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Kompostierbare Kunststoffe kommen nicht vom Fleck

Nachdem mir am Wochende an der Biofach aufgefallen ist, dass Bio nicht (mehr) unbedingt mit Weiterdenken zu tun hat (Stichworte Verpackung, Transport), bin ich per Zufall noch auf einen anderen Hersteller gestossen, welcher eine kompostierbare Folie herstellt: naku. Hemdchentragetaschen (wow, kuhler Name) können direkt über die Website bestellt werden.
naku Hemdchentragetaschen
Quelle: naku
Ein Ausweg aus unseren Abfallgebirgen wäre aus meiner Sicht biologisch abbaubare Kunststoffe (bei allerdings ungelöstem Transportproblem). Obwohl schon seit Jahren damit experimentiert wird, scheint bisher noch kein Durchbruch gelungen zu sein (Herstellungskosten? Stabilität der Produkte?). Immer mal wieder sieht man einzelne Vorstösse, aber wo ist der Detailhändler, welcher konsequent kompostierbare Verpackungen einsetzt? Oder sonst wiederverwendbare?

Bis dahin gilt weiter: Abfallvermeidung.
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Kommentare (14)  Permalink

Kommentare

Daniel Huber @ 26.02.2008 08:42 CET
Ich glaube bei Carrefour in der Schweiz sind Komposttüten anstelle von Plastiksäcken im Einsatz. Ich habe von dort zumindest eine bei mir zuhause.

Bedenklich ist jedoch, dass die Tüten aus Rohstoffen wie Mais, Getreide oder Kartoffeln hergestellt werden! Die einzige Lösung, wie Reto schon sagt ist Abfallvermeidung, denn aus Lebensmitteln Tüten herzustellen macht für mich gleich wenig Sinn, wie aus Erdöl Tüten herzustellen.

Vielleicht ist das ja die Rückkehr des guten Weidekorbes und somit des Körberhandwerks. Also Reto viel Spass beim Anpflanzen der Kopfweiden auf deinem neuen Grundstück (ich werde bei mir auch ein Plätzchen suchen...:).
Reto Stauss @ 26.02.2008 12:44 CET
@Hueb: beim Korben hast Du mir schon mal einiges voraus ... aber es gibt ja auch noch andere ökologische Verpackungsarten.
Michael Maag @ 26.02.2008 14:20 CET
Danke für den Link, sowas habe ich schon länger gesucht!
Normalerweise geben wir unsere Sachen - wenn Tasche gewünscht - in Papier-Tragetaschen raus; als Not-Ersatz und für größere Pflanzen hab ich mir (leider) vor einiger Zeit schon PE-Taschen gekauft :-(
Jetzt muss ich warten bis die aufgebraucht sind.(Mist)

Gruß aus dem sonnigen Paradiesgarten, in dem die ersten Zitronenfalter schaukeln...
Reto Stauss @ 26.02.2008 14:25 CET
@Michael: am Sonntag habe ich den ersten Zintronenfalter seit langem gesehen, scheinen echt rar geworden zu sein ... kann mich noch erinnern, dass wir die als Kinder viel gefangen haben. Womit vielleicht der Kreis wieder geschlossen wäre ... :-/
Michael Maag @ 26.02.2008 16:21 CET
Tja, der größte Feind der Zitronenfalter ist die Unwissenheit der Menschen. - Wobei Schmettrelingfangende Kinder den kleinsten Anteil ausmachen dürften (ich hoffe doch, Du hast die Lindlinge damals wieder frei gelassen :-)

Die Zitronenfalterweibchen sind blass grünlich-weiß gefärbt und werden von vielen mit dem Kohlweißling verwechselt - und wegen dieser Verwechslung oft getötet.

Ausserdem dürften durch den Rückgang von Feldrainen und Wildhecken auch die Wirtspflanzen zurückgegangen sein. http://de.wikipedia.org/wiki/Zitronenfalter
Klaus-Martin Meyer @ 26.02.2008 20:37 CET
sofern es um die massenkunststoffe geht, kann das sein, dass es nicht vom fleck geht.
aber bei den wood plastic compound WPC geht doch in meiner wahrnehmung einiges.

grusz
klm
Reto Stauss @ 26.02.2008 22:06 CET
@Klaus-Martin: interessantes Stichwort! Entspricht das dem, was bei Wikipedia unter Wood-Plastic-Composite läuft? Scheinbar werden aus WPC bisher aber keine Folien hergestellt ...
littleblackmone @ 27.02.2008 15:52 CET
hallo reto.

mag sein, dass belastbare kunststoffe aus naturfasern in weiten bereichen noch nicht besonders weit gekommen sind. ich erinnere mich da an ernest callenbachs vision von langsam verrottenden autos etc. da könnte wohl noch was gehen, aber einen recht alten "natürlichen kunststoff" hast du dann doch aber vergessen, lobend zu erwähnen: das gute alte cellophan ist in seiner reinform biologisch abbaubar und komplett aus nachwachsenden rohstoffen zu gewinnen. mittlerweile findet mensch manchmal wieder paprika und anderes lose abgepacktes gemüse in cellophan-beuteln (aber wohl eher bei supermarktware). sie lassen sich recht leicht an dem typisch lauten knistern erkennen, wenn man sie in die hand nimmt.

