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7 Fragen zu Konsum und Umwelt

Der Konsumblog hat vor knapp einer Woche einen kurzen Fragenkatalog wiederholt und ergänzt, welcher schon vor gut zwei Jahren rege beantwortet wurde. Welche ich gerne auch kurz beantworten möchte.
1. Gibt es Produkte, die Du bewusst meidest, wenn ja, welche und warum?
Fertigfutter, weil mir schon nur von der langen Zutatenliste schlecht wird. Softdrinks, da in den meisten einfach zuviel Zucker drin ist. Wobei ab und an eine Cola halt doch lecker ist bei Magen-Darm-Geschichten hilft ... und gerade fällt mir noch ein, dass ich Wegwerftüten praktisch gar nicht mehr verwende.

2. Hat es in den letzten 3 Jahren Ereignisse gegeben, die Dein Konsumverhalten verändert haben?
Mindestens eine Verhaltensänderung lässt sich auf einen einzigen Auslöser zurückführen: seitdem mir der Akupresseur, welcher eine Zeit lang regelmässig in der Firma behandelte, mir gesagt hat, dass ich zwar einen gesunden Eindruck vermittle, ich aber ziemlich dehydriert sei, saufe ich Wasser wie eine Kuh. Dank hervorragender Qualität direkt ab öffentlichem Netz (und bald ab eigener Quelle). Gegen Kleidershoppen bin ich von Natur aus allergisch.

3. Welche Ereignisse zum Thema Umwelt und Konsum haben Dich am stärksten beeindruckt oder empört?
Einzelne Ereignisse fallen mir gerade nicht ein, aber mich betrübt eigentlich, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung zu einer "Ökologisierung" oder "Nachhaltisierung" des Lebensstils kaum Gedanken macht und bloss passiv reagiert - meistens auf gesetzliche Zwänge oder - im besten Fall - auf monetäre Anreize. Oft kommen aber "von oben" auch nur halbgare Dinge, wie zum Beispiel die Feinstaubverordnung, welche den traditionellen Kachelöfen, welche eine unschlagbare Ökobilanz haben, beinahe den Garaus gemacht hätten.

4. Welche konkreten Entwicklungen im Bereich Umwelt oder Verbraucherschutz beunruhigen Dich?
Eher bedauern tue ich - aber das ist nichts Neue unter der Sonne -, dass trotz allen Vernetzungsmöglichkeiten die Menge der aktiven "Veränderer" und "bewusst Konsumierenden" zu klein ist, um in der globalen Wirtschaft tatsächlich einen Faktor darzustellen, welcher von den Produzenten beachtet wird. Mal sehen, ob all die neuen Plattformen, welche sich unter anderem strategischen Konsum auf die Fahnen geschrieben haben, hier eine Besserung bringen ...

5. Was hat sich in den letzten 3 Jahren im Sinne der Nachhaltigkeit zum Besseren gewendet?

Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde und (hell)grün sein ist tatsächlich schon fast sexy. Selbst populäre Käseblätter springen auf den Zug auf.

6. Hast Du Ideen für Politiker und Konsumenten, um das Verhältnis von Umweltschutz, Konsum und Lebensqualität zu verbessern.
Selber nachdenken und Konsequenzen ziehen.

7. Was kritisierst Du - wenn überhaupt - an den “Neuen Ökos”, an der “LOHAS-Bewegung”?
LOHAS ist der erste Schritt von der alten Konsum- und Wegwerf-Gesellschaft zu einem intelligenten Umgang mit Um- und Mitwelt inklusive aller Ressourcen sowie wahrhaft nachhaltigem Leben.
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Kommentare (7)  Permalink

Kommentare

Manuel @ 11.04.2008 10:27 CET
Danke für den Hinweis - da bin ich dann auch mal dabei...

Schönes Wochenende, wie geht´s eigentlich mit dem Haus(um)Bau voran?

Gruss, Manuel
Reto Stauss @ 11.04.2008 20:49 CET
@Manuel: weil's vorangeht, hört man hier kaum von mir :-/.
Manuel @ 14.04.2008 14:13 CET
Das sind doch mal positive Nachrichten!

Wann denkts, seid ihr fertig?
Reto Stauss @ 14.04.2008 21:23 CET
@Manuel: hui, Ziel ist, im Herbst einziehen zu können. Bis dahin gibt es noch viel zu tun ...
Thomas @ 14.04.2008 22:44 CET
@reto

Dein Posting erinnert mich an ein Thema, das mich schon seit einiger Zeit beschäftigt.

Boykotte macht ja, über den individuellen Gewinn, nichts schlechtes gemacht zu haben, wenig Sinn, wenn Sie beim Produzenten nichts bewirken. Konzertierte Boykott-Drohungen können Multis aber ganz schön ins Schwitzen bringen. Das hat Greenpeace und andere immer wieder mal bewiesen.

Ich habe jedoch keine Zeit (und auch keine Lust) ständig alle möglichen Aufrufe von duzenden von Organisationen zu verfolgen.

Wenn es so was wie eine weltweite Dachorganisation gäbe, die kompetent auswählt und genügend KonsumentInnen hinter sich vereint, dass sie richtig schmerzhaften Druck machen kann, würde ich deren Newsletter sofort abonnieren und brav jeden Monat eine überschaubare Liste von konkreten Produkten boykottieren. Wenig Aufwand für mich als einzelner - grosser Effekt für das Netzwerk insgesamt. Wenn dieses Organisation es dann auch noch versteht, gut zu verhandeln und Firmen mit der blossen Drohung, einzelne ihrer Produkte auf die Liste zu nehmen, Effekte erzielt, um so besser. Gibt’s sowas zumindest Ansatzweise schon?
Marcel @ 15.04.2008 08:22 CET
naja wünsche viel erfolg, hoffentlich kann alles planmäßig umgesetzt werden.
Umgebungsgedanken @ 15.04.2008 11:27 CET (Trackback)
Das Konsumblog fragt, die Blogger Horst, Reto, Manuel und Michael antworten. So auch ich. 7 Fragen zu Konsum und Umwelt 1. Gibt es Produkte, die Du bewusst meidest, wenn ja, welche und warum? Ich meide bewusst folgende Produkte, die es laut Saisonkal...
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