BlogBilderBücherDossiersSuchenSchlagworteÜberKontakt
Kulturelle Revolutionäre

Kategorien

Schlagworte

Permakultur

Heizen mit Holz

Eigenbau

Barthühner

Selbstversorgung

mehr ...

Zum Thema

Gerne gelesen

.ch Blogger

Login

Die Masse von einer guten Sache begeistern

Der Beitrag über fairdo hat einen ziemlichen Schwung an Kommentaren provoziert, unter anderem haben sich auch Sophie Scholz und Daniel Pichert, die Gründer der Plattform, wortreich gemeldet und erklärt. Folgende Fragen wurden aufgeworfen:
  • Sind die heutigen Bio-/Öko-/Fair-/Sozial-/Was-weiss-ich-von-was-Angehauchten eine elitäre Gruppe, welche sich auch möglichst nur unter ihresgleichen bewegen? Vor allem auch auf dem Internet?
  • Wie kann "die Masse" dazu motiviert werden, sich Gedanken zum Thema zu machen und den Lebensstil nachhaltig auszurichten?
  • Für was taugen eigentlich Social Netwerk Services, d.h. Webdienste wie zum Beispiel Xing oder eben auch fairdo? Benutzt jemand welche mit Gewinn?
  • Darf man mit einer "guten" Sache Geld verdienen? Wenn ja, wie? Wie nicht? Wenn nein, warum eigentlich nicht?
Eine Menge in die Tiefe gehender Fragen, die aber extrem spannend sind. Ein paar Ansichten dazu gibt es hier, weitere Kommentare sind ausdrücklich erwünscht (auch wenn wahrscheinlich schon alle im Wochende sind ...).
Ähnliche Beiträge:
Protestieren war gestern. Vernetzen ist heute. Aktion kommt morgen.
Den Nachhaltigkeits-Graben überwinden
Der Nachhaltigkeits-Graben II
Der Nachhaltigkeits-Graben
Zweites Nachhaltigkeits-Bloggertreffen
Kommentare (18)  Permalink

Kommentare

olaf (der andere) @ 18.01.2008 16:38 CEST
vier fragen, vier antworten! (später evtl. mehr)

1. ja, ich sehe es bedauerlicherweise immer wieder, das sich abgeschottet wird. vielleicht ist mein gewählter begriff "bewusst", falsch ausgedrückt, es könnte auch unbewusst sein.

2. kein einfaches unterfagen, aber längerfristig möglich. steter tropfen höhlt den stein. massentaugliche themen in richtung bio/öko lenken bzw. die massentauglichen themen in bio/öko-bereich hervorheben.
essen ist dabei wichtig, genauso gesundheitsthemen. nur mal so als einfache beispiele.
aber auch mal unkonventionelle ideen thematisieren. ich nenne als stellvertreter einfach mal otto normalverbraucher.
otto möchte unterhalten werde.
warum nicht mal ein autotest für otto.
porsche 911 turbo vollausstattung, gegen irgend eine 3l-sparbüche.
was kommt heraus?
es wird drüber gesprochen:
"wie kann man nur?", "der porsche ist dem kleinen doch weit überlegen", "schon toll das man ein auto auch mit 3l benzin bewegen kann!" usw. usf.
sowas macht neugierig!
genauso war die geplante datingplattform eine sehr gute massentaugliche idee.
da gibt es nicht zu lachen, sowas ist eine professionelle idee. zwischenmenschliches geht immer!!!

3. ich war bei xing, bzw. bin da immer noch zu finden. für mich uninteressant, weil mir die leute entweder was verkaufen wollten, oder für ein anderes unternehmen abwerben wollten.
beides nicht meine erwartung an eine solche plattform.
von daher taugt das wohl eher als geldmaschiene für die erfinder. das einzige wozu es taugt, ist zu lernen wie es entstanden und so gross geworden ist.

