Foodprofil statt Ampel
Heute wieder aufgefallen: die prominent angebrachte Deklaration der Zusammensetzung meines mittäglichen Jogurts. Energie, Zucker, Fett und gesättigte Fettsäuren werden dort in Gramm sowie in Prozent des Richtwertes für die Tageszufuhr angegeben. Die Farben entsprechen nicht einer Ampel, wie sie zum Beispiel foodwatch oder Tanja Busse fordert, sondern dienen der Wiedererkennung auf dem Foodprofil, welche anderswo auf der Verpackung im Detail aufgedruckt ist.
Eine solche Deklaration ist übrigens in der Schweiz freiwillig, aber einer der grossen zwei Detailhändler prescht hier wiederum vor.
Das Jogurt tritt übrigens auch gleich den Beweis an, dass Bio-Qualität nicht mit gesund gleichzusetzen ist: mit den 180g-Milchprodukt nehme ich auch gleich 28 Prozent einer durchschnittlichen Zucker-Tagesration zu mir.
Das Frage ist aber, was man als Konsument damit anfängt. Rechnen beim Einkaufen? Erschrecken beim Essen? Will man auch noch all die Zusatzstoffe berücksichtigen, kriegt man gar nix mehr eingekauft... irgendwie ist essen wahnsinnig kompliziert.
[Update]
19.01.2010: Codecheck zeigt ab sofort eine Nährwert-Ampel zu den Produkten, bei welchen die entsprechenden Angaben erfasst sind. Überhaupt hat sich das Portal stetgi gemausert, ist aber immer noch sehr übersichtlich.
Kommentare
das problem liegt doch schon darin, dass es heutzutage im supermarkt um die ecke schon gar nichts anderes als mit zusatzstoffen verstärktes gibt.
hier zu rechnen und jedes gramm zählen wäre hinfällig meiner meinung nach.

