Rosinenpicker oder wie die Schweiz auch anders kann
Im europäischen Ausland wird das nach kapitalistischen Massstäben sehr erfolgreiche Schweizer Bankwesen oft kritisch betrachtet. Von unfairem Gebaren (Bankgeheimnis) und problematischen Finanzierungen ist die Rede oder dubiosen Geldern, welche gehortet würden. Böse Zungen behaupten gar, der Reichtum der Schweiz begründe sich letztlich im Abseits stehen vom 2. Weltkrieg und dem damaligen Zufluss von nicht immer sauberen Geldern.
Dass aber im Land der Tresore auch ethisches und nachhaltiges Geschäften mit Geld möglich ist - was mehr und mehr gefragt ist -, zeigt die Alternative Bank Schweiz (ABS). Verglichen mit den Grossen zwar immer noch klein (Bilanzsumme 2006: knapp 725 Mio CHF), wächst die 17 jährige Bank stetig. Dass sich auch auf etwas andere Art Geld verdienen lässt, beweist das Unternehmen mit innovativen Ansätzen wie- wählbare Zinssätze für Sparer
- die Vergabe von Krediten an soziale und ökologische Projekte zu guten Konditionen
- vergünstigte Hypotheken für nachhaltiges Bauen (was inzwischen auch von vielen anderen Banken angeboten wird)
- einem Inovationsfonds, welcher soziale und/oder ökologische Projekte fördert
Das Loben und Preisen abschliessen will ich mit einer Meldung (PDF) von jüngst, dass man endlich aus den bisherigen (Wohn-)Räumen ausziehen will. Als neuen Firmensitz wird das Gebäude des ehemaligen Walter-Verlags dienen, das nach den Kriterien der 2000 W-Gesellschaft umgebaut werden soll.Manko ist das Fehlen von Filialen, welches aber zum grossen Teil mit der Einführung von E-Banking wegfallen wird. Dann ist die ABS auch für Kleinverdiener und -sparer uneingeschränkt empfehlenswert.
Wo liegt Dein Geld?