4. nein, meiner meinung nach, darf man mit einer guten sache kein geld verdienen.
man darf kostendeckend arbeiten, man darf im vorfeld projektbezogen geld einnehmen, aber bitte nicht verdienen.
genauso wie es nicht passt den profit zb. einer hedgefont-plattform in soziale projekte zu stecken, passt es eben nicht zu bio/öko/sozial/fair.... geld zu verdienen. das ist leider so, und daran wird längerfristig jeder scheitern, der die karten nicht auf den tisch legt.
Gerhard Zirkel @ 18.01.2008 17:13 CEST
Wie kann "die Masse" dazu motiviert werden, sich Gedanken zum Thema zu machen und den Lebensstil nachhaltig auszurichten?

Überhaupt nicht, weil:

1. "Die Masse" denkt nicht, sie liest die B... Zeitung.
2. Den Lebensstil nachhaltig ausrichten bedeutet zu verzichten. Verzichten will niemand, weil die Anderen ja auch nicht verzichten.

Vielleicht doch, wenn:

Man seinen eigenen Lebensstil verändert. Niemand lässt sich gerne sagen wie er zu leben hat. Aber guten Beispielen folgt man manchmal.

Gerhard Zirkel
Micha @ 18.01.2008 22:14 CEST
Das hat schon fast was von Hausaufgaben über's Wochenende ;-) Probier mer's mal.

1. Würde ich nicht generell so sehen. Meine Erfahrung ist, dass wenn man auf so eine Gruppe zugeht in der Regel auch freundlich empfangen wird, vorausgesetzt man hält sich an die Konventionen. Umgekehrt findet ein Zugehen auf "noch-anders-denkende" eher selten statt. Das Internet macht da keine Ausnahme, es ist nur manchmal einfacher sich zu einer "elitären" Gruppe auf den Weg zu machen.

2. Nach 20 Jahren Überzeugungstätigkeit würde ich desillusioniert sagen nur mit Gesetzen oder gnadenloser Anbiederung. Letzteres hat allerdings zur Folge, dass man sich nicht mehr sicher sein kann wer nun wessen Überzeugung übernimmt.
Im kleinen Kreis (keine Massen) reicht es konsequent sein Ding durchzuziehen. Das verschafft neben Kopfschütteln auch Respekt und gibt Gelegenheit zur Nachahmung.

3. "Social Networking Plattformen" sind das Ebenbild der realen Netzwerke. Beim monatlichen Meeting der Jungunternehmer sind die gleichen Teilnehmer wie schon beim Marketingclub oder beim Aussenhandelsvortrag der IHK. Auf die alternative Szene übertragen: Bei der lokalen BUND Gruppe treffen sich die gleichen Personen wie beim Aktionskreis "Eine Welt", die vorher noch schnell bei der Mahnwache gegen Kinderarbeit waren.
Trotzdem gilt natürlich das was ich unter 1. geantwortet habe.

4. Würde ich erstmal gerne wissen was eine "gute Sache" ist. Die Aufführungen des Stadttheaters sind ja auch eine gute Sache. Geld werden aber die wenigsten öffentlichen Theater verdienen, trotzdem haben die Angestellten ihr Auskommen. Das kann man Kostendeckung nennen, oder auch Subvention.
Im Grunde ist es aber doch wie mit allen wirtschaftlichen Aktivitäten. Je besser die Geldverwendung kommuniziert wird, umso besser wird es von den Kunden/Nutzern akzeptiert. Bei "guten Sachen" ist halt die Fallhöhe entsprechend höher.
Michael Maag @ 18.01.2008 22:26 CEST
Hm, mal der Reihe nach:

1. Ja. Leider immer noch. Es bessert sich zwar zusehends, ist aber immer noch weit von einer allgemeinen Akzeptanz entfernt. Wobei Vernetzungen (wie auch hier) wichtig sind, um sich zu orientieren. Darüber, ob ein Blog (social network, etc) die Welt verändert, wurde schon öfter dikutiert.

