Es stinkt in der Küche, Vater ist am Einfeuern
Die Sonne verliert täglich an Kraft, das Thermometer im Wohnzimmer zeigt noch 17 °C an: Zeit, die Heizsaison einzuläuten. Diesen Winter kommt etwa die Hälfte des Stückholzbedarfs vom eigenen Land, ein ziemlich gutes Gefühl, allerdings ist der grösste Teil davon Hasel. Etwas skeptisch deswegen habe gestern Abend das erste Mal wieder den Kachelofen eingefeuert.
Heiss
Die subjektiv gefühlte Hitze hat mich dann aber doch überrascht, ein kurzes Nachschlagen bestätigt den Eindruck: Hasel zählt zu den Harthölzern, wenn auch am unteren Ende der Skala, und verfügt über einen deutlich besseren Brennwert als die meisten Nadelhölzer. Auch wenn die schöner knacken und riechen.
Das Problem mit den Borsten auf den oberen, äusseren Extremitäten löst sich mit dem Feuern auch von selbst, fackle ich mir doch regelmässig die Handrücken-Behaarung ab - allerdings unter entsprechender Geruchsentwicklung. Ein anderer Nebeneffekt ist bedeutend angenehmer: das frische Brot aus dem Holzofen.
Lecker
Zur Feier des Tages durfte es gestern gleich ein Nussbrot sein, welches ganz weit oben in der Top-10 der besten Lebensmittel rangiert. Der mit Pressabfällen - den gemahlenen, ausgepressten Nüssen, also dem Ölkuchen - und Nussöl angereicherte Teig wird unvergleichlich "chöschtig" und die Kruste im Holzofen unwiderstehlich (jemandem das Wasser nicht im Mund zusammengelaufen?).
Dürfte zwar für die wenigsten interessant sein (Du darfst mir gerne widersprechen), aber aus gegebenem Anlass weise ich gerne nochmal auf die Beiträge zum Heizen mit Holz hin:
Die subjektiv gefühlte Hitze hat mich dann aber doch überrascht, ein kurzes Nachschlagen bestätigt den Eindruck: Hasel zählt zu den Harthölzern, wenn auch am unteren Ende der Skala, und verfügt über einen deutlich besseren Brennwert als die meisten Nadelhölzer. Auch wenn die schöner knacken und riechen.Das Problem mit den Borsten auf den oberen, äusseren Extremitäten löst sich mit dem Feuern auch von selbst, fackle ich mir doch regelmässig die Handrücken-Behaarung ab - allerdings unter entsprechender Geruchsentwicklung. Ein anderer Nebeneffekt ist bedeutend angenehmer: das frische Brot aus dem Holzofen.
Lecker
Zur Feier des Tages durfte es gestern gleich ein Nussbrot sein, welches ganz weit oben in der Top-10 der besten Lebensmittel rangiert. Der mit Pressabfällen - den gemahlenen, ausgepressten Nüssen, also dem Ölkuchen - und Nussöl angereicherte Teig wird unvergleichlich "chöschtig" und die Kruste im Holzofen unwiderstehlich (jemandem das Wasser nicht im Mund zusammengelaufen?).
Dürfte zwar für die wenigsten interessant sein (Du darfst mir gerne widersprechen), aber aus gegebenem Anlass weise ich gerne nochmal auf die Beiträge zum Heizen mit Holz hin:
- Heizen mit Holz - archaisch, aber sinnlich.
- Richtig einfeuern - damit die Stube nicht kalt bleibt.
- Tipps zum Heizen mit Holz, Teil 1 und Teil 2.
- Buch: Heizen mit Holz - die Theorie zur Praxis.
- Grobfeinstaub und noch mehr Feinstaub - eine Diskussion mit Kollateralschäden bei nachhaltigen Heizsystemen.
- Effizient spalten - wenn man nicht Conan, der Barbar, heisst.
Kommentare
was ist "chöschtig"? für mich nicht-schweizer bitte ein kurze erklärung :-)
@Olaf: wenn ich die schriftdeutsche Entsprechung gewusst hätte, hätte ich sie selbstverständlich verwendet. Halt so im Sinn von nahrhaft, lecker, schwer (in einem guten Sinn) ...
Das mit dem Nussbrot tönt wirklich gut - gibts das auch glutenfrei :-( ? Na ja, ich beschränk mich halt aufs Riechen!
@Hans-Gerd: Also, das Rezept (wobei meine Frau das Handgelenk mal Pi macht): normalen Brotteig mit Hefe anrühren (Mehlmischung nach belieben), dann ein bis zwei Teile Nussmehl und ein, zwei Kaffeelöffel Nussöl dazu, gut durchmischen, fertig.
@mom: leider helfen die zusätzlichen Nüsse nicht gerade, das Brot allergikerverträglich zu machen, stimmt. Aber Brot ist ja eh schlecht bezüglich Gluten.
Keine (weiteren) neuen Kommentare erlaubt.