früher, ob immernoch, weiss ich nicht, gabs zellglas-beutelchen bei dem auch auf deiner seite hin und wieder zitierten teuer-versand für zeitlos-robuste technik (namen muss ich ja nicht sagen).

auch wenn maisstärke-beutelchen vom energie- und verbrauchsaspekt nicht sooo prickelnd sind, so helfen sie doch das dilemma zu überbrücken, dass die umweltbewusste urbane hundehalter_in bisher immer quälte: um den kompostierbaren hundedreck zu beseitigen musste man ihn mittels eines erdölderivats einhüllen, damit er in den kollektivmüll entsorgt werden kann (weil manche hunde eben auch mehr und schneller dreck machen, als man zeitungen zur hand hat). sozial bringt das zwar viel bonus, aber das öko-gewissen leidet massiv ob dieser unsinnigkeit. das maisstärke-beutelchen bringt abhilfe, denn damit lässt sich die tretmine einfach versetzen und dem direktkompost zuführen (je nach wahl gebüsch oder biotonne). nur in den restmüll sollte es nicht wandern, das wäre dann ja wirklich verschwendung.

die frage ist, ob mensch auch für die mitnahme eines röllchens maisstärke-beutelchen im biosupermarkt vor den kadi geschleift würde, wie es einer mir bekannten person in der gemüseabteilung eines konventionellen supermarktes wegen unerlaubter mitnahme einer ganzen rolle plastikgemüsebeutel passiert ist.
immerhin ist es gut für die umwelt.

viele grüße von der mone
Marc @ 28.02.2008 11:31 CET
Wir nutzen bei uns im Shop solche grünen aus Maisdrops zum verpacken. Die kann man praktisch auf den Kompost verwerten.
roland | landscaping.at @ 29.02.2008 20:10 CET
na da bist du mir mit einem Thema wieder zuvorgekommen. Kann ich das also aus meinen Entwürfen löschen und auf deinen interessanten Beitrag verweisen. ich habe eigentlich gehofft die leute auf der biofach zu finden, aber bis dorthin haben sie es nicht geschafft. da sie aber bei mir ganz in der nähe sind gibt es vielleicht noch ein interview mit ihnen.

zu WPC vielleicht noch ein interessanter Link. Bei uns auf der uni wir eifrig in diese Richtung geforscht: http://www.kplus-wood.at/

lg
roland
Reto Stauss @ 04.03.2008 10:35 CET
@roland: bitte nicht die Flinte ins Korn werfen! Du findest sicher noch weitere Aspekte zum Thema, welche mein oberflächlicher Beitrag nicht anspricht. Themen von anderen aufnehmen und vertiefen ist etwas, was "wir" Nachhaltigkeits-Blogger bisher nicht so gut machen ...
Klaus-Martin Meyer @ 05.03.2008 19:42 CET
@ Reto
ja genau.
NaKu @ 02.04.2008 13:53 CET
Hallo an alle,

hier sind die Leute von NaKu. Freut uns, dass unsere Tragetaschen aus Natürlichem Kunststoff hier Aufsehen erregt haben.
Hmm geht bei Biokunststoffen viel weiter? Ist relativ. In unserem Fall recht lokal. In Europa tut sich schon einiges zu dem Thema. In Deutschland und Österreich eher weniger. Den Gedanken, den wir mit den Tragetaschen verfolgen ist: viel zu schade in nur als Kompostbeutel zu verwenden. Nimm ihn zum Transport des Einkaufs, Lagere danach noch Brot und den Salat drin damit er länger frisch bleibt und ganz zum Schluß nimm ihn für den Biomüll. Und wenn der Supermarkt noch drauf schreiben kann das er die neuen tollen natürlichen Kunststoffe verwendet hat er sein Marketing auch noch, weil er sonst keine Grund hätte die wesentlich teureren Tragetaschen überhaupt zu kaufen.
Für besonders interessierte Leute schicken wir auch gerne einmal ein Muster zu.

@roland: ich weiss jetzt leider nicht welches Eck das ist um das Du herum bist aber melde Dich doch einfach, dann finden wir schon irgendwie zusammen. Biofach ist richtig da waren wir nur als Besucher.

Grüße das NaKu Team
Philipp Zimmermann @ 25.08.2008 15:10 CET
Hallo,
ich habe eine Handelsagentur für Serviceverpackungen und wie es sich für ein Kinde der Generation-X gehört, bin ich natürlich auch damit befasst, welche Tragetaschen gut und sinnvoll für die Umwelt sind. In unserem Blog steht auch schon Einiges zu diesem Thema. Biokunststoff ist jedenfalls nicht die Lösung - und nicht nur weil Lebensmittel verarbeitet werden, sondern weil die Ökobilanz hinten und vorn nicht aufgeht. Wer aus tragetaschen aus Biokunststoff besteht, kann sie gerne bei uns kaufen. Aber genau genommen sind die umweltschonendsten Tragetaschen noch nicht mal aus Papier oder Baumwolle, sondern aus ordinärem LDP!? Am besten bleibt natürlich der Weidekorb! Aber dann wären wir ja bald pleite - das will ich auch wieder nicht. :)
Gruß Philipp
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