Im Gespräch: Beat Rölli
Beat Rölli, Biologe und Lehrer veranstaltet am 16./17. Juni in der Arche Ruchenberg eine Einführung in die Permakultur. Mehr Infos per E-Mail oder Telefon 041 210 92 91.
Bitte erkläre kurz, wer Du bist und was Du machst.
Ich heisse Beat Rölli, bin 41-Jährig, verheiratet, 3 Kinder, wohne in einer Ökosiedlung mit 6000 m2 Landwirtschaftsland in Emmen und bin im Vorstand des Permakulturvereins Schweiz.
Ich habe Biologie studiert und unterrichte am Kollegium Stans und an der PHZ Zug. Zudem setze ich in unserer Siedlung folgende Permakulturlemente um: Moorbeet aus Holzabfällen, niedriges Hochbeet mit intensivem Gemüseanbau, Früchteproduktion an der Hauswand, Regenwasser sammeln, sowie Versuche mit Pilzkulturen, Terra preta, Ginseng-Anbau usw.
Was verstehst Du unter Permakultur?
Permakultur hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben. Der Begriff Permakultur - vom Englischen „permanent (agri)culture“ abgeleitet- beschreibt in zwei Worten das Ziel der Permakulturbewegung - nämlich dauerhafte, sprich nachhaltige Landwirtschaft und Gärten als Grundlage für die Kultur.
Das Fundament aller Aktivitäten in der Permakultur sind folgende universelle, ethische Grundsätze:
Ein zentrales Element der Permakultur ist der Permakulturgarten. Er kann vielfältige Funktionen erfüllen: Der Garten als „Supermarkt“, als „Apotheke“, als Erholungsort, als Naturschutzgebiet, als Begegnungs- und Ritualort, als Arbeitsplatz, als Spielplatz, als Lernort, usw.
Kurz gesagt: Die Permakultur will Paradiese schaffen! Permakultur ist mehr als gärtnern. Passivsolarhaus, Transportverminderung, Kooperation unter den Menschen, alternative Währungssysteme und Ähnliches sind Teil eines umfassenden Permakulturverständnisses.
Wie bist Du zur Permakultur gekommen?
Ich habe schon vor über 10 Jahren von der Permakultur gehört, beschäftigte mich damals aber nicht ernsthaft mit dem Thema. 2004 wurde das Thema von verschiedenen Menschen wieder an mich herangetragen und ich begegnete Sepp Holzer, dem bekanntesten Permakulturisten Europas. Diese Begegnung war der Startpunkt einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema.
Was empfiehlst Du jemandem, der mit Permakultur anfangen möchte? Wo und wie soll er/sie beginnen?
Permakultur ist vor allem ein Prozess und er beginnt bei mir, dir, jedem einzelnen. Die entscheidende Frage ist: Wie kann ich hier und jetzt nachhaltiger leben und gleichzeitig meine Lebensqualität erhöhen. Die Antwort hängt sehr vom Lebensort, der Lebenssituation und persönlichen Vorlieben und Interessen ab.
Ein Permakultureinführungskurs, ein gutes Buch, Kontakte mit Permakulturisten sowie Beitritt in einen Permakulturverein erleichtern das Finden der persönlichen Antworten sehr, denn „leider“ ist das Wissen der Permakultur riesig und die Umsetzung der einzelnen Elemente nicht immer einfach.
Permakultur ist in der Schweiz bisher kein grosses Thema, mindestens findet man im Internet kaum Informationen dazu. Du als Pionier kennst aber sicher Personen, Projekte und Organisationen, die damit zu tun haben. Kannst Du mir solche nennen?
Effektiv ist die Schweiz ein Permakultur-Entwicklungsland und im Vergleich zu Österreich ca. 15 Jahre im Rückstand. Trotzdem gibt es in der Schweiz Leute, die seit vielen Jahren mit der Permakultur arbeiten. Besonders erwähnen möchte ich Kurt Forster aus Herisau (hier im Gespräch). Er hat viele Kurse, Planungen und Artikel gemacht. Er ist Spezialist für urbane Perma- und Fischkultur.
