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Intelligent konsumieren

Ein Beitrag zur Blog-Parade "Kritisch konsumieren" von Barbara Haselboeck im mangoomangoo-Blog.

Intelligentes Verhalten
Quelle: pixelio.de
Intelligentes Verhalten, was ist das eigentlich? Nur weil wir das grösste Gehirn aller Säuger haben, heisst das noch nicht, dass wir dieses auch einsetzen. Wenn wir es aber tun, dann meistens zum Wohle von uns selber, unseren Nächsten und allen anderen - ziemlich genau in dieser Reihenfolge.

Was meint "zum Wohle"? Ganz einfach: Bedürfnis-Befriedigung. Wenn wir uns also intelligent verhalten, dann erfüllen wir materielle und geistige Bedürfnisse. Tragen wir unsere Arbeitszeit in Geld umgewandelt zu Markte und tauschen sie gegen Gegenstände oder Dienstleistungen, dann versuchen wir damit Bedürfnisse zu befriedigen. Auch konsumieren genannt.

Meine Behauptung: je intelligenter wir konsumieren - oder auch: verhalten - desto mehr ist uns bewusst, was die Konsequenzen daraus sind. Desto mehr erkennen wir auch, dass unser Bedürfnis nicht nur das Knurren im Magen ist, sondern auch eine intakte Gesellschaft und Umwelt. Weil das eben auch Einfluss auf unser persönliches Wohlbefinden hat.

Verhalten wir uns also intelligent und konsumieren kritisch. Mit dem Kauf eines Produktes steuern wir eine Menge. Zum Beispiel Butter:
  • Kann sich die Kuh auf der Wiese aufhalten oder gar einer Alp?
  • Was kriegt sie zu futtern?
  • Was ist es für eine Kuh?
  • Wo und wie wird die Butter hergestellt?
  • Von wem und zu welchen Bedingungen?
  • Was ist drinn? Wie wirkt sich das auf meine Gesundheit aus?
  • Wie ist sie verpackt?
  • Wird sie transportiert?
  • Wo kaufe ich sie? Zu welchem Preis?
Kann ich das alles wissen? Jein. Produzenten wollen verkaufen und geben nur soviel Information preis, wie gesetzlich vorgeschrieben und es ihnen hilft. Sich unabhängig zu informieren ist zum Teil möglich, aber aufwändig, weil man selber recherchieren muss. Aber als kritische Konsumenten, welche etwas beeinflussen möchten, kommen wir nicht daran vorbei.

Natürlich kann man es sich auch einfacher machen und beim Bauern um die Ecke einkaufen. Dort kriegt man all die Fragen bei einem Besuch beantwortet. Oder man produziert selber.
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Kommentare (3)  Permalink

Kommentare

herbert @ 27.07.2007 13:39 CEST
Ich finde solche systematischen und kritischen Ansätze wundervoll, aber meist sehr theoretisch, denn sie leugnen die wichtigsten Kaufentscheidungen und das sind Emotionen und darunter leiden fast alle Menschen.
Es ist nur wichtig, seine emotionale Entscheidung rational zu begründen.
Reto Stauss @ 27.07.2007 14:05 CEST
Ja, herbert, Du hast natürlich Recht mit der Aussage, dass wir kaum einmal rein rationell entscheiden. Deswegen nie mit Hunger einkaufen gehen ;-).

Die emotionale Entscheidung rational begründen? Das tönt doch arg nach Entschuldigung suchen. Vielleicht wäre eine Emotionalisierung der rationellen Entscheidung der bessere Weg :-).

Aber über das Thema, was Gefühle sind, ob man sie beeinflussen kann und welche Rolle sie einnehmen sollen, könnten wir noch viele Tasten anschlagen ...
mangoomangoo @ 30.07.2007 15:50 CEST (Trackback)
Kleine Zwischenmeldung in Sachen "Blog-Parade": Trotz bisher relativ überschaubarerer Teilnehmerzahl (zu den Gründen* später mehr) bereitet mir das kleine "Parädchen" schon viel Freude. Besonders spannend finde ich die total unterschiedlichen Perspektiven, aus denen das Thema "kritischer Konsum" angegangen wird...
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