2. Durch Beispiel. Siehe auch "Eike, der moderate Aussteiger". Dabei ist es eine Gratwanderung, die Leute an etwas Neues heranzuführen, ohne Sie zu verschrecken. Erleben wir regelmäßig in unserem Schaugarten.
Oder durch Aktionen wie "green my apple" von Greenpeace; Wobei das schon eine große PR-und Marketing Aktion ist. Sollte doch auch in kleinerem Maßstab funktionieren.

3. Bisher nicht viel - Ich bin in Xing, ist aber irgendwie nicht mein Ding; finde da nicht wirklich Anregendes, oder neue Kontakte.

4. Ja, natürlich! Dabei gilt aber die ursprüngliche Bestimmung von Preis: Nicht verlangen, was der Markt zahlt, sondern das, was die Arbeit wert ist.
Wird eine Arbeit nicht bezahlt (womit auch immer - ein gutes Wort dafür ist Energieaustausch), dann ist diese Arbeit im wahren Wortsinne wertlos.
Warum sollte ich die Leistung dann anbieten oder haben wollen?
Es muss also meiner Meinung nach eine Vergütung von Leistungen (ich drücke mich um das Wort "bezahlen") erfolgen, die auch ein Leben von diesen guten Taten erlaubt. Das hat auch viel mit gegenseitiger Anerkennung zu tun.
Ich habe jahrelang bei Bekannten oder Freunden für (meistens) Bau-Beratung nichts oder Hungerlohn verlangt - und mich dabei meist mies oder ausgenutzt gefühlt.
Und ja, Karten auf den Tisch legen - nicht heimlich an Provisionen oder sonstigem verdienen, sondern ehrlich bleiben.

Gruß aus dem Paradiesgarten!
M.Wehning @ 19.01.2008 00:04 CEST
Oh je, ich mach meine Hausaufgaben nur unvollständig ;-)
Allzu spannend finde ich aber Nr. 4:
Unbedingt! Ich zahle gerne für "gute Sachen". Und definieren tue ich bitteschön selbst, was das für mich ist. "Gerne" z.B. zahle ich angemessen für gute Arbeit, ausgesprochen knauserig bin ich bei Energiekosten, die versuche ich möglichst einzusparen.
Mit Geld kann man vieles kaufen, warum nicht Dinge, die einem wertvoll sind.
Ich z.B. gebe gerne einen Teil meiner Ersparnisse "Oikocredit", einer Bank, die Mikrokredite in der sog. 3. Welt vergibt. Das finde ich weitaus effektiver als Spenden, weil hier die Würde der Kreditnehmer gewahrt bleibt (es sind keine Almosen) und auf diese Weise ein positiver Kaskadeneffekt ausgelöst werden kann. Außerdem kann ich das Geld eines Tages wieder abheben, wenn auch die Rendite nicht gerade berauscht. Aber eben nur die finanzielle...
Mehr dazu unter www.oikocredit.de
Ralf @ 21.01.2008 09:06 CEST
Die Masse zu bewegen halte ich für ein zu hoch gesetztes Ziel. Ich bin ja schon froh, wenn ich im nächsten Umfeld es persönlich schaffe jemanden zu überzeugen, dass er doch besser Ökostrom beziehen sollte. Das ist schon extrem schwer.

Das Hauptproblem, welches ich (zumindest für mich) ausgemacht habe ist, dass die Menschen meistens sogar über genügend Wissen verfügen, doch das Bewusstsein dafür nicht aufbringen können und wollen. Das hat natürlich vielfältige Gründe. Die Verantwortung selber zu übernehmen bedeutet gleichzeitig auch keine Ausreden mehr zu haben...
Reto Stauss @ 21.01.2008 23:02 CEST
@alle: sorry, bin diese Woche auf dem Bau, aber nur soviel: danke für eure Gedanken! Es sind schwierige Fragestellungen, welche nicht eindeutig zu beantworten sind ...
roland | landscaping.at @ 23.01.2008 17:24 CEST
ich bin im Moment auch ein wenig offline und daher schalte ich mich erst jetzt hier ein. war ja schon eine ganz schöne Aufgabe durch die ganzen Kommentare durchzulesen.
ganz interessant finde ich hier, wie jeder seine "Hausaufgaben" erfüllt und in einer sauberen Auflistung Punkte aufzählt. das geht sogar soweit, dass sich einer entschuldigt, wenn er das nicht tut. (kann ich mir das "sie" sparen? sind hier wirklich nur Männer am reden? - beziehe mich jetzt auf diesen Eintrag). Es sind wohl alle durch das gleiche Schulsystem gegangen.

