Haus(um)bau: intelligent dämmen
Einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz können Häuserbesitzer durch das Isolieren der Gebäudehülle leisten. Mit ein paar wenigen - wenn auch nicht speziell günstigen - Massnahmen kann der Verbrauch von Heizenergie locker halbiert oder noch stärker reduziert werden. Zumindest wenn das Renovationsobjekt ähnlich wie unseres gelagert ist: keinerlei Aussendämmung und alte Fenster mit zum Teil noch Einfachverglasung.
Die teilweise vorhandenen Innenisolation haben wir entfernt (lose Glasswolle *ächz*hust*), da die Mauern innerhalb der Dämmung stehen sollen, damit sie als Wärmespeicher funktionieren können. Also Aussenisolation. Natürlich inklusive Dach und Kellerdecke, die Hülle soll möglichst geschlossen umfasst werden.
Aber welches Material verwenden? Heute hat man auch bei ökologischen und baubiologischen Dämmstoffen die Quahl der Wahl. Schafwolle, Flachs, Kork, Kokosmatten, Holzwolle oder -fasern, Zelluloseflocken? Eingeleuchtet hat mir der Ratschlag, bei der Materialart zu bleiben, d.h. mineralische Stoffe nicht mit organischen zu mischen. Was also auf unsere Backsteinwände und an die Beton-Kellerdecke kleben?
Auf der anorganischen Seite der nachhaltigen Dämmstoffe ist die Auswahl plötzlich nicht mehr so gross. Übrig bleibt praktisch nur Mineralschaum, welcher aus Kalk, Sand, Zement hergestellt wird und sehr diffusionsoffen ist. Letzteres ist wichtig, weil wir innen mit Lehm verputzen möchten. Das Zeugs ist problemlos entsorgbar und angenehm zu verarbeiten. Die Kellerdecke ist schon mal gemacht. Aussen kommen dann die Platte in doppelter Stärke drauf.
Das Dach werden wir übrigens mit Zelluloseflocken ausblasen und die Holzständer-Wände wahrscheinlich mit Wolle ausfachen. Der Gedanke, in Schafhaar eingepackt zu sein, hat schon was gemütliches ...

