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Idee für 10 hoch 100: Zweitnutzung von einseitig bedrucktem Papier

Ich bin immer noch geneigt, trotz Datenballung, dem Motto des nicht bösen Unternehmens Glauben zu schenken. Google hat jetzt zum 10 jährigen Jubiläum eine Aktion gestartet, welche nebst all anderen Massnahmen zur Verbesserung der Welt das Bild des guten Unternehmens stützt: 10100. 10 Millionen Dollar werden zur Verfügung gestellt, um die besten Idee, welche von jedermensch eingereicht werden können, umzusetzen.

Natürlich belästige ich die Welt (und Google) mit einer eigenen Idee, recht simpel gestrickt und offensichtlich, aber was solls ... eigentlich wollte ich das Ganze selber mal lancieren, aber irgendwie ist es bei einem Beitrag geblieben und die Plattform versandet.

Idee

Ein in jedem Büro vorhandener, aber mehrheitlich ungenutzter Rohstoff - einseitig bedruckte Blätter - (zweit)nutzen und zum Beispiel als Notizmaterial verwenden.

Beschreibung

Heute steht in jedem Büro ein oder mehrere Drucker und Kopierer. Unzählige Dokumente werden immer noch ausgedruckt, aber selten mittel- oder langfristig aufbewahrt. Zweiseitiger Ausdruck wird selten verwendet, nicht nur, weil es unbequem zum lesen ist, sondern weil auch längstens nicht alle Geräte entsprechende Funktionalität bieten. Die grosse Mehrheit aller bedruckter Blätter hat also eine weisse, noch nutzbare Rückseite!

Was tun mit dieser Rückseite?
1. Einseitig bedruckte Blätter müssen separat gesammelt werden.
2. Einseitig bedruckte Blätter können nochmal einseitig bedruckt werden. Sie müssen nur richtig in den Drucker oder Kopierer eingelegt werden.
3. Einseitig bedruckte Blätter können als Notizpapier verwendet werden. In loser Form oder gebunden als Hefte. Dafür könnte man entsprechende Locher und Bindesysteme zur Verfügung stellen.

Welches Problem wird aufgegriffen?

Ständig steigender Verbrauch durch unbewusste Papiernutzung im Büro.

Wer würde am meisten profitieren und wodurch?

Die Wälder weltweit direkt, die Umwelt durch eine reduzierte Produktion indirekt.

Schritte zur Umsetzung

1. Ein verfeinertes, schlaues Konzept entwickeln (Crowd Sourcing / Community based).
2. Eine Webplattform zur Unterstützung einer Kampagne aufbauen, welche Hilfe zur Selbsthilfe bietet und wo man auch Material kostenlos/gegen Bezahlung beziehen kann.

Das optimale Ergebnis, wenn die Idee erfolgreich realisiert würde. Und wie ließe sich das Ergebnis messen?

Der Papierverbrauch in Büros halbiert sich (wenn jede bedruckte Seite nochmal verwendet wird).

Eine Messung könnte einerseits durch Selbstdeklaration geschehen, d.h. jeder protokolliert (öffentlich?), wieviele Blätter er/sie zweitnutzt, und andererseits könnte der Papierverbrauch pro Büro/Gerät gemessen werden und daraus indirekt auf eine Zweitnutzung geschlossen werden.

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Kommentare (11)  Permalink

Kommentare

andrea @ 29.09.2008 09:28 CET
Ich benutze bereits einseitig bedrucktes Papier als Makulatur. Kriege ich nun einen zweiten Award? ;)
Reto Stauss @ 29.09.2008 09:49 CET
@andrea: immer diese Nimmersatts.
Micha @ 29.09.2008 11:05 CET
Nicht unbedingt die nützlichste Verwendung bereits bedruckten Papiers, aber ein wenig Entspannung darf doch auch sein: http://toy-a-day.blogspot.com/
Amei @ 29.09.2008 21:48 CET
Da fällt mir doch glatt dieser Spot hier wieder ein ;-)
http://iturn.tv/content/woran-man-beim-drucken-und-kopieren-denken-solltevideo-036
Reto, damit bin ich groß geworden und ich mache es immer noch! Bei mir steht so eine Kiste. Aber eigentlich stelle ich mir immer die Frage: Warum drucken wir eigentlich alles immer nur einseitig aus? Ich träume von dem Drucker, der automatisch Vor- und Rückseite bedruckt und dem Papier, bei denen beide Seiten dann auch lesbar sind. (Gibt es, ich weiß, lohnt aber nicht, weil ich so viel nun auch nicht drucke.)
Martin Albrecht @ 30.09.2008 16:40 CET
Meckern ist ja immer einfach, also: 1) Auch nur halbwegs fortschrittliche Unternehmen, werden ihr einseitig bedrucktes Papier ohnehin schon anderweitig nutzen. 2) Wie genau willst Du denn die 10 Millionen ausgeben, um die Idee umzusetzen? Lieber nicht durch Flugblätter, oder ;-)
Reto Stauss @ 01.10.2008 06:52 CET
@Martin: your are welcome ;-).

