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Haus(um)bau: Ein Grundofen entsteht

Nicht unbedingt das richtige Thema für die momentanen Aussentemperaturen, aber endlich kann ich mein unerträgliches Lobsingen fortsetzen: unser neuer Grundofen steht. Alte Technik in modernem Gewand:

  • GewölbeGerechnet und zertifiziert nach den neusten Luftreinhaltevorschriften (nix Feinstaub).
  • Brennraum zum Backen, eingedeckt mit einem Gewölbe.
  • Zweischalige Hülle, um Risse im Putz zu vermeiden.
  • Innenausbau in Schamott und Lehm.
  • Die Wärmekapazität sollte locker reichen, um den unteren Stock einen guten Tag warm zu halten.
  • Lebensdauer: 50 Jahre und mehr.
  • Verbauter Sondermüll: Glasfaser-Gewebestreifen als Abdichtung rund um die Türen. Den ganzen Rest kann man in den Garten schmeissen.

Ofen

Meiner Meinung nach sind Grundöfen dieser Art die nachhaltigste Art des Heizens überhaupt: praktisch unkaputtbar (zumindest in den Zeiträumen, in welchen wir heute denken), reparierbar, aus praktisch unbegrenzt verfügbaren Rohstoffen mit kleiner grauer Energie gefertigt, wandelt gespeicherte Sonnenenergie CO2-neutral in Wärme um.

Und bei welcher anderen Heizung kann man selber noch Hand anlegen, sowohl beim Bau als auch im Betrieb, und den Heizrohstoff selber gewinnen?

Weitere Bilder in der Galerie.

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Kommentare (12)  Permalink

Kommentare

Stephan @ 04.07.2008 12:12 CEST
Man bäckt im Brennraum?

Also so lange heizen, bis der Ruß verbrannt ist und dann den Kuchen/Brot rein?

Ich frage deshalb, weil man im Sommer eigentlich nicht heizen muß. Und das große Teil zum backen anwerfen?

Aber dafür wird es sicher den Gas-/E-herd geben. Schönes Teil. Wobei euch Schweizern mal jemand zeigen sollte, dass Specksteinöfer schöner sind. ;-) Aber leider auch teuerer.
Reto Stauss @ 04.07.2008 12:44 CEST
@Stephan: ja, man bäckt im Brennraum, wenn das Holz verbrannt ist und man die Glut zur Seite geschoben hat. Und natürlich nur in der Heizperiode.

Der Ofen ist natürlich noch nicht fertig, die Schale wird noch verputzt. In der Schweiz baut man die Luxusversion eher mit Kacheln als mit Speckstein.
Stephan @ 04.07.2008 16:00 CEST
na dann frohes gelingen und immer ordentlichen zug im kamin!

das erste anfeuern ist ein magischer moment. ;-)
Daniel Huber @ 04.07.2008 16:24 CEST
Aha

Ein Konkurrent in Sachen Stückholz-Rohstoff. Freut mich, dass Du Deinen "Back"-Ofen ohne Feinstaub bekommen hast! War ja bei der neuen Gesetzgebung nicht ganz sicher.

Also: gut brenn & back!

Gruess
Hueb
mom @ 07.07.2008 10:48 CEST
Sieht gut aus, dein echt handgemachter Ofen - ich freu mich schon drauf, mich das erste mal daran wärmen zu dürfen!! Anwerfen und backen ausserhalb der Heizperiode kann man aber auch - womit wären sonst all die armen Bauernkinder(ich zum Beispiel) gross geworden, ohne Brot?!? Es war dann halt noch ein wenig wärmer in der Stube...
Ralf @ 08.07.2008 07:12 CEST
Wahnsinn, davon träume ich auch.

Der Link zur Galerie ist kaputt, aber man kann sich langhangeln... Es könnten fast mehr Bilder sein :)

Liebe Grüße
Ralf
Reto Stauss @ 08.07.2008 08:53 CEST
@Hueb: Konkurrent? Komm Du mal über die zwei Berge mit dem Velo Holz in unserem Tal abholen ... ;-)

@mom: ja, das mit den armen Bauernkindern stimmt natürlich!

@Ralf: danke für den Hinweis auf den kaputten Link. Und der Ofen ist ja noch nicht fertig, das eine oder andere Bild kommt noch.
Florian @ 19.11.2008 12:19 CEST
Ist ja alles schön und gut, mittleweile sehe ich das Heizen mit Holz doch etwas kritischer. Zum einen, wenn ich an den "Gestank" der sich bei nasskaltem Wetter beim allabendlichen Lüften in meiner Wohnung breit macht, weil die ganze Nachbarschaft ihren Ofen angeschmissen hat. Andererseits, weil ich es nicht nachvollziehen kann, dass man von CO2-neutral spricht, wenn innerhalb kürzester Zeit so viel CO2 freigesetzt wird, wie der entsprechende Baum in seinem ganzen Leben (meist mehrere Jahrzehnte) aufgenommen hat.
Reto Stauss @ 19.11.2008 12:46 CEST
@Florian: ja, Rauch kann entstehen, aber welche Heizung basiert nicht auf Verbrennung? Und je kleiner der Ofen, desto schlechter der Wirkungsgrad und je höher - proportional - die Emissionen. Und zur Neutralität: Input = Output. Die zeitliche Dimension wird damit natürlich nicht berücksichtigt. Und die Verarbeitung (Transport, Kleinmachen) muss auch noch miteinbezogen werden.
Robert @ 17.04.2009 15:37 CEST
Wäre gern beim ersten anfeuern dabei :) . Hab selber mal einen Ofen für eine kleine Almhütte gebaut . Aber so richtig wollte der Rauch nicht abziehen :)
adrianne @ 21.10.2010 10:39 CEST
Das ist mal ein großer Ofen . Wir haben auch gerade auf einen neuen umgestellt. Richtig groß ist er jetz . Scheiter bis zu einer Länge von 75 cm stellen kein Problem dar . Dadurch wird Arbeit eingespart und Effizienz gewonnen. Großartig
Holzmichel @ 17.02.2011 09:33 CEST
Ha "verbauter Sondermüll" finde ich klasse :-)

Der Ofen sieht auf jeden Fall sehr solide und stabil aus, 50 Jahre sollten daher als Lebenszeit durchaus drinn sein. Wünsche allzeit eine warme Stube & sonnige Grüße aus dem Nordschwarzwald
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