Gelesen: Subcoma oder der Entwurf einer postkapitalistischen Gesellschaft
Wer nach dem vorgestrigen Tag grösser plant und die Weltordnung in Angriff nehmen möchte, möge weiterlesen. Darüber zu jammern, wie schlecht unser wirtschaftliches und eng damit verflochtene, politische System ist, fällt leicht. Konstruktive Vorschläge sind dagegen rar. Was tun?
Entweder man macht einen kleinen, praktischen Schritt (und gründet zum Beispiel eine neue Partei) oder man richtet mit der grossen Kelle an und entwirft gleich eine Vision einer Gesellschaft, in welcher die meisten der heutigen Probleme gelöst sind.
P.M. legt in seinem letzten Buch(?) "Subcoma - Nachhaltig vorsorgen für das Leben nach der Wirtschaft" einen ebensolchen Entwurf vor. Er durchleutet darin positive Ansätze wie Subsistenz-Wirtschaft, garantierter Mindestlohn, Tauschsysteme und Gemeinschaftsprojekte und zeigt Schwächen auf. Der Autor bleibt aber nicht bei der Kritik stehen, sondern köchelt aus all den guten Zutaten eine exotische Suppe: Subcoma - Sub(sistenz), Com(munity), A(-Patriarchat). Was das genau ist, ist auf einem guten Drittel der rund 180 Seiten beschrieben.
Wie krempelt man die Welt um? Durch ein Wunder. Oder genauer: durch die Vorstellung, es geschähe ein Wunder und wir befänden uns plötzlich in dieser neuen Welt. Wenn wir uns ganz genau vorstellen, was wir und alle anderen dann machen würden und wie die Reaktionen darauf wären, dann können wir wahrscheinlich feststellen, dass hierzu kein übernatürliches Ereignis notwendig wäre. Wir können jederzeit so tun als ob und Schritt für Schritt danach leben.
Lesen? Wer sich wieder einmal von einiger stimmigen Vision inspirieren lassen möchte, dem sei das Buch herzlich empfohlen. Das übrigens auch als PDF kostenlos verfügbar ist.
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| Quelle: Paranoia City |
Wie krempelt man die Welt um? Durch ein Wunder. Oder genauer: durch die Vorstellung, es geschähe ein Wunder und wir befänden uns plötzlich in dieser neuen Welt. Wenn wir uns ganz genau vorstellen, was wir und alle anderen dann machen würden und wie die Reaktionen darauf wären, dann können wir wahrscheinlich feststellen, dass hierzu kein übernatürliches Ereignis notwendig wäre. Wir können jederzeit so tun als ob und Schritt für Schritt danach leben.
Lesen? Wer sich wieder einmal von einiger stimmigen Vision inspirieren lassen möchte, dem sei das Buch herzlich empfohlen. Das übrigens auch als PDF kostenlos verfügbar ist.
Kommentare
Dann werde ich das demnächst vielleicht auch mal lesen :)
Ich habe vor Kurzem bolo'bolo von p.m. gelesen, was mir auch sehr gut gefallen hat und hier eine Rezension dazu geschrieben: http://tanjasrumpelburg.wordpress.com/2008/11/16/freizeitbeschaftigung-mit-der-deutschen-bahn-bolobolo-lesen/
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