Zu 1: dann sind deutsche Unternehmen da deutlich weiter als hiesige: Papier wird recycelt, das schon, aber bestimmt nicht zweitgenutzt. Wobei ich nur einige grössere Firmen kenne ...

Zu 2: 9.999 Mio sind für mich gedacht als Ideengeber, der Rest, um eine Community aufzubauen, welche ehrenamtlich arbeitet. Nein, im Ernst: es werden ja bis zu fünf Ideen ausgewählt, da muss man also schon mal teilen. Und natürlich müsste ein Grossteil des Geldes in vor allem in Kampagnen/Webplattform/bezahlte Blogbeiträge(:-) fliessen, an den meisten Orten wären ja alle physischen Voraussetzungen bereits erfüllt (Zweiseitendrucker/-kopierer, Bindesysteme). Allenfalls könnte man natürlich gewisse Produkte vergünstigt abgeben oder auch neu entwickeln, z.B. eine Sammelbox für das Papier, etc. Aber eigentlich bräuchte es gar kein Geld, sondern bloss ein Bewusstseinswandel ... deswegen hatte ich auch schon nachhaltigNotiert angestartet ...
InaMS @ 01.10.2008 10:49 CET
Hm, also in den Büros, in denen ich bisher gearbeitet habe, gab es immer einen extra Karton mit altem einseitig bedrucktem Papier, welches dann als Schmierzettel oder zum nochmaligen Bedrucken diente. Ich kenne das gar nicht anders und könnte es auch nicht anders handhaben.
Till @ 01.10.2008 11:28 CET
Ich drucke sehr viel beidseitig (sowohl am Arbeitsplatz als auch zuhause -- auch der kleine Kyocera, der da steht, kann das). Hat allerdings den Nachteil, dass einmal bedrucktes Papier dann komplett weggeworfen (Altpapier) werden muss und nicht noch als Schmierzettel, Konzeptpapier oder Malpapier für meine Tochter genutzt werden kann. Ein bißchen was an einseitigen Ausdrucken kommt aber trotzdem zusammen -- und wird selbstverständlich gesammelt.
Reto Stauss @ 01.10.2008 11:47 CET
@Till: zu Hause verwende ich auch fast ausschliesslich einseitig bedrucktes Papier. Im Büro allerdings tut das niemand, aber vielleicht ist das tatsächlich ein Schweizer Phänomen. Wobei ich Dir (und den anderen Kommentatoren) unterstelle, nicht zum deutschen Durschschnitt, was das Umweltverhalten betrifft, zu gehören ...
M. Wehning @ 03.10.2008 22:15 CET
Ich habe mal von einer Art Folie gehört, die entwickelt werden soll (schon ist?), auf der die gespeicherten Daten wieder gelöscht und die Folie also immer wieder verwendet werden kann (also eine Art neuzeitliche Zaubertafel- grins). Fand ich ganz spannend, weiss aber nicht, was daraus geworden ist.

Und noch eine Anmerkung zum einst angekündigten "papierlosen Büro":
Durch die vielfältigen Layout- und anderen Möglichkeiten gibt es einen Trend zum Perfektionismus: Lieber fünf Ausdrucke wegschmeissen als einen Kommafehler einfach mal von Hand korrigieren (wenns denn nötig ist). Auch hier wieder eine Art mentale Scheuklappe, die zu Verschwendung führt.
Michael Maag @ 04.10.2008 09:47 CET
Hallo Martin: Das mit dem übertriebenen Perfektionismus stimmt schon. (Da muss ich mich auch selbst an die Nase fassen.)
Zusätzlich hat sich die Anzahl an mehr oder weniger unötiger Information vervielfacht:
Ich habe grade mal Papiere meiner verstorbenen Mutter sortiert, und das waren z.B. Versicherungsverträge auf gerade mal 2-3 Seiten und ein paar Postkarten(!). Heute ist ein Vertrag mit AGB, VVG, BLA und BLUB einige cm Papier dick!
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