Ich möchte mich hier auf einen Aspekt beschränken, der aber auch alle anderen einbezieht.
Die Masse bewegen/motivieren. Dieser Anspruch kann ja wohl (im Bezug auf Nachhaltigkeit) nur für LOHAS gelten. Zu dieser Gruppe gehören Menschen, die einer meist mittleren bis höheren Einkommensschicht zugehören (man muss dafür ja bereits gewisse Grundbedürfnisse befriedigt haben) und durchaus kauffreudig sind. Somit können sie von Marketingstrategen erfasst werden und gezielt beworben werden. Plattformen wie Utopia und IVY-World nutzen diese Zuordnung und bedienen damit einen Markt. Vernetzung macht für LOHAS also Sinn (und ich meine das durchaus positiv), denn viele davon sind nicht mehr nur Konsumenten sondern auch Produzenten.

Wie ist das nun aber mit denen, die einfach nur ein einfaches Leben führen wollen? LOVOS werden sie manchmal auch bezeichnet (wenngleich ich glaube, dass damit schon wieder versucht wird, einen Begriff drüber zu stülpen mit dem man die Leute dann auch beackern kann). Mir geht es zum Beispiel nicht darum, die Masse zu erreichen. Es geht darum Wissen zu teilen und ev. auch zu generieren. Weblogs wie nachhaltigbeobachtet.ch nutzen mir eben auch dazu, wissen zu erlangen und (das ist nicht zu unterschätzen), Leute kennenzulernen, die ähnliches im Kopf haben wie ich. Wenn ich auf meiner Seite Google-Ads schalte, dann begebe ich mich in einen Graubereich zum Kommerziellen (und ich tue das und überlege schon seit langem, ob ich das überhaupt will?). Die Zahl der Klicks darauf, bestätigt mich auch, dass ich ein Publikum erreiche, das nicht an Werbung interessiert ist (ein weiterer Grund, die Ads zu entfernen :-)

Plattformen wie Xing und Utopia nutze ich in meinem Geldberuf und finde sie dafür auch sehr nützlich. Irgendwann möchte ich den aber an den Nagel hängen können und den Nagel hängen können und dann wäre ein Netzwerk mit Leuten, die Tipps für ein einfaches Leben bereit stellen natürlich sehr sinnvoll. Ob fairdo das können wird, kann ich nicht sagen. Der "über fairdo" Seite entnehme ich aber, das es nicht das Ziel ist, die Nutzer-Gruppe derart einzuschränken. Kann es vermutlich auch nicht sein, denn dann müssten die BetreiberInnen ja irgendwann einmal soviel Geld verdient haben, dass sie jetzt nur noch Zeit haben. Mich würde es natürlich freuen, wenn es irgendwann einmal auch so ein Netzwerk gibt. Bis dahin muss mein eigenes Netzwerk am köcheln halten :-)

natürlich würde ich fairdo auch von innen kennenlernen, wenn jemand hier noch einladungen übrig hat :-)
Reto Stauss @ 23.01.2008 21:59 CEST
@Roland: danke auch für Deinen umfangreichen Kommentar! Die Einladung zu fairdo ist unterwegs.
Sophie @ 24.01.2008 11:25 CEST
@Roland - Reto versorgt Dich also schon mit einer Einladung.

@ alle: Ich mache meine Hausaufgaben gerade an anderer Stelle - deswegen halte ich mich aus der Diskussion heraus - verfolge sie aber weiterhin.
Ich versuche die Diskussion nach fairdo hineinzutragen und freue mich, wenn Ihr dabei helft!
Sophie @ 24.01.2008 11:37 CEST
Ups - noch was vergessen, was ich schon längst mal fragen wollte. Rolands Beitrag hat es wieder ins Gedächtnis gerufen:

Roland: "sind hier wirklich nur Männer am reden? - beziehe mich jetzt auf diesen Eintrag)."