Auf der Internetseite des Permakulturvereins sind noch weitere Projekte beschrieben.
Könnte Permakultur ein ökologischer Weg in die Zukunft sein und eine Antwort auf den Ruf nach mehr Nachhaltigkeit?
Die Permakultur im Allgemeinen ist eine grosse Hoffnungsträgerin für eine positive Zukunft. Permakultur Design - die Planungsmethode - im Speziellen ist ein fantastisches, seit 30 Jahren erprobtes und erfolgreiches Werkzeug, um nachhaltige Systeme zu entwerfen. Weltweit sind bereits mehrere tausend Projekte umgesetzt worden. Das Know-How und Do-How sowie Kreativität und der Wille es zu tun, sind die entscheidenden Faktoren.
Klimaveränderung, Umweltzerstörung, sich abzeichnende Ressourcenknappheiten zwingen uns dazu nachhaltiger zu wirtschaften. Daher sehe ich für die Permakultur und weitere echt nachhaltige Techniken eine grosse Zukunft.
Ich heisse Beat Rölli, bin 41-Jährig, verheiratet, 3 Kinder, wohne in einer Ökosiedlung mit 6000 m2 Landwirtschaftsland in Emmen und bin im Vorstand des Permakulturvereins Schweiz.
Ich habe Biologie studiert und unterrichte am Kollegium Stans und an der PHZ Zug. Zudem setze ich in unserer Siedlung folgende Permakulturlemente um: Moorbeet aus Holzabfällen, niedriges Hochbeet mit intensivem Gemüseanbau, Früchteproduktion an der Hauswand, Regenwasser sammeln, sowie Versuche mit Pilzkulturen, Terra preta, Ginseng-Anbau usw.
Was verstehst Du unter Permakultur?
Permakultur hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben. Der Begriff Permakultur - vom Englischen „permanent (agri)culture“ abgeleitet- beschreibt in zwei Worten das Ziel der Permakulturbewegung - nämlich dauerhafte, sprich nachhaltige Landwirtschaft und Gärten als Grundlage für die Kultur.
Das Fundament aller Aktivitäten in der Permakultur sind folgende universelle, ethische Grundsätze:
- Trage Sorge zur Erde
- Sorge dich um die Menschen
- Schränke deinen Konsum ein und teile Überfluss
Ein zentrales Element der Permakultur ist der Permakulturgarten. Er kann vielfältige Funktionen erfüllen: Der Garten als „Supermarkt“, als „Apotheke“, als Erholungsort, als Naturschutzgebiet, als Begegnungs- und Ritualort, als Arbeitsplatz, als Spielplatz, als Lernort, usw.
Kurz gesagt: Die Permakultur will Paradiese schaffen! Permakultur ist mehr als gärtnern. Passivsolarhaus, Transportverminderung, Kooperation unter den Menschen, alternative Währungssysteme und Ähnliches sind Teil eines umfassenden Permakulturverständnisses.
Wie bist Du zur Permakultur gekommen?
Ich habe schon vor über 10 Jahren von der Permakultur gehört, beschäftigte mich damals aber nicht ernsthaft mit dem Thema. 2004 wurde das Thema von verschiedenen Menschen wieder an mich herangetragen und ich begegnete Sepp Holzer, dem bekanntesten Permakulturisten Europas. Diese Begegnung war der Startpunkt einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema.
Was empfiehlst Du jemandem, der mit Permakultur anfangen möchte? Wo und wie soll er/sie beginnen?
Permakultur ist vor allem ein Prozess und er beginnt bei mir, dir, jedem einzelnen. Die entscheidende Frage ist: Wie kann ich hier und jetzt nachhaltiger leben und gleichzeitig meine Lebensqualität erhöhen. Die Antwort hängt sehr vom Lebensort, der Lebenssituation und persönlichen Vorlieben und Interessen ab.
Ein Permakultureinführungskurs, ein gutes Buch, Kontakte mit Permakulturisten sowie Beitritt in einen Permakulturverein erleichtern das Finden der persönlichen Antworten sehr, denn „leider“ ist das Wissen der Permakultur riesig und die Umsