BlogBilderBücherDossiersSuchenSchlagworteÜberKontakt
Kulturelle Revolutionäre

Kategorien

Schlagworte

Permakultur

Heizen mit Holz

Eigenbau

Barthühner

Selbstversorgung

mehr ...

Zum Thema

Gerne gelesen

.ch Blogger

Login

Kommerz oder nicht kommerz, das ist hier die Frage II

Mist, ich stecke echt in der Klemme. Das janusköpfige Geld hat wieder zugeschlagen: bezahlte Beiträge oder keine bezahlten Beiträge? Stefan hat mich mit seinem Beitrag und der anschliessenden Diskussion noch kurz vor dem Urlaub soweit verunsichert, dass ich einen Auftrag in der Pipeline abgesagt habe.
Münze auf dem Rand
Quelle: pixelio.de
Nachdem ich mir im Frühling schon mal Gedanken zum Thema gemacht habe, bin ich jetzt also wieder am gleichen Punkt: ehrenamtlich schreiben oder auch mal was zu verdienen? Urgesteine wie Roman Hanhart sehen das nicht so eng, für andere - wie Stefan - geht eine Welt unter.

Bezahlte Beiträge in der Diskussion
Gerade die bezahlten Rezensionen von Trigami werden wieder mal kontrovers diskutiert: AdFree bloggin'chm ist froh, dass er sie nicht lesen muss, Stefan schmeisst solche Blogs aus seinem Reader , Matthias hat keinen Spass an Publireportagen und Martin passt es nicht, dass Werbende die Blogs auswählen können. Dagegen denkt Andreas von Gunten, dass niemand auf Dauer gratis arbeitet. Dass Kommerz (nicht) des Teufels ist, scheint in den Kommentaren zum entsprechenden Beitrag von Roman kleinster gemeinsamer Nenner zu sein. Raphael stellt mit dem eigenommenen Geld wenigstens etwas an, was wieder der Blogosphäre zu Gute kommt.

Was war?
Selber habe ich bisher drei bezahlte Arbeiten geschrieben:
Dafür wurde ich mit CHF 303.80 entlöhnt. Entgegen meinem Gejammer konnte ich also damit Domain und Hosting bezahlen und es ist sogar noch was übrig geblieben. Für das Energiezähler-Experiment gingen und gehen allerdings auch noch ein paar Kröten drauf.

Wie weiter?
Für mich waren die bezahlten Beiträgen ein kein allzu schlechter Kompromiss zwischen etwas Geld zu verdienen und dem, was ich hier tue. Wenn dies allerdings dazu führen sollte, dass ich damit meine eh kleine Leserschaft vermehrt ausdünnen sollte, dann ist mir das sowas von egal, ich blogge ja für mich selber würde mir das leid tun.

Was is?
Ich beuge mich also mal herab aus meinem Elfenbeinturm und bin bereit, den Pöbel zu hören:
  • Stinken Dir die Trigami-Beiträge?
  • Wenn ja:
    • Liest Du deswegen nicht mehr mit hier? (Dann kannst Du Dich allerdings auch nicht zurückmelden - diese Art von Antworten muss ich also nicht fürchten.)
    • Hälst Du mich nicht mehr für glaubwürdig?
    • Beisst Du auf die Zähne, gönnst mir die Kohle und liest drüber?
  • Wenn nein, dann bist Du wohl ein hirnloses Schaf in der Herde, welches kritiklos hinterher trottet liebe ich Dich.
Also, bitte mal recht fleissig: ja oder nein? Wo liegt zum Beispiel die Schmerzgrenze?

[Nachtrag 07.09.2007] Raphael hat zwei Artikel verfasst, welche näher aufs Thema eingehen: "Ich gestehe….Geld mit diesem Blog verdienen zu wollen" und "Werbung auf den Punkt gebracht".
Ähnliche Beiträge:
Kommerz oder nicht kommerz, das ist hier die Frage
Neun Dollar für einen armen Studenten
Kommentare (12)  Permalink

Kommentare

Horst (Blog ohne Diät) @ 04.09.2007 14:25 CET
Mich stören bezahlte Beiträge in keinster Weise. Solange sie als solche gekennzeichnet sind ist es OK. Manchmal merkt man dem Artikel an, dass er nur deswegen geschrieben wird. Das macht dann halt den Artikel langweilig. Aber den Rest des Blogs stört das ja nicht.

Auf meiner Seite habe ich auch Werbung. Na und? Ich habe ja auch Ausgaben. Ein Großteil geht bei mir z. B. wieder in AdWords um neue Besucher zu bekommen.

Ich gehe mal davon aus, dass der Stundenlohn, wenn Du ihn ausrechnen würdest, jenseits von Gut und Böse wäre. Klar, bloggen tut man ja in erster Linie aus Spaß.

Aber ein wenig Verdienst erweitert ja auch die Möglichkeiten. So ein Besuch einer Konferenz kostet z. B. Geld. Doch nur wer dort ist, kann darüber bloggen. 8-)
Martin @ 04.09.2007 14:46 CET
Reto, Trackback gibt's schon bei mir. Aber abgeschaltet.

Wie auch immer, Deine Formulierung, dass es mir nicht passe, sei mit Abstand betrachtet. Geld verdienen ist ok, da es auf dieser Ebene einfach nötig ist.

Ich habe ja gar nichts gegen Trigami, im Gegenteil, mit meiner Firma werde ich ev. ja selbst Kunde von Trigami. Mir geht es eigentlich wie immer nur darum, dass der Leser seine Selbstverantwortung wahrnimmt, den Gehalt einer Rezension mit Abstand zu betrachten und des Autors Motivation für den Beitrag zu erkennen.
Torben @ 04.09.2007 14:56 CET
@Martin:
Das ist es: der Leser muss wissen, woran er ist!

Deshalb halte ich offene Werbung für zulässig. Natürlich ist es auch zulässig, dass man solche Blogs nicht mehr besucht. Ich denke da aber anders:
a) ich kann bezahlte Beiträge bewußt nicht lesen.
b) auch bezahlte Beiträge können interessant sein gerade WEIL auf ein bestimmtes Produkt beworben wird.

Es besteht die Gefahr, dass einfach nur Hoig um den Mund geschrieben wird. Aber ehrlich: dass hält sich in Grenzen. Und lieber einen bezahlten Blogger, als bezahlte und spammende Kommentatoren!

(Dieser Beitrag wurde gesponsert von: Drei-Gami.de - wir PLAZIEREN ihre Werbung!)
Torben @ 04.09.2007 14:58 CET
jaja - ich weiß: bitte Grammatik nicht so genau nehmen. Jeder Fehler kostet DREI-GAMI.de extra...
Roman @ 04.09.2007 15:02 CET
Schlussendlich musst Du das für Dich entscheiden, aber das weisst Du ja. Und so werden Dich auch die Statements von Deinen Lesern nicht wirklich weiterbringen, weil Du auch dort dafür und dawider finden wirst.

Wichtig in meinem Augen als Leser Deines Blogs ist mir eigentlich bloss Eines: In Deinen Beiträgen, ob gesponsert oder nicht, möchte ich Dich als Mensch, wie ich Dich kenne, wiedererkennen und nachvollziehen, dass Du das, was Du schreibst ernst und *nachhaltig* meinst. Das ist alles und gleichsam sehr viel.
Thomas H. Lemke @ 04.09.2007 17:36 CET
Mich interessiert nicht, ob Du Geld für das schreiben bekommst. Solange ich den Eindruck habe, ich könnte mit deinen Beiträgen etwas anfangen, lese ich sie. Wenn ich den Eindruck habe, daß Du Unsinn schreibst (z.B. Produkte hochlobst) werde ich den Feed abbestellen.
Mein alter Lehrmeister hätte gesagt: "Geld kannste verdienen, aber bescheiß mich nicht!"
Wahrscheinlich würde das besch... eine Weile funktionieren. Auf Dauer jedoch nicht.
Also: Schreib ehrlich! Und nimm Geld. Ich gönn's dir.
Reto Stauss @ 04.09.2007 20:59 CET
@Torben: die entsprechenden Beiträge sind jeweils klar gekennzeichnet. Und ich suche mir auch nur Rezensionen aus, welche irgendwie zum Thema hier passen.

@Roman: glasklar, ich werde das selber entscheiden. Aber so die eine oder andere Rückmeldung kann doch auch einen Hinweis oder Argument ergeben, das mir noch gefehlt hat.

@Thomas: auf den Kopf getroffen! Wer besch****t, ist schnell weg vom Fenster.

@alle: bin froh, dass ihr das so entspannt seht. Sagen kann ich das natürlich lange, aber ich werde mich nicht verbiegen, um an Geld zu kommen! Schlüssel ist Transparenz, eigene Inkonsequenz nehme ich selber aufs Korn (wie man wohl auch schon feststellen konnte).
Stephan @ 05.09.2007 07:45 CET
Ich habe die Trigami-Beiträge immer ignoriert.

Letztlich dient doch Werbung nur dazu, irgendwelchen nicht lebensnotwendigen Schrott anzupreisen.

Von daher ignoriere ich sie, bzw. versuche es.

Leider fehlt den Trigami-Beiträgen immer das Besondere eines ganz persönlichen Blog-Eintrages. Beim Nachlesen habe ich festgestellt, dass du dort anders schreibst.

Einzig schade ist, dass meine Aufmerksamkeit (wenn auch nur kurz) auf Marketinggeschwätz gelenkt wird.
Waldweiblein @ 05.09.2007 11:03 CET
Also ich persönlich habe nichts gegen die Werbepostings, die als solche (wie beispielsweise von Trigami) gekennzeichnet sind.

Gerade wenn der Blogschreiber sich die Mühe macht, auszusortieren, welche Aufträge auch zum Blog-thema passen, sowohl Lob als auch Kritik anbringt und auch ansonsten nicht den 08/15-Abklatsch bloggt, finde ich es sogar angemessen, wenn der Schreiberling auch etwas für seine Mühe bezahlt bekommt... und wem es nicht passt, muss die bezahlten Beiträge ja nicht lesen.
Reto Stauss @ 06.09.2007 07:21 CET
@Stephan: wenigsten einer hat was dagegen. Und ja, der Stil ist etwas anders, da hast Du recht. Aber Marketinggeschwätz, nein, das kann ich nicht nachvollziehen ... aber ich hoffe, dass die bisherige Durchdringungsrate von einem Prozent (3 Beiträge in insgesamt fast 300) Dich nicht allzu sehr schmerzt.

@Waldweiblein: bei den Besprechungen geht versuche ich immer, meine subjektive Position einzunehmen und daraus eine faire Rückmeldung an den "Kunden" zu generieren. Lobhudelei gibt es nicht, ausser ich bin wirklich begeistert. Leider habe ich immer noch keine Idee für Deinen Kräuter-Karneval ... :-(.
chm @ 06.09.2007 08:21 CET
ich halte es gleich wie stefan: ich lese die bezahltpostings nicht.
einen blog werde ich aber erst ganz aus dem feeder schmeissen, wenn die kadenz der bezahltpostings zu hoch wird. schmerzgrenze? keine ahnung.
die glaubwürdigkeit eines blogs leidet nicht per se unter der werbung, aber ein schaler nachgechmack bleibt trotzdem bestehen. will man diesen nachgeschmack nicht, muss man meiner meinung nach eben ganz auf werbung verzichten. das ist halt der preis der unabhängigkeit...
Waldweiblein @ 06.09.2007 10:00 CET
@reto: Deswegen habe ich ja in deinem Blog auch nichts gegen solche Beiträge - zumal du ja selbst schreibst "1 %" ... ich denke, das kann wohl so ziemlich jeder Werbefeindliche Leser verschmerzen ;-)
Und für den Karneval - da hast du ja noch bißchen Zeit, und wenn es nicht klappt, dann vielleicht beim Nächsten Mal :-)
Keine (weiteren) neuen Kommentare erlaubt.