Blogger verändern die Welt (oder auch nicht)
Üblicherweise werden Zustände durch aktives Tun verändert. Was aber wenn die Zustände ausserhalb der Reichweite der eigenen Möglichkeiten sind? Auf den Flügelschlag des Schmetterlings hoffen, der am anderen Ende der Welt einen Orkan auslöst?
Immer wieder wird spekuliert, wieviel Einfluss man als Schreiberling hat, so auch in der Blogosphäre. Zwei Aktionstage werden vielleicht etwas zur Klärung dieser Frage beitragen. Neben dem Blog Action Day, welcher am 15. Oktober zugunsten der Umwelt durchgeführt wird, gibt es jetzt auch eine Initiative aus dem deutschsprachigen Raum: Wenn man die Vorgänge in Burma betrachtet, dann fragt man sich, was man unternehmen kann, um der blutig unterdrückten Bevölkerung zu helfen. Das Schaffen von Bewusstsein im lokalen Umfeld ist wohl das Mindeste. Deswegen beteilige ich mich am "Schweigetag" für Burma und werde am
Eine schwache Geste, Solidarität schützt nicht vor den Kugeln eines despotischen Regimes (entgegen dem schön gemachten Pathos hier). Schwach wie ein Flügelschlag eines Schmetterlings ...
(Via Kreative Strukturen)
Kommentare
Ok, prinzipiell finde ich es gut, mit einem Blog Action Day die Aufmerksamkeit auf Burma zu richten. Nur die Art mit der das getan wird, finde ich - sorry - einfach falsch
Es bringt doch nichts für einen Tag in seinem Blog zu schweigen und irgendein zur Farbe des Blogthemas passendes Bild einzublenden. Hätten die Macher besser auf ein paar Informationsquellen verwiesen; die Blogmacher dazu gebracht sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und dann darüber zu schreiben.
Aber so verpufft der Effekt völlig, die Aktion bleibt eine Eintagsfliege die nächste Woche schon wieder vergessen sein wird. Jeder weiß, dass es ein korruptes, skrupelloses Militärregime in Burma gibt. Punkt. Und das war es oft auch schon. Da etwas böses, hier die guten und jetzt die symbolische Hilfe. Schöne einfache Wahrheit, nicht?
Warum ich trotzdem an der Aktion teilnehme? Weil ich eben nicht schweigen will. Klar kann ich mein Wissen auch nur aus Internet-Quellen ziehen. Aber da gibt es auch weit mehr als nur oberflächliche andere Blogeinträge die zitiert werden können.
Trotz der Kritik, ich hoffe das die Aktion Erfolg hat. Sie wird vielleicht kein Menschenleben in Burma retten, aber zumindest die notwendige Aufmerksamkeit auf die Lage dieses Landes richten.
@Inwit: vielleicht können wir mit solchen Kurz-Aktionen wenigstens beim einen oder anderen das Bewusstsein schaffen, dass es da eine Sache gibt, welche man eigenverantwortlich beachten sollte. Zum Beispiel Urlaub in Burma ist vielleicht halt nicht mehr so angesagt, weil man damit in erster Linie das Regime unterstützt.
"Es ist besser, ein kleines Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu schimpfen." [LAOTSE]
Natürlich wäre es besser etwas anderes zu machen, z.B. jetzt seinen Urlaub in Burma verbringen und an den Protesten teilnehmen und danach darüber schreiben. Doch wer kann das schon. Ich finde, dass auch diese Aktion durchaus ihr Ziel erreichen kann, nämlich die Aufmerksamkeit innerhalb der Blogszene auch dies Woche wieder auf die Ereignisse in Burma zu lenken und damit den DemonstrantInnen etwas Luft verschaffen.
Ich denke, jeder Text, der Lesende auf die Situation in Burma aufmerksam macht oder die schon Informierten an die Ereignisse in diesem Land erinnert, ist wichtig.
@Wanderer v.A.: Bewusstsein zu schaffen ist schon wichtig, aber wie das dann praktische Auswirkungen haben soll/kann, ist mir immer noch etwas zu abstrakt ...
@Inwit
Es liegt doch an uns, dass es keine Eintagsfliege bleibt. Niemand hindert uns daran, das Thema in den Blogs wach zu halten, oder?
Hm - ich hatte bis jetzt nie über diese Aktion etwas gehört. Hat da jemand noch drüber berichtet? Weiß man, wie viele Blogs mitgemacht haben?
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