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Wie wir uns an die Spitze der beliebtesten Arten dieser Erde setzen könnten

Das stimmt natürlich nicht, im Gegenteil. Auch dies nützt nicht viel. Aber wie wäre es, wenn wir mit Konsum nicht nur die Welt retten könnten, sondern uns vom Schwanz der Beliebtheitsrangliste aller Spezien auf diesem Planeten an die Spitze verbessern könnten? Vom Einzeller bis zum Wal und Mammutbaum würden uns alle lieben!

Michael Braungart, Stoffstrom-Professor, wüsste, wie es geht: alles, was aus menschlichen Kreisläufen als Abfall hervorgeht, braucht einfach nur Anfang eines Kreislaufes einer anderen Spezie und eines Systems zu sein. Anstatt dass wir buchstäblich für die Halde produzieren könnte Verpackungsmüll Nahrung für irgendwelche Viecher sein. Alles, was verschleisst, wird biologisch nützlich.

Wenn wir soweit kommen und uns perfekt in die natürlichen Kreisläufe einfügen, dann wird Verzicht und Beschränkung nicht mehr relevant sein, im Gegenteil, je mehr wir konsumieren, je verschwenderischer wir sind, desto lieber werden uns Würmer & Co. haben. Vom Schädling zum Nützling.

Alles Utopie? Nein, bis Ende Jahr werden mehrere Hundert Produkte auf dem Markt erhältlich sein.

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Kommentare (6)  Permalink

Kommentare

Olaf @ 06.08.2008 10:20 CET
Wow, dass klingt in der Tat sehr interessant. Ich dachte zunächst, dass es da wohl eher um kleiner Produkte geht oder um die Verpackung von Mahlzeiten. Da aber auch die Rede von T-Shirts ist, werde ich das weiter verfolgen.
Gibt's dazu noch weiterführende Links?
Reto Stauss @ 06.08.2008 11:37 CET
@Olaf: zum Beispiel hier findest Du zertifizierte Produkte. Oder beim EPEA wird geforscht. Ansonsten mal nach "Cradle to Cradle" suchen ...
Amei Poensgen @ 07.08.2008 12:18 CET
Lustig, habe "Einfach intelligent produzieren (Taschenbuch)" von Braungart auch gerade gelesen und dann auch noch gleich dreimal verschenkt und weitergeliehen ;-)
Ganz spannende Idee und Du hast Recht, in Amerika scheint der Ansatz viel verbreiteter zu sein, fängt doch sogar die amerikanische Post schon an, ihre Verpackungsmaterialien nach diesem Gesichtspunkt auszusuchen und irgendwo habe ich gelesen, auch die Sitze im neuen Airbus seien kompostierbar. Aber: ich kenne immer mehr Menschen, die das Buch gelesen haben und die der Ansatz überzeugt, angefangen von Architekten bis hin zu Dokumentarfilmern. Wäre zu wünschen, dass daher auch die Produktpalette bald größer wird!!
KP @ 09.08.2008 08:47 CET
Ich bin nicht sicher, ob das stimmt. Recycling oder Upcycling in diesem Fall braucht Energie (Sonne und Lebewesen), Zeit und Raum (Land), in gewissen Fällen ja sogar Maschinen und Menschenarbeit. Zudem findet immer zwangsläufig auch Abnutzung statt, d.h. es geht Material verloren bzw. vermischt sich so mit anderen, dass es nur mit hohem Energieaufwand wieder als Ausgangsstoff verwendet werden kann. Klar, Cradle to Cradle bedeutet Materialeffizienz statt (einseitigem Fokus auf) Energieeefizienz; Material und auch der zyklische Materialfluss ist aber begrenzt auf diesem Planeten. Energie (Sonne) auch. Dann gibts noch das Phänomen, dass die meisten Anwendungen von Energie durch die Menschen, Wärme erzeugt. Auch da gibts ein Limit, ab welchem z.B. das regionale Klima beeinflusst wird. (Diese Gedanken stammen übrigens von Denkern der Decroissance-Bewegung). Interessant wäre es, mal konkrete Zahlen zu diesen Gedanken zu haben.

Wir können nicht noch mehr Wald benutzen, nicht noch mehr Fläche für Landwirtschaft. Da kommen also auch Cradle to Cradle Produkte an die Grenzen des ökologisch vertretbaren Fussabdrucks. Auch wenn die Wälder wieder aufgeforstet würden und die Landwirtschaft biologisch betrieben wird, es braucht auch Fläche für Wildtiere und Urwald - ohne Einwirkung des Menschen. Was das betrifft, benutzen wir schon heute zuviel Raum. Ok, da kann man vielleicht alles aus Plastik machen, welcher völlig im technischen Kreislauf drinbleibt. Die Frage stellt sich dann, wieviel Fläche man mit Solarzellen zudecken möchte, um die Energie zu gewinnen. Kann das nicht auch problematische Auswirkungen haben? Vielleicht nicht, wenn man die Städte und Wüsten für Solarenergie benutzt. Wieviel der gesamten Solarenergie auf diesem Planeten, kann der Mensch für sich beanspruchen, ohne dass das Gleichgewicht gestört wird? Oder sind diese Gedanken völlig vernachlässigbar aufgrund riesiger Masstäbe?

Ich finde es auch lustig zu sehen, wie begeistert die Menschen immer sind, wenn sie verschwenden dürfen. Nüchtern betrachtet macht doch aber Verschwendung noch Verzicht glücklich. Vielmehr gehts doch um eine gute Lebensqualität, in welcher unsere Spezies erblühen und sich (geistig?) weiterentwicklen kann und zwar über viele Generationen.

Ich finde Cradle to Cradle super und meine, die Begeisterung für Konsum und Verschwendung damit zu verknüpfen, ist nicht nötig. Vielleicht kann uns bei 9 Milliarden Menschen und ähnlicher Verschwendung wie heute, nur noch Cradle to Cradle helfen.
KP @ 09.08.2008 08:56 CET
Noch ein paar Links: Hierhaben wir alle bisjetzt zu findenen Cradle to Cradle Videos zusammengestellt, u.a. eine 1-stündige hochstehende holländische Doku. In Holland fliegt Cradle to Cradle richtig gehend ab. Der Artikel bzw. die Studienarbeit mit obenstehenden Gedanken ist hier zu lesen.
Kap Horn @ 16.08.2008 16:49 CET
Hej

Ohne das Buch gelesen zu haben, so muss ich leider gestehen dass der erste Gedanke der mir durch den Kopf schoss war:

Die Kunst den Kuchen zu essen und zu behalten"

Intuitiv verstehe ich sofort die Idee dahinter, aber schliesse mich KP in seiner Anschaung an.

Unser kommendes Wachstum muss nicht mehr auf das Materielle ausgerichtet sein, sonden es ist an der Zeit dass unser menschliches Bewusstsein einen Schritt macht.
Und dass es bitter nötig ist, zeigt (diesmal) Georgien nur zu deutlich.

So lange der Mensch noch immer die Faust zur Konfliktlösung gebraucht, so lange liegt die Steinzeit im wahrsten Sinne des Wortes noch handgreiflich nahe.

Aber grundsätzlich: neue Gedankenansätze sind immer ersteinmal positiv zu betrachten!

Kap Horn
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