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Ist Internet-Nutzung überhaupt mit freiwilliger Einfachheit vereinbar?

littleblackmone hat in einem Kommentar zur Liste der Anbieter von ökologischem Webhosting die Frage aufgeworfen, ob die Nutzung von Computer und Internet überhaupt LOVOS-gerecht sei:
...
und da ist der energieaufwand für die bereitstellung der infrastruktur, also von der herstellung der server, über datenleitung bis zum PC zu hause oder im büro noch nicht drin. internet und co. sind in gänze also insgesamt echt problematisch, womit wir uns die frage stellen dürfen, ob die nutzung dieser struktur überhaupt LOVOS-gerecht ist :-/. oder anders gesagt, wer ohne computer und www lebt, lebt co2-neutraler. nicht das wir das nicht vorher wussten, aber was ist die alternative. wie tauschen sich die ganzen öko-austeiger_innen und politniks in einer low-energy zukunft aus? nicht das ich einen funken einer ahnung habe, aber vielleicht sammeln wir mal ein paar ideen.
...
Machen wir. Da ich mich selber im gleichen Spannungsfeld befinde, würde mich interessieren, was ihr da draussen darüber denkt:
  • Verzichtet jemand komplett (hahaha, Scherzkeks, derjenige wird nicht antworten)?
  • Schränkt sich jemand in Gebrauch und Geräten ein?
  • Braucht es das Internet zur Vernetzung von Alternativen und Ökobewegten?
  • Was sind die Alternativen?
Deine Meinung gerne per Kommentar hier oder - falls Du dort aktiv bist - im Utopia- oder Permakultur-Forum (in leicht abgewandelter Form).
Kommentare (9)  Permalink

Kommentare

zeitcollector @ 04.12.2007 22:44 CET
Wenn man berücksichtigt, welche Bedeutung und welchen Umfang das Internet mittlerweile hat, dann kann ich mir schwerlich Alternativen vorstellen.
Ohne Internet wäre die Vernetzung sicher nur regional sehr begrenzt möglich. Per Telefon kann man natürlich Vernetzung schaffen, aber da wäre nur Sprache möglich. Fax und Post verbrauchen auch Energie.
Ich glaube, dass das probate Mittel auch hier eine sinnvolle Beschränkung ist.
(Brieftauben sind ja keine echte Alternative ;-) )
Reto Stauss @ 05.12.2007 09:47 CET
@zeitcollector: aus meiner Sicht führt auch kein Weg mehr an dieser grossartigen Technologie vorbei. Allerdings machen halt kolportierte Vergleiche schon nachdenklich, die von einem Energie-Verbrauch bei der Verwendung in der Grössenordnung von Flugzeugen oder bei der PC-Herstellung von Autos sprechen.
Olaf @ 05.12.2007 14:15 CET
Theoretisch könnte man sehr sehr viele Webseiten vom Netz nehmen. Es gibt eh unglaublich viel Schrott, den keiner braucht. Demnach bräuchte man auch viel weniger Server. Die Seite vom Netz zu nehmen, muss natürlich jeder selbst entscheiden, wir wollen ja niemanden in seiner Meinungsfreiheit beschränken und so...
Reto Stauss @ 05.12.2007 14:54 CET
@Olaf: ich möchte nicht entscheiden müssen, was vom Netz muss. Und sicher hat jeder das Gefühl, dass sein Zeugs wirklich wichtig für die Allgemeinheit ist ...
Roland @ 05.12.2007 22:16 CET
Das Verhalten direkt ist sicher eine Lösung, aber für viele einfach keine praktikable. In meiner Arbeit versuche ich möglichst viele Daten meiner Recherchen gleich zu notieren und damit replizierbar zu machen. Da ich oft an verschiedenen Orten arbeite, mache ich das übers Web und nutze die Daten also immer online. es ist schwer anders machbar.
ich möchte also anderswo beginnen. So habe ich soeben zu einem greenhost gewechselt. Zu Hause nutze ich Ökostrom und vermeide zusätzlich jeglichen StandBy-Verbrauch. Selbst Router und Modem sowie alle telefone werden immer ausgeschalten. Das Mag jetzt nicht wirklich neu und innovativ klingen, aber wenn es alle tun würden .... ja, wenn ...
Und zu guter letzt gibt es auch noch die Effizienz bei Geräten, die in letzter zeit so oft besprochen wurde.
Langer rede kurzer Sinn: Das direkte Verhalten ist eine Sache, das indirekte oder auch systematische Verhalten sollte dabei aber nicht vergessen werden.
olaf (der andere) @ 09.12.2007 18:45 CET
ich kann mit meinem auto den ganzen tag vollgas fahren, muss ich aber nicht und komme trotzdem an.

will sagen, warum nicht auch beim programmieren an die umwelt, den energieverbrauch denken?

meine kenntnisse bez. EDV gehen über eine nutzung des www nur unwesendlich hinaus, aber mir fällt auf das diverse seiten das kühlgebläse meines rechners hochfahren lassen.
das muss nicht sein, denn im gegenzug surfe ich auch tolle seiten an, ohne das mein rechner dicke backen macht.
"grüner server" und durchdachte programmierung wären schon mal ein anfang.
Reto Stauss @ 10.12.2007 13:19 CET
@olaf (der andere): Nr. 2 lebt! ;-)
Du sprichst nicht zufälligerweise von einem uns bekannten Portal, oder? Als Nutzer kann man natürlich solche Seiten nur auslassen und allenfalls noch den Webmaster darauf ansprechen ...
Martin Wehning @ 12.12.2007 20:18 CET
Gerne wird einem ja beim Multimediahändler erzählt, es sei viiel sparsamer, einen Flachbildschirm zu verwenden. Aber neben dem Preis frage ich mich, ab wann sich energetisch betrachtet eine Neuanschaffung überhaupt lohnt. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, daß ich den Röhrenmonitor nutze bis er kaputt geht, aber vielleicht hat noch jemand konkrete Zahlenvergleiche?
Danke schon mal.
Reto Stauss @ 13.12.2007 08:29 CET
@Martin: das Thema "Graue Energie" beschäftigt mich im Moment auch sehr stark ... leider gibt es hierzu noch keine Deklarationspflicht oder unabhängige Informationsquellen. So weit ich weiss zumindest.
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