat: "Einziger Nachteil: Sie belassen es beim Hausbauen."

was ist das denn für eine Erwartungshaltung?!? Müssen die auch noch den Urwald retten, die Walsprache entziffern und den Weltfrieden herstellen?
Im -nahezu- Alleingang eine komplett neue Bauweise entwickeln und anzuwenden ist doch schon eine Leistung!
Wahrscheinlich reagiere ich da über - aber ich sehe (oder habe ;-) da ein Wahrnehmungsproblem. Ein "Normalo" darf sich umwelttechnisch jederzeit aufführen wie er will - solange er nicht gerade Altöl in den Fluss kippt.
Sobald man sich jedoch als "umweltbewußt" outet, muss man überall und jederzeit 1000% umweltbewußt sein. Sonst kommen sofort die Kommentare und Vorurteile ala "aber alte Dreckschleudern fahren" oder ähnliches.
Nun, vielleicht wirklich nur mein Problem; aber ein konstruktiver Vorschlag zum Verbessern oder Erweitern des Themas hätte halt besser gepasst.

Gruß aus dem Paradiesgarten!
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