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Gemüseturm für kleine Gärten, Balkone und Terrassen

Gast-Beitrag Das ist der erste und hoffentlich nicht der letzte Gastbeitrag von Sibylle und Michael Maag vom Paradiesgarten.

Da wir dieses Jahr unsere vielfältigen Gemüsebeete wegen einer Umstrukturierung unseres Paradiesgartens aufgelöst haben, und noch keine Zeit war, die neuen Beete anzulegen standen wir vor einem Problem: wie baut man Gemüse ohne Gemüsebeete an?

Dies, und das Ziel einer weiterführenden Entwicklung für den Öko-Campingplatz Brugger, (für den wir bereits ein Insektenhotel aus Gabionen entwickelt haben) brachten uns zu folgendem:

Gemüseturm für kleine Gärten, Balkone und Terrassen

Grundlagen

Zuerst stellten wir uns die Frage, welche Qualitäten die Entwicklung erfüllen sollte:

  • bestmögliche Flächenausnutzung
  • Anbau ohne Beete
  • auch für Balkon, Terrasse oder andere versiegelte Flächen
  • leicht zu bekommende Materialien
  • Ab- und Aufbau auch für Nicht-Handwerker
  • wieder- und weiterverwendbar
  • mehrjährig (nicht jedes Jahr neu aufzubauen)
  • beliebig ausbaufähig

Die Idee

Da wir in unseren Garten bereits mehrfach Gabionen verwendet haben, und die Idee, diese als Hochbeete zu verwenden, schon länger in unseren Köpfen schwebte, hat Sibylle Anfang Juni einen Gemüseturm aus einer Gabione entwickelt. Nach dem das Ergebnis sowohl uns als auch viele unserer Besucher überzeugt und begeistert hat, wollen wir Euch nun das Ergebnis vorstellen.

Der Versuchsaufbau

Versuchsaufbau GemüseturmIm Gegenzug zur bisherigen Anbauweise von Hochbeeten haben wir auch die Seiten bepflanzt. Zwei Seiten wurden mit vorgezogenen Pflanzen bestückt, auf drei Seiten haben wir Samen gesteckt. Die Höhe wurde von uns ebenfalls noch erweitert, indem wir zwei Seitenteile von Gabionen zusätzlich oben angebracht haben. Hier ranken jetzt Stangenbohnen in die Höhe und werden mit Schnüren weitergeleitet.

Das Ergebnis

Gemüseturm - erntereif Sibylle Maag und der Gemüseturm

Guten Appetit!

Unsere Arbeit veröffentlichen wir unter folgender Creative Commons Lizenz: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen (2.0 Deutschland).

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Kommentare (2)  Permalink

Kommentare

roland | landscaping.at @ 25.09.2008 09:45 CET
Super Idee. Ist denn der ganze Behälter mit Erdmaterial befüllt? In diesem fall würde ich für Terrasse oder Balkone ganz genau eruieren, wieviel Gewicht denn zulässig ist. Denn bei dieser Größe kommen schnell einmal 500 Kg pro m2 zusammen und das ist äußerst kritisch!!
Michael Maag @ 25.09.2008 11:02 CET
Hallo Roland,
Gewicht ist für 0,25m³ geschätzt auf 300-350 kg. Bei Terassen normal kein Problem.
Bei Balkonen wird (zumindest in Deutschland) seit Baujahr 1949 eine Flächen-Nutzlast von 300 kg/m² für die Statik verwendet. (In der Nachkriegszeit haben Leute Kohle auf den Balkonen gelagert - und da sind ein paar Balkone weggeklappt; deshalb wurde die Nutzlast verdoppelt.) Wenn man jetzt nicht ein paar der Türme nebeneinander stellt, sollte das eigentlich reichen.
Trotzdem hast Du recht: genau nachschauen und im Zweifel Statiker fragen.
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