Praktisches Wissen: wer weiss was - Zusammenfassung
So, der zweite Blog-Karneval auf nachhaltigBeobachtet ist Ende letzte Woche zu Ende gegangen. Mit 15 Beiträgen zwar weniger gross als "Urbane Gärten", dafür aber mit neuen Teilnehmern und - dies freut mich besonders - mit zwei Texten von Nicht-Bloggern. Ganz herzlichen Dank an alle von euch!
Nur eine kleine, vorsichtige, niemanden verletzen wollende Frage zur beschränkten Resonanz: könnte es sein, dass es nicht am Willen, sondern wie heimlich befürchtet, an den eher theoretischen Hintergründen der meisten Bloggianer liegt? Umso wichtiger ist es, ein Pflöcklein einzuschlagen und in sehr begrenztem Umfang "rechte" Hand der Blogosphäre zu spielen.Genug gemosert, hier nochmal die Übersicht über alle Beiträge. Falls jemand die Liste veröffentlichen möchte, findet er hier den HTML-Code zur einfacheren Übernahme.
- "Samengewinnung bei Pflanzen" im KleinsthofBlog: die praktische Anleitung zur Selbstversorgung mit Saatgut.
- "Yoga und Nachhaltigkeit" bei KarmaKonsum: ein gesunder Körper und Geist ist auch Umweltschutz.
- "Was weiss ich woher" ist mein eigener Beitrag.
- "Nachhaltige Wirtschaftsweise im Garten" im GartenLiteratur-Blog: 23 Jahre Wissen weitergeben.
- "Praktiker gesucht!" von bloggin'chm: das Handwerk im Blut.
- "Notieren und loslassen" von Yoda: wie man Wissen auf Papier abspeichern kann.
- "Kakao-Getränk" auf dem Blog ohne Diät: der Nicht-Handwerker mit der praktischen Frau.
- "Ofenbauer und Generalist" von Michael Maag: wie Querverbindungen praktisches Wissen potenzieren.
- "Aus dem Nähkästchen geplaudert" von Uta Alexander: über renitente Töchter und andere Nadelstiche.
- "Auf dem Weg zur Selbstversorgung und Energie-Unabhängigkeit" von Roland Dunzendorfer: der 12m2-Garten als Übungsplatz.
- "Probieren geht über Studieren" vom Dissident: eine peotische Betrachtung der pragmatischen Lebensart.
- "Spiegel schleifen" "aus meiner Werkstatt": über das Jahrhunderte alte Wissen, wie man Spiegel für Teleskope schleift.
- "Tätigkeiten, Unabhängigkeit und Selbstversorgung" von bluetime: eine Generalistin mit Schwerpunkt Gesundheit.
- "Ich kann alles" von Goggi: lieber Alleskönner als Besserwisser oder der beste schreibende Papa der Welt.
- "Das praktische Wissen und ressourcenschonender Möbelbau" auf fressnet.de: Schnellstbau mit Steck- und anderen vorhandenen Bausteinen.
Kommentare
Mögliche Gründe:
- Man weiß zwar viel, aber nicht so gut, dass man darüber schreiben will
- Es gibt dazu bereits viele Anleitungen im Internet, warum noch eine mehr?
- Man weiß soviel, dass man sich nicht entscheiden kann, was am besten passt
@Horst:
1. lasse ich gelten
2. es gibt alles auf dem Internet, allerdings nichts aus der eigenen Perspektive und in der eigenen Form (und übrigens ging es eigentlich eben nicht darum, eine Anleitung zu schreiben, was aber leider eher falsch verstanden wurde, was wiederum mein Fehler ist, weil ich es in der Einladung zu wenig deutlich geschrieben habe)
3. das war noch nie ein Grund, um mal irgendwo zu beginnen
Hey, aber wie gesagt, es hat mich gefreut, dass trotz allem ein bunter Strauss zusammengekommen ist.
Sali Reto
Vielleicht ist folgendes noch zu bedenken: es geschieht mehr als das, was sich geschrieben manifestiert. Es sei an meinem Beispiel erläutert: ich las von der Aktion und fing zweiseitig Feuer: ich war neugierig auf die „handfesten“ Erfahrungen der BlogleserInnen und – und das hat mich mehr umgetrieben – ich begann, mich selbst zu befragen. Was kann ich? Woher? Weshalb mach ich das? Nicht, weil ich besonders viel Praktisches selber mache, sondern weil die Beweggründe vertiefte Erläuterungen bedingen, liess ich vom Gedanken an einen Beitrag ab. Ob ich – um mich nicht ganz vereinnahmen zu lassen -, Teilzeit arbeite, Beeren sammle, Sauerteigbrot backe, Texte schreibe, Filzbilder mache, immer geht es neben der Freude (und einigem andern wie Erhalt von Fähigkeiten, Hand-Kopf-Herz-Ausgleich) auch um Autonomie in der Zeitgestaltung. Und: was für ein trauriger, folgenreicher Kulturverlust ist die Ödnis der Halbfertig- und Fertigprodukte, die Überflutung der Regale mit Füllschrott. Es ist dann eine Art positiv reagierenden Protests, wenn ich Eigenes herstelle. Falls Dich weiterführende Gedanken interessieren: unter www.lisa-tralci.ch findest du in der Rubrik „Aktuell“ im Artikel „A. ist überall“ mehr.
Lieber Gruss
Lisa
@Lisa: Du bist eine Leserin, wie sie sich jeder Blogger wünscht: Du lässt Dich zu eigenem Nachdenken und Tun inspirieren und meldest es sogar zurück. Danke!
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