Es scheint ja sowas wie eine "Nachhaltigkeitsblogger-Szene" zu geben. Ich habe mich gefragt, ob das hauptsächlich (oder alles?) Männer sind? Aus Deiner Bemerkung schließe ich aber, dass es sonst durchaus üblich ist, dass Frauen sich in die Diskussion einmischen?
roland | landscaping.at @ 24.01.2008 20:08 CEST
@Sophie ... na, damit zwingst du mich ja schon, zukünftig hier bei diesem Beitrag beide Formen zu verwenden :-)

meine beobachtung ist natürlich nicht durch empirische Untersuchungen belegt. ich habe aber doch den Eindruck, dass Männer doch eher dann in den Vordergrund treten, wenn es ums "Masse bewegen geht" (ich nenn das mal "Platzhirschphänomen") und Frauen einfach nachaltig agieren. Wenn ich mir die Liste derer ansehe, die sich nun fürs Bloggertreffen bei der BioFach angemeldet haben, dann bestätigt sich meine Theorie für die nachhaltige Bloggerszene beeindruckend. Das Verhältnis ist 20:3

roland

ps: für die BioFach gibt es noch Plätze, vielleicht interessiert euch das Sophie und Daniel
Martin Wehning @ 24.01.2008 21:42 CEST
Tja, Roland und Sophie,
das ist ja mal ne spannende Frage, wieso hier anscheinend überwiegend Männer schreiben. Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht.
Aber (bei allem Respekt, Reto) wollte ich die Massen bewegen- so wär ich hier wohl einigermassen fehl am Platze.

Mir dient der Blog vor allem für anregende und fast immer spannende Diskussionen, oft genug auch eher zum lauten Denken.
Und hierfür finde ich diesen Blog super!!
(Ich hoffe, Reto, ich hab noch die Kurve gekriegt?!)
Reto Stauss @ 27.01.2008 00:07 CEST
@Sophie: wenn Du Dir die Liste (allerdings nicht vollständig) anschaust, dann sind männliche Schreiber tatsächlich massiv übervertreten. Ob es tatsächlich am Geltungsdrang des "starken" Geschlechts liegt, könnte sein, ein weiterer Faktor ist sicher auch der kleine Prozentsatz von technikaffinen Frauen. Man gehört halt doch eher zu den fortgeschrittenen Internet-Benutzern (ohje, eine männliche Form :-), wenn man einen Blog führt und/oder kommentiert.

@Martin: knapp, ganz knapp. Wenn Du bald wieder einen schönen Beitrag schreibst, dann sehe ich darüber hinweg. Bin ja nicht so :-).
Kap Horn @ 16.03.2008 17:00 CEST
Hej!

Die erste Frage lautete:
Sind die heutigen Bio-/Öko-/Fair-/Sozial-/Was-weiss-ich-von-was-Angehauchten eine elitäre Gruppe, welche sich auch möglichst nur unter ihresgleichen bewegen? Vor allem auch auf dem Internet?

Ob "elitär" angehaucht oder nicht, das ist mir ziehmlich egal, aber ich bin der Meinung, dass man in diesen Gruppen Menschen findet, welche sich ihre eigenen Gedanken machen und nicht einfach mal so drauflos leben wie die "grosse" Masse es nunmal macht."
Man ist eher kritisch und hoffentlich auch selbstkritisch gegenueber den Geschehnissen in sowohl seinem Nahbereich als auch was die Geschehnisse in der Welt betrifft.
Dass man sich zu "Seinesgleichen" sucht, ist ganz einfach menschlich, vor allem in einer unbekannten und daher vielleicht "feindlichen" Welt. Das tun zB alle Einwanderer in einem Land auch, egal welcher Nationalität.
Gleiches verbindet nunmal ganz einfach.


