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Von der Wegwerf- zurück zur Reparaturgesellschaft

Handy futsch? Gleich ersetzen, war ja nach drei Monaten eh nicht mehr der letzte Schrei. Dreiangel im Po-Bereich? In den Kleidersammel-Sack mit der Hose. Der Nachwuchs kommt wieder mal dem Bericht "´put" angerannt? Der Rundordner schluckt alles.
Abfall der Wohlstandsgesellschaft
Quelle: pixelio.de
Reparieren ist angesichts des absurden Verhältnisses von Reparaturkosten zu Neuanschaffungs-Preis widersinnig. Ein Anachronsimus sowieso, wo gibt es noch Reparatur-Werkstätten, welche unsere Gebrauchsgegenstände flicken? Können das noch nur unterstützte Programme wie Vulkaro oder das Reparaturnetzwerk Wien anbieten?

Wenn wir nicht nur die monetären Kosten einrechnen, sondern den ökologischen Rucksack eines Produktes betrachten, dann lohnt sich eine Reparatur meistens doch. Rucksack? Darunter versteht man den ganzen Energie- und Rohstoff-Bedarf zur Herstellung, umgerechnet in Kilogramm.

Recycling in Ehren, aber Wiederverwendung ist deutlich nachhaltiger, selbst wenn noch ein gewisser Reparatur-Aufwand betrieben werden muss. Die beste Bilanz hat selber wieder in Stand stellen, was allerdings etwas Mut, Erfindungsgeist, Ausrüstung und manuelles Geschick voraussetzt.
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Kommentare (5)  Permalink

Kommentare

Michael Maag @ 18.09.2007 23:28 CET
Stimme Dir voll und ganz zu.
Leider sind viele Produkte gar nicht mehr reparierbar: Gehäuse mit Snap-In-Verschlüssen, die als Sollbruchstellen dienen, oder "Sicherheitsschrauben" die ein Öffnen des Gerätes zuverlässig verhindern...

Da passt genau Dein vorheriger Beitrag über manufactum dazu: deren Dinge sind meist reparabel (wenn sie denn mal kaputtgehen sollten)
Reto Stauss @ 19.09.2007 06:53 CET
Scheinbar gibt es jetzt sogar ein Label für Langlebig- und Reparaturfähigkeit:
Neues Siegel für langlebige, gut reparierbare Geräte.
Horst (Blog ohne Diät) @ 19.09.2007 11:43 CET
Stimme zu. Ich bin gerade dabei unseren Herd zu reparieren, statt einen neuen anzuschaffen. Das Ersatzteil ist zwar auch nicht billig, aber ich dachte reparieren ist weniger Aufwand als einen neuen anzuschließen. Faulheit ist halt Nachhaltig. 8-)

Allerdings ist der erste Versuch bereits gescheitert. Mit Herden kenne ich mich nicht wirklich aus und ohne Schaltplan und passendes Gerät (Backofenthermometer) wird's nicht ganz leicht.
Roland Dunzendorfer @ 20.09.2007 18:01 CET
na da bin ich mit meinem Hinweis auf das Nachhaltigkeitssiegel jetzt ein wenig zu spät dran :-)
leider gibt es erst sehr wenig Produkte damit. Das entwickelt sich aber in Zukunft, denke ich.
Das Reperaturnetzwerk kann ich sehr empfehlen. Allerdings auch hier ein "leider", denn viele Produkte können nicht repariert werden, weil es keine Ersatzteile gibt oder elektronische Fehler vorliegen, die nur von den Herstellern selbst repariert werden könnten. Diese tauschen die geräte dann aber meist lieber um.
genau da hakt das Nachhaltigkeitssiegel ein.

Wir sollten unseren Ökologischen rucksack einmal selbst auf die Schultern gelegt bekommen, dann würden wir keine weiten reisen mehr unternehmen wollen :-)
Reto Stauss @ 20.09.2007 19:29 CET
@Roland: danke für den Hinweis und schade, dass ich deinen Beitrag nicht vorher gesehen habe.
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