Die Theorie des Trotzdem
Wieder mal finde ich anderswo in Wort gefasst, was ich bisher nur als vages Konzept und Teil meines Lebensstils wahrgenommen habe: die Theorie des Sowieso. Gäbe es keinen Klimawandel, keine Umweltverschmutzung, keine Ressourcenknappheit, keine Müllberge, kein Ölfördermaximum, ich würde trotzdem so leben, wie ich lebe.
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| Villiger Josef, " so muss der Frühling aussehen". Some rights reserved. Quelle: piqs.de. |
Der nette Nebeneffekt ist, dass ich damit das Klima rette, zur Umweltentschmutzung beitrage, erneuerbare Ressourcen nutze, keinen Abfall verursache, kein Erdöl oder sonstige nicht-erneuerbare Energie verbrauche. Leider bin ich praktisch komplett Medien-abstinent, sonst wüsste ich sicher noch ein paar Probleme, die der Baum da draussen lösen würde ...
Und wenn ich all die Hektik da draussen mal mitbekomme (Stichwort: Bäume pflanzen gegen den Klimawandel z.B.), dann frage ich mich doch, ob es nicht einen "richtigen" Lebensstil gibt - der all die Hektik gar nicht verursacht hätte. Wohlwissend, dass absolute Wahrheiten ein flüchtiges Ding sind ... und stimme Dir, Kap, zu, dass entsprechendes Bewusstsein der schönere Weg sind, das "Richtige" zu tun. Wenn auch der längere ...
Kommentare
Ich kann den am Haus anschließenden nicht mal nutzen, da der vertraglich der Wohnung unter uns zugeschrieben ist. Nutzung unsererseits ist auch nicht erwünscht. Schade drum. Schon allein zu sehen, wie aus einer Blüte ein Apfel/Kirsche/Pfirsich/...wird, ist Entspannung/Spannung genug. Diese Früchte dann auch noch essen zu können...Wonne.
Soweit ich mich erinnere, hast du ja auch keine gewöhnlichen Apfelbäume?! Waren das nicht alte Arten, die anderswo quasi ausgestorben sind?
Da ein Garten auch eine direkte Verbindung zu der Umgebung, dem Wetter, den Jahreszeiten und auch meinem Tun (bzw. meinen Anstößen, und der (Gottseidank) Unmöglichkeit, das weitere wirklich zu beinflussen: Den Samen für eine Pflanze kann ich stecken - den Rest muss ich die Natur machen lassen - auch ein Stück Urvertrauen) bildet, schafft ein Garten auch Realität, Daheimsein, Einssein, zur Ruhe kommen.
Das Ganze ist auch eine Sinneswahrenehmumg, manchmal sogar ein Rausch der Sinne, die ich nicht missen möchte - Der Ringelnatter beim Schwimmen über den Teich zuschauen, lässig auf der Suche nach unvorsichtigen Fröschen, den Libelle folgen, die eifersüchtig ihre Reviere verteidigen, die Blüten riechen, die von Insekten umschwirrt werden, den Vögeln zuhören, die Bachstelze, die jeden Abend um fünf zum Baden kommt, etwas später gefolgt vom Amselhahn beobachten, - wo kann ich mehr Mensch sein?
Das erinnert mich an etwas, das ich kürzlich gelesen habe:
Nicht zufällig ist in unserer Sprache der Begriff der "Energie" mehrdeutig. Einerseits geht es um Öl, Gas, Erneuerbare usw., andererseits sprechen wir aber auch von Lebensenergie, die jede/r von uns hat.
Und es gibt einen Zusammenhang zwischen diesen beiden. Wenn man nur erstere fokussiert, läuft man Gefahr, Letztere einzubüßen. Und dies ist gar nicht esoterisch gemeint.
Ich glaube, es macht Sinn zu wissen, welches die Grundlagen unseres Lebens sind (sehr wesentlich eben auch "Energie"). Und eine gedankliche Auseinandersetzung mit diesen Themen wirken sich direkt auf unseren Lebensstil aus.
Es ist schon spät und ich hoffe, dass ich mich trotzdem (einigermaßen) verständlich ausgedrückt habe...
@Olaf: Du meinst wahrscheinlich den Altei-Apfel. Allerdings waren das erst Samen ...
@Michael: Danke für Deine wie immer fundierten Ergänzungen.
@Martin: nee, nicht verstanden, aber dem wirst Du ja bald abhelfen ;-).
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