Der Grünauslauf als Futterquelle
Was gefühlsmässig und optisch schon von Beginn unserer Federviehhalter-Karriere klar war, ist jetzt endlich auch wissenschaftlich bestätigt: der Grünauslauf verbessert die Gesundheit der Tiere und die Qualität der Eier. Zudem muss man weniger zufüttern und hat einiges weniger an Schädlingen Mitessern im Nutzgarten (naja, dafür nimmt man halt Scharrverluste in Kauf ...).
In einem Artikel im Bioland (hier als PDF herunterladbar) zeigen die zwei Autorinnen, dass das idyllische Bild von der freien Hühnerherde auf der offene Wiese allen zu Gute kommt: den Tieren, den (nutzniessenden) Menschen, dem Boden (und den Füchsen). Bei unseren Viechern können wir das am bisherigen Ausbleiben von Krankheiten, dem gesunden Aussehen und Verhalten sowie Eiern mit einem fantastisch-gelben und grossen Dotter beobachten.Träumen tue ich immer noch von sich selbstversorgenden Hühnern in einem sogenannten Selbstweide-System, aber das hat Projektnummer 379 ...
Kommentare
Traditioneller Weise laufen die Hühner auf dem Hof herum. Dort finden sie alles was sie brauchen. Würmer, Insekten, Kräuter und Grässer.
Komisch das Studien zu bekannten Tatsachen veranstaltet werden.
Die Fütterung der Hühner mit Brennesselmehl im Winter hat sich bewährt. Brennesseln enthalten viel Eisen und wirken durch ihr Wesen regulierend auf den Organismus.
Proteine im Hühnerfutter sind wichtig, damit kein Kanibalismus unter den Hühner aufkommt
Boah, das Ei sieht aber wirklich lecker aus. Ist das wirklich von Euren eigenen Hühnern?
@antoine: wie so oft, wird das Altbekannte erst mal verworfen, weil es nicht rationell ist. Erst wenn gravierende Nachteile auftreten, wie Krankheiten, Qualitätseinbussen, etc. besinnt man sich zurück ... und dann braucht es halt wissenschaftlichen Hintergrund, damit die (Land)Wirtschaft sich überzeugen lässt.
@Martin: ja, das ist ein Bild vom letzten Sonntag, als wir wieder mal Eier zum Frühstück genossen haben.
Wer einmal Hühner hatte und es genossen hat wie wohl sie sich fühlen auf genügend grünem Auslauf und die Eier gesehen hat, die sich alleine durch die Farbe unterscheiden der mag gar keine anderen Eier mehr essen. Man spürt mit allen Sinnen den feinen Unterschied.
Bei Projekt 379 ist das wohl noch eine Weile hin - alles eine Frage der Prioritäten ;)
Keine (weiteren) neuen Kommentare erlaubt.

