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Krankt unsere Gesellschaft am Geld?

Angeregt durch Infomaterial, er Initiative für eine natürliche Wirtschaftsordung (INWO) versuche ich, ein paar Zusammenhänge im Umgang mit Geld zu verstehen. Wenn man Diskussionen dazu verfolgt, dann wird allerdings schnell klar, dass man scheinbar das Feld der exakten Wissenschaften verlässt und sich gegenseitige Positionen unversöhnlich gegenüber stehen - ähnlich wie beim Thema Klimawandel.
Römische Münze
Quelle: Old book illustrations
Was ist Geld? Ursprünglich eigentlich ein Tauschmittel, ein Universaltauschgut für Arbeit gegen Arbeit, Arbeit gegen Ware oder Ware gegen Ware. Soweit weit, so nützlich. Irgendwann hat sich dann bei jemandem Geld angesammelt, zum Beispiel weil er über gefragte natürliche Ressourcen verfügte. Als dieser jemand auf die Idee kam, diese Geld quasi weiterzuverkaufen - gegen Zins -, vermehrte es sich plötzlich von selbst. Es entstand eine neue Art von Ressource und Geld verlor seine alleinige Funktion als Tauschmittel.

Heute ist Geld Dreh- und Angelpunkt unserer Wirtschaft, Gesellschaft, ja oft des persönlichen Lebens. Nichts geht mehr ohne, der regelmässige Lohn und das bisschen auf dem Sparkonto vermittelt uns zudem eine gewisse Sicherheit. Andererseits strampeln wir uns ab, um Lebenskosten, Schulden und Zinsen zu zahlen. Und wundern uns, dass die Reichen immer reicher werden, wir aber auf keinen grünen Zweig kommen.

Erinnern wir uns an die Anfänge des Geldes? Wer nicht über eine bestimmte Menge ungebundenes Geld verfügt, das er "investieren", das heisst gegen Zins verleihen, kann, bleibt in dieser Knochenmühle stecken.

Oder geht es auch anders? Weiss ich (noch) nicht, aber ich bin ja nicht der einzige, der sich solche Gedanken macht.

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Kommentare (7)  Permalink

Kommentare

olaf @ 18.10.2007 14:34 CET
zum glück geht es anders. nun habe ich mal wieder den namen vergessen, aber es gab in österreich einen vorreiter, der das geldsystem anpassen wollte. ein teil dessen war, dass sich geld nach einer gewissen zeit selbst entwertet und somit ausgegeben werden muss. sparen und zins kommen somit nicht in frage. falls es sie noch gibt oder du eine bibliothek in der nähe hast, besorg dir mal ein paar ausgaben der "humanwirtschaft". grüße
Daniel Huber @ 18.10.2007 15:23 CET
Ich glaube das Geld krankt nur so stark, wie die Menschen hinter (oder vor) dem Geld kranken.
Die alternativen Geldsysteme sind auch nur so gut, wie die Leute und deren Philosophie dahinter. Also auch hier ein Umdenken ist angesagt und dann können wir ruhig das selbe Geld weiterhin verwenden!

Hier links zu "alternativem" Geld:

http://www.regiogeld.de/
@ olaf: der chiemgauer verliert z.B. an Wert

http://www.talent.ch/

und zu Geldsystemen allgemein:

http://www.inwo.ch/
http://www.inwo.de/

http://www.geldreform.de/
uups da sind ja die oben genannten Seiten z.T. auch aufgelistet.
Reto Stauss @ 18.10.2007 20:55 CET
@olaf: kann es sein, dass Du Silvio Gsell meinst? Er war einer der Vordenker einer zinslosen Wirtschaft (allerdings Deutscher).

@Hueb: Danke für die Links. Von Inwo hatte ich ja, wie anfangs erwähnt, Infomaterial und deren Zeitschrift zugeschickt bekommen. Und zum Thema Regional- und Tauschwährungen gäbe (und gibt es) auch Bücher zu schreiben.
Daniel Huber @ 19.10.2007 11:01 CET
@reto

mhhh... nennt man das jetzt unaufmerksamer Leser? Oder überaktiver Kommentierer?

Ich war einfach so in meine Sammlung von Geldlinks vertieft, dass ich einfach mal alle reingestellt habe.

Ich gelobe Besserung!
Reto Stauss @ 19.10.2007 11:43 CET
@Hueb: übermotiviert könnte man vielleicht sagen. Aber lieber übermotiviert als scheintot. Und lieber doppelt als nie. In dem Sinne: weitermachen!
Michael Maag @ 22.10.2007 14:00 CET
Hallo zusammen , unter

http://www.joytopia.net

gibt´s auch einen interesanten Ansatz für eine Überwindung der Zins-Daumenschraube. Ich kenne Bernd persönlich, und kann seine Denkanstöße nur unterstützen.

Gruß aus dem eiskalten, frischbeschneiten Paradiesgarten!
Triana @ 03.02.2008 12:14 CET
Die Ansätze mögen ja ganz in Ordnung sein, die Umsetzung ist aber viel aufwendiger. Und haben nicht viele vor großen Veränderungen Angst, wodurch erst wieder alles beim Alten bleibt?
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