Die Zweite:
Wie kann "die Masse" dazu motiviert werden, sich Gedanken zum Thema zu machen und den Lebensstil nachhaltig auszurichten?

Die meiner Meinung nach beste Art ist natuerlich durch Aufklärung, Wissen und soweiter. Wenn der Schritt zum freiwilligen Einschränken mit diesem Hintergrund von jedem Einzelnen vollzogen wird, dann hat es Tragkraft und ist nicht nur ein Trend.
Aber der Mensch will "Vorteile" dabei ereichen, und sei es wie bei mir, der eigenen Freiheit wegen!
Also muss irgendeine direkt "Mohrfuebe" dabei sein. Etwas so diffuses wie das "Globale" ausmacht ist nicht genug.

Eine andere, zur Zeit immer stärker werdende Art ist die Angstmache.
Wir sehen täglich Propaganda in dn Medien wo mit dem Weltuntergang gedroht wird.
Das ist wie kleinen Kindern vom "bösen Onkel" zu erzählen. Man schuechtert ein, aber auf Dauer ist das keine Lösung!
Allerdings, Angstmache steigert natuerlich die Macht der wirklichen "Drahtzieher" auf dieser Welt...was ja denn auch der Sinn des Ganzen ist.
Wer will schon freidenkende, muendige Mitbuerger?

Zu den anderen Fragen kann ich mich nicht äussern, denn da fehlt mir die Hintergrundinformation.


Kap Horn
der sich entschlossen hat, der "Weltverbesserung" ganz einfach den Ruecken zu kehren und auf seine Art versucht, dem Globus so wenig wie möglich zur Last zu fallen.
Reto Stauss @ 16.03.2008 22:38 CEST
@Kap: jemanden dazu bewegen, etwas anders zu machen ... etwas, was in der Weltgeschichte immer wieder mit den verschiedensten Methoden versucht und erreicht wurde. Oder auch nicht. Angst ist eine Möglichkeit, ein (viel zu) oft angwandte, welche aber erschreckend gut funktioniert. Wesentlich sympathischer in meinen Augen: Vorbild sein.

Wobei ich bei mir selber beobachte, dass eben gilt: es gibt nichts gutes, ausser man tut es. Ich wüsste bei den meisten Dingen, was das "Richtige" ist, aber nicht immer tue ich es auch. Obwohl das entsprechende Wissen (Bewusstsein?) da ist ... hier wäre zu überlegen, was der Hebel ist, um vom Gedanken zum Tun zu kommen. Ausser noch einem schwammigen Begriff fällt mir diesbezüglich nicht viel ein: Selbstmotivation.
Kap Horn @ 18.03.2008 12:26 CEST
Hej!

Was sagst Du zu dem vielleicht genau so "schwammigen" Begriff:
Charakterstärke?

Es geht darum, die Kunst des "sich-selbst-am-Kragen-packen" zu erlernen denke ich mal.
Immerwieder, bis sie irgenwann mal im Rueckenmark verankert und damit zum Reflex wird.

Was die Sache mit dem Vorbild angeht, das wählen die Menschen ja je nach "Geschmack", von daher bin ich nicht unbedingt ueberzeugt davon. Manche finden ja auch richtig "schwere Jungs" prima als Vorbild!

Ein "Weltverbesserer" war ich in jungen Jahren jede Menge, und nun, mit mehr Erfahrungen im Rucksack des Lebens, so sehe ich immer mehr: bringt nix, mach Deinen Kram, ob Verbesserer oder nicht, Vorbild oder nicht und benutze die Enrgie dazu, statt zu "reden".

Kap Horn
der allerdings auch da noch viel zu lernen hat.
Reto Stauss @ 18.03.2008 12:56 CEST
@Kap: ja, Charakterstärke (oder auch Konsequenz?) gefällt mir auch gut ... und wenn man seinen Kram macht, selbst-, nicht fremdgesteuert, dann wird man automatisch zum Vorbild ... aber natürlich nicht für alle.
Keine (weiteren) neuen Kommentare erlaubt.