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Haus(um)bau: Heizen mit der Sonne

Ein Drittel des Gesamtenergie-Verbrauchs in der Schweiz wird für Raumwärme verwendet. Bei den privaten Haushalten macht dies beinahe drei Viertel aus. Zusammen mit dem Warmwasser gehen 83 % des Energieverbrauchs im durchschnittlichen Haushalt für Wärmeerzeugung drauf. Shocking, nicht?
Energieverbrauch privater Haushalte
Quelle: BFE
Gerade mal ein knapper Tausendstel der Raumwärme und nur knappe zwei Prozent des Warmwassers werden mit Sonnenenergie erzeugt. Öl und Gas sind immer noch die bevorzugten Primärenergie-Träger. Immerhin legt der Anteil der Solaranlagen am stärksten zu, die Anzahl wurde von 2000 bis 2006 vervierfacht - allerdings auf sehr tiefem Niveau (Nachzulesen in der Analyse des schweizerischen Energieverbrauchs 2000-2006 nach Verwendungszwecken des BFE).

Sonnenkollektoren auf unserem HausdachSelbstverständlich ist uns daran gelegen, diese Statisitk weiter zu verbessern: nach einigen grundsätzlichemn Zaudern Überlegungen haben wir uns für eine Solaranlage entschieden. Mit 20m2 Kollektorfläche werden wir genug Sonnenwärme fürs Warmwasser wie auch für eine spürbare Heizungsunterstützung ernten können. Ansonsten können wir den 1600 l-Speicher auch mit einem Stückholzherd laden.

Auf der anderen Seite sorgt eine gute Aussendämmung und neue Fenster dafür, dass die Wärme möglichst lange innerhalb der Gebäudehülle verbleibt. Und ca. fünf bis sechs Kubikmeter Lehmputz und -bauplatten erhöhen das Wärmespeicherspeichervolumen der doch eher dünnen Wände.

Wenn man so will, dann kann man Holz ebenfalls als Solarenergie ansehen, einfach gespeicherte. Die Sonne liefert schliesslich die Energie, welcher der Baum zum Wachsen sprich Binden von Kohlenstoff aus der Atmosphäre braucht. So gesehen werden wir in Zukunft unseren Wärmebedarf praktisch komplett mit der Sonne decken. Komfortabler, dafür kapitalintensiver bei der direkten Solarwärme, arbeitsintensiver, dafür unabhängiger beim Stückholz.
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Kommentare (13)  Permalink

Kommentare

Stephan @ 08.05.2008 10:51 CEST
Sonne-Sorglos hat bei euch nun endlich gut lachen. Cool!
Daniel Huber @ 08.05.2008 11:48 CEST
Gratuliere! Das Heizen mit Holz & Sonne ist genau die Richtige Entscheidung bei Deinem Objekt!
Martin Wehning @ 08.05.2008 19:47 CEST
Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch.
Bei uns macht "Solar" leider wegen der ungünstigen Ausrichtung des Hauses keinen Sinn.
Ich frage mich manchmal auch, ob es nicht mehr Sinn macht "im Süden" in Solaranlagen zu investieren:
Is natürlich nicht so ein schönes Gefühl, aber vielleicht effektiver?
Aber auch das Argument hiergegen leuchtet mir völlig ein. Dass es nämlich auch um eine Vorbildwirkung geht und jede Solaranlage ein schlagender Beweis dafür ist, dass eine ganze Menge mit der Sonne geht.
Bei uns im Münsterland haben selbst die hier sonst oft sturen Bauern verstanden, dass sich mit Photovoltaik (dank dem EEG) richtig Geld verdienen läßt!
Kathi @ 11.05.2008 13:59 CEST
Wir haben auch seit einiger Zeit eine Photovoltaik Anlage auf dem Dach und es ist schon ein gutes Gefühl unabhängiger zu sein, etwas für die Umwelt zu tun und nebenbei noch Strom entgeltlich ins Netz einzuspeisen.
Baukosten @ 21.05.2008 13:26 CEST
Hallo! Tolle Sache was Du da aufs Dach gebaut hast. Wie viel hat denn das Ganze gekostet? Würde mich mal interessieren.
Markisen @ 26.05.2008 12:22 CEST
Solar energie fine ich klasse, schön das du dich dafür entschieden hast. Ich würde sowas bei mir auch aufs Dach machen nur leider liegt mein Haus so ungünstik das es sich nicht lohnen würde
Martin in Thailand @ 19.07.2008 05:49 CEST
Hast Du mal davon gehoert, das Achtfamilienhaus in Oberburg das ganz mit Sonne beheizt werden soll: http://thaihaus.info/hausbau/topic/60

Wuerde mich schon mal interessieren ob es wie geplant und erdacht funktioniert, es waere ein richtungsweisendes Super-Beispiel der genialen Nutzung der Sommer-Sonne den ganzen Winter lang.
Daniel Huber @ 21.07.2008 11:01 CEST
@Martin

Das Konzept funktioniert gut! Ich habe das Haus und die Firma Jenni besucht. Das Haus hat einen Überschuss an Energie, so dass das nahe Nachbarhaus auch noch an das Heizsystem angeschlossen werden kann.

Ich denke auch, dass es ein interessanter Ansatz ist, über den Sommer so viel Warmwasser zu sammeln, dass man über die Hochnebeltage im Winter hindurch heizen kann (Kommt ja unter anderem auch nur auf die Dämmstärke des Hauses an).

Trotzdem finde ich den Ansatz dynamischer Systeme wie beim solaren Direktgewinn spannender. Da dort die Dämmstärke reduziert werden kann und das Haus als "lebendiges" System funktioniert.

Grüsse
Daniel
Andre @ 26.07.2008 20:49 CEST
Ich bin auch ein großer Fan der Sonnenenergie. Die Frage ist halt nur, wie viele Menschen dies wirtschaftlich effektiv nutzen können. Hausbesitzer, die keine große Familie besitzen und somit nicht viel Energie verbrauchen, müssen teilweise extrem viele Jahren warten, bis sich die Installation refinanziert.
Garten-Fan @ 30.07.2008 16:37 CEST
Durch die Lage unseres Hauses auf der Schattenseite ist die Solarenergie leider keine Option. Wir hatten daran gedacht, eine andere alternative Energiequelle zu nutzen. Pelletsöfen sind ganz gut, aber unser Favorit ist Erdwärme. Hat da vielleicht jemand persönliche Erfahrungen?
M.Wehning @ 01.08.2008 22:16 CEST
@ Daniel: Hört sich ja spannend an, aber was bitte meinst du mit "Ansatz dynamischer Systeme" und "solarer Direktgewinn"?

@ alle:
Übrigens noch so 'ne Schnapsidee (oder auch nicht??) von mir:
Gibt es die Möglichkeit, z.B. über ein Trimm- Dich- Rad den eigenen Strom zu produzieren?
Ich weiss, energetisch in höheren Mengen ziemlicher Blödsinn, aber um mir so ein paar Pfunde im Winter abzustrampeln, fände ich dies recht reizvoll...
Martin in Thailand @ 15.11.2008 12:10 CEST
@Andre: Willst Du damit sagen, dass, wenn es mir nicht in kurzer Zeit einen Profit bringt, im Vergleich zu den verschmutzenden, klimazerstoerenden, Oelscheich und Oelkonzern reichmachenden Systemen, dann habe ich den Freibrief weiterhin keine nachhaltigen Systeme, wie Sonnenenergie, einsetzen zu brauchen?
Ist es im Angesicht von Umwelt und Klima nicht voellig egal, ob sich so ein System in einem, oder in zwei oder in zwanzig Jahren rechnet?
Meiner bescheidenen Meinung nach traegt ein nachhaltiges System vom ersten Tag seiner Nutzung zur Entlastung von Umwelt und Klima bei, voellig egal wann es sich (selbst bei Ausklammern der indirekten Kosten) wirstschaftlich bezahlt macht.
Zimmerer @ 23.03.2009 09:04 CEST
Ich denke auch, dass sich die Investition in Sonnenenergie immer lohnt. Schade, dass nun aufgrund der gefallenen Ölpreise die diese Entwicklung momentan etwas stockt. Aber langfristig tut man was gutes für die Umwelt und ist von Öl und Gas unabhängiger!
Bin mir sicher, dass in wenigen Jahren die Wirtschaftlickkeit von Solaranlagen nicht mehr angezweifelt wird.
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