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Blog Action Day: für die Umwelt

Bloggers Unite - Blog Action Day Heute ist Blog Action Day. Wieder eine Veranstaltung, zu welcher Blogger rund um den Globus aufgerufen wurden, beizutragen. Da ich nur ein Schäfchen in der Herde bin, folge ich brav, zumal mir das Thema naheliegt: die Umwelt. Neben dem Beitrag kann man zusätzlich die Tageseinnahmen des Blogs einer Organisation spenden, welche sich in handfester Weise um die Umwelt kümmert. (Nicht, dass man selber noch was tun muss. Und übrigens, welche Tageseinnahmen?)
Meine Botschaft an die Welt: Lasst uns unser Konsumverhalten ändern. Warum? Weil jeder Konsument ist und damit direkten Einfluss auf die Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt hat. Wie? So zum Beispiel:
  • Bewusster einkaufen: Regional, Bio, Fairtrade, nicht flugtransportiertes bevorzugen.
Sorry, ich kann einfach nicht. Ich habs wirklich probiert. Wollte eine schöne Liste zusammenzustellen, was man tun kann, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Der Entwurf stand schon. Aber echt, ändern wir mit solchen Aktionen irgendetwas? Wer zum Beispiel hier mitliest, ist sowieso schon am Thema interessiert und braucht keine weitere Predigt.

Und mal ehrlich, die Blogosphäre ist ein geschlossener Club. Kaum was dringt nach aussen. Zum Beispiel die unter anderem von Robert Basic initiierte "Free Burma!"-Aktion mit beachtlicher Resonanz in der Blogosphäre hat es einige wenige Male in die Randspalten, d.h. Online-Seiten der traditionellen Medien geschafft, wurde aber ansonsten komplett ignoriert. Dafür gibt es jetzt jede Menge Statistiken und die Soziologen sind auch wieder beschäftigt.

Erzeugen solche Aktionen mehr als ein vages Wir-Gefühl und ein Blitz-Momentum, welches nach Abschluss ins Leere verpufft? Ich glaube nicht. Siehe auch Live Earth. Wir können die Welt nicht ändern. Nur uns selbst. Und ändern damit die Welt. Amen.
Kommentare (22)  Permalink

Kommentare

Horst (Blog ohne Diät) @ 15.10.2007 08:01 CET
Naja, nicht so pessimistisch. Steter Tropfen höhlt den Stein. Manchmal reicht ein richtiger Gedanke zur richtigen Zeit zugetragen und jemand ändert was.
Vielleicht ist Dein obiger Gedanke ja ein solcher. 8-)
Andy @ 15.10.2007 08:01 CET
Ganz so schlimm würde ich es nicht sehen, widme einfach einen Deiner täglichen Beiträge dem Blog Action Day. Damit sind auch die üblichen Leser angesprochen.
Natürlich ändert sich nichts, aber vielleicht hilft Dein Beitrag dem einen oder anderen Leser bei seiner Verhaltensänderung. Das wird ja auch deine Motivation sein, nehme ich an.
Das Thema Umwelt und Klima ist im Moment einfach ein Modethema, vielleicht schafft diese Aktion auch eine Randspalte in irgendwelchen Zeitungen.
Patrick @ 15.10.2007 08:44 CET
Sehe die Sache auch nicht ganz so schwarz. Auch ich habe einen Beitrag verfasst. Er handelt von den Biosphärenparks der UNESCO im Allgemeinen und vom Park im Grossen Walsertal (Österreich) im Speziellen:
http://www.taxipluto.com/2007-10-15-gesellschaft-blog-action-day-biosphaerenparks
Roland Dunzendorfer @ 15.10.2007 08:50 CET
guter reto :-)
jetzt wollte ich gerade beginnen mit meinem beitrag zum blog-action-day. vorher machte ich noch einen block auf den reader, um zu sehe, was denn am wochenende so los war in der blogosphäre und stoße dabei auf denienn beitrag zum "umwelt-blog-tag". der ist aber schnell, dachte ich.
ich dachte auch lange darüber nach, was man denn schreiben kann über die umwelt, wenn man doch eh jeden tag in die kerbe schlägt/schreibt.
mal sehen, ob's gelingt :-)
Michael Maag @ 15.10.2007 12:40 CET
Wir können die Welt nicht ändern. Nur uns selbst.

Und wir können damit anderen zeigen: "Schau mal, es geht doch!"

Die Entscheidung sich zu ändern können keine "Predigten", Aufrufe, Blogs, Zeitungen oder was weiß ich was hervorrufen.
Das ist eine Entscheidung jedes einzelnen.
Was WIR tun können, ist ein Beispiel zu sein; dass es eben anders geht; dass wir keine hilflosen Opfer einer fremdbestimmten Umgebung sind.

Diesen Ansatz verfolgen wir u.a. mit den Führungen in unserem Paradiesgarten und den Vorträgen.

Und die Rückmeldungen zeigen den Erfolg:
Letztes Jahr konnte eine Frau kurzfristig nicht zu einer Führung kommen, und hat darufhin Ihren Vater (völlig konventioneller Hobby-Gärtner) zu uns geschickt. Eine Woche nach der Führung rief sie an, und fragte, was wir denn mit Ihrem Vater während der Führung gemacht hätten?!
Jahrzehnte lang hatte er in Reih und Glied gegärtnert und jedes Steinchen und unerwünschtes Kräutchen rigoros beseitgt. Nun trage er alle Steine wieder zurück, mulche und lässt Unkräuter zu.

Wenn wir so einen Erfolg auch nur einmal im Jahr hätten, hätte sich doch das ganze schon gelohnt! (Gottseidank krigen wir öfters ähnliche positive Rückmeldungen)

Und wo liegt da die Rolle der Blogs usw.?
Im Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten oder eben auch anderweitig Interessierten. Im Wir-Gefühl, denn dann fühlt man sich nicht mehr allein. Im Anregungen geben und bekommen.

Wir können uns selbst dadurch ändern.

Und dadurch die Welt
subster @ 15.10.2007 13:36 CET
Nanananana, der Herr Reto! Was kommen denn hier für leichte pessimistisch-stoische Züge zu Tage ;)

Ne ernsthaft: Ich denke das du zu einem Prozentsatz recht hast, aber es ist noch Spielraum da, denn gilt es zu füllen. Meine meisten Besucher stolpern über Google zu mir, nicht über Blogs, der Suchbegriff erschien irgendwie dann in meinem Kontext. Und wenn man dann als Besucher statt auf Körnerdogmatismen auf reele Alternativen oder kleine, machbar-wirkende, Impulse stößt so können Steine zum rollen gebracht werden. Meine Statistik sagt bei mir nämlich aus das viele Schäflein von Google zu mir irrgeleitet werden, aber dann sehr viel stöbern, obwohl sie wegen etwas ganz anderem kamen... Unterschätze deine Möglichkeiten nicht.
Reto Stauss @ 15.10.2007 13:57 CET
@alle: das hat jetzt ja unbeabsichtigt viele Reaktionen provoziert, danke für die Kommentare! Ich war schon mal im Missionarsbusiness, das reicht mir. Stimme mit Dir, Michael, überein: Schnauze halten und lächelnd leben. Wer etwas ändern will, auf der Suche und gleicher Wellenlänge ist, wird automatisch andocken. Sofern er einen findet ...
waximal @ 15.10.2007 15:23 CET
Umsonst ist der Action Day bestimmt nicht. Bei sovieln Stimmen auf einmal, landen auch Leute in den Blogs, die damit sonst eher wenig zu tun haben.

Auch wenn sich dadurch ein Mensch mehr Gedanken über die Umwelt macht, dann hat dieser Tag schon seinen Sinn gehabt
Waldweiblein @ 15.10.2007 17:00 CET
Ich sehe es auch so, dass die Aktion durchaus was bringen kann. Manchmal merkt man gar nicht, wie sich gewisse Gewohnheiten einschleichen, die gar nicht (oder nicht mehr) so richtig zur eigenen Überzeugung passen. Allein das "Überdenken" und "Wieder bewußtmachen" durch erneutes Lesen über das Thema, kann manchmal schon den richtigen Anstoß geben ;-)
InaMS @ 16.10.2007 05:12 CET
Lieber Reto,
nur mit Aktionen, ändern wir sicher nichts. Noch dazu, wenn sie nur darauf ausgerichtet sind, Traffic zu generieren. Aber: die neuen Möglichkeiten der Vernetzung m.H. z.B. der Blogtechnik sind schon enorm. Viele in meinem Freundes-/und Bekanntenkreis nutzen das Internet garnicht. Trotzdem finden sie das spannend, wenn ich von solchen Blog-Aktionen erzähle. Wir diskutieren heute viel mehr über Themen, die Du z.B. auch hier in Deinem Blog ansprichst. Oder das Buch "Fast nackt - Über meinen Versuch ethisch korrekt zu leben" macht in meinem Freundeskreis "die Runde". Der Autor hat auch begleitend über ein Blog diskutiert und Anregungen aus aller Welt bekommen. Ich finde das eigentlich ermutigend. Eine Freundin sagt allerdings, das sei lediglich der Effekt, den z.B. Schwangere haben. Sie würden plötzlich um sich herum überall auch nur Schwangere wahrnehmen. Ist das so? Ich weiß es nicht.
Reto Stauss @ 16.10.2007 06:57 CET
@Waldweiblein & InaMS: Ich denke/fürchte einfach, dass solche Grossaktionen mehr zu einem guten Gefühle der Teilnehmer beitragen denn zur Sache. Was allerdings ja auch nicht zu verachten ist. Und InaMS, übers Bloggen an und für sich brauchen wir nicht zu diskutieren ;-).
InaMS @ 16.10.2007 07:48 CET
Was mich interessiert ist: Meint ihr (die ihr hier gerade diskutiert oder mitlest), gibt es heute ein spürbar größeres Engagement (reales Tun, nicht nur Reden) für umweltbewußtes Leben in Eurem unmittelbaren Umfeld, als noch vor ein paar Jahren? Ich sehe das so.
Horst (Blog ohne Diät) @ 16.10.2007 08:10 CET
@InaMS: Auf jeden Fall. Und wenn es kein Engagement gibt, dann wenigstens ein schlechtes Gewissen und Entschuldigungen dafür.

Dank LOHAS darf man Grün sein, ohne sich als Öko in eine Ecke stellen zu müssen.
Roland @ 16.10.2007 14:35 CET
das wird vermutlich einer der einträge mit den meisten kommentaren, reto :-)

ist schon interessant, wie menschen reagieren, wenn man einmal nicht so motiviert ist.
mich hat der eintrag letztendlich doch motiviert, wieder einmal gegen den wind zu rufen. ich finde auch, dass dezeit ein bewußtsein für themen wie Umwelt und Nachhaltigkeit vorhanden ist. Leider - und der Friedensnobelpreis für Al Gore zeigt das sehr gut - wird dieses bewußtsein von den medien und der werbemaschinerie gnadenlos ausgeschlachtet und führt sicher schnell zu einem gewissen sättigungsgrad. das thema wird aber so schnell nicht mehr von der tagesordnung genommen werden. der für november angekündigte 4. bericht des IPCC ist ein deutliches zeichen dafür.

wie und wo der/die einzelne aktiv werden kann, ist natürlich jedem selbst überlassen. ich bevorzuge immer noch, bei mir selbst anzufangen. mein blog kann mich dabei unterstützen und ev. andere auf gute ideen bringen.
Michael Maag @ 17.10.2007 14:37 CET
@ Reto: Lächeln ja gerne, das Ganze mit Freude und Spaß vermitteln ja gerne, Schnauze halten kann ich aber inzwischen (teilweise) nicht mehr. Bei manchen Sprüchen (vor allem so Allgemeinplätzen wie "Ich kann ja alleine eh nichts ändern" oder Onkel-Unsinn, siehe unten) kann ich nicht mehr still sein.
Das Schöne ist, wir können ja auf unserem Gelände eben zeigen dass es geht.

@ Ina: Ja, es gibt eine deutliche Verbesserung. Vor ein paar Jahren waren wir noch belächelte "Spinner, die in einem Unkrautgarten Salat anpflanzen, obwohl´s den doch im Supermarkt um 50 Pfennig gibt". Inzwischen haben wir einige Nachahmer.

@ Horst: genau, LOHAS ist eine gute Chance, vom "Selbstkasteiungs-Image" der Bio- Ezeugnisse wegzukommen. (Zitat eines Onkels: "Wenn alle nur noch BIO essen müssten würde die Hälfte der Leute sterben!")
Eines der besten Signale an die Allgemeinheit sind die diversen Nobel-Koch-Sendungen, die immer mehr ökologisch gezogene Zutaten verwenden.


Tja, dieser Blogeintrag hat viele Reaktionen, und bei mir auch Emotionen ausgelöst.
Nach 4 Jahren Schgaugarten und fast 5 Jahren Selbstständigkeit sind die Selbstzweifel kleiner geworden, aber trotzdem gibt es immer noch Tage, an denen ich zweifle und unsicher bin.

Ich denke aber, dass ein paar Zweifel ab und zu ganz gesund sind. Dann behält man den Boden unter den Füssen und gerät nicht so schnell in Betriebs-Blindheit.

In dem Sinne: Danke, Reto!
Reto Stauss @ 17.10.2007 14:47 CET
@Michael: hoffe, das waren keine destruktiven Reaktionen! Mit Schnauze halten meine ich, dass anpredigen oft das Gegenteil auslöst. Wenn jemand offen ist, dann soll und darf man natürlich ein- und nachhaken.
Michael Maag @ 17.10.2007 15:19 CET
@Reto, keine Angst, waren keine negativen Reaktionen.
Und stimmt, Predigten an Um-Intessierte wirken eher abschreckend.
Mit meinem "Nicht-Die Schnauze-Halten" meinte ich, dummen Sprüchen (siehe oben) oder gefährlichem Halbwissen Kontra zu geben und mich einzumischen. Da bin ich leider in den letzten Jahre meiner Geduld etwas verlustig gegangen...
Michael Maag @ 17.10.2007 15:25 CET
Sorry, zu schnell auf "Senden" geklickt. Soll heißen:

Predigten an Un-Interessierte wirken eher abschreckend.
und:
dumme Sprüche, wie in meinem obigen Kommentar zitiert, lassen mir den Kragen (zu schnell?) platzen.

Wie Du gesagt hast, mit einem Lächeln gehts am Besten.

Gruß aus dem Paradiesgarten!
Daniel @ 17.10.2007 15:53 CET
Stellt sich mir nur die Frage: macht der Grossteil der Blogger an dieser Aktion nur wegen der Publicity und dem eventuellen Traffic mit, oder meinen es die meisten wirklich ernst? Sich für die Umwelt einsetzen sollte wenn schon, dann täglich gelebt werden. Mit einem Beitrag allein ist da nicht viel getan. Bin aber schonmal gespannt, wie andere das sehen und freue mich auf die nächsten Kommentare.
Cris @ 21.11.2007 18:34 CET
Hallo Leute, bin beim googlen auf diesen blog gestossen. Ein Umwelt-blog-day? Tolle Idee! Bin zwar zu spät, aber ich trag' noch was ein. Egal wie das Thema Umwelt belebt wird, hauptsache es werden sich Gedanken darüber gemacht. Kennt Jemand das Projekt myblueplanet, die DVD Verteilaktion fand ich derart sinnvoll, dass ich gleich mal gesponsert habe und es zu einem Mitmachprojekt anbiete. Mer unter www.dokufilpromotion.ch oder www.meincoach.ch
Reto Stauss @ 22.11.2007 07:46 CET
@Chris: sorry, aber empfinde Deinen Kommentar ganz hart an der Grenze zu Spam. Wo ist der Zusammenhang mit obigem Beitrag zu dem was Du eigentlich schreibst? Nichts für ungut ...
Jan @ 15.02.2010 16:04 CET
Wird es den Tag nochmal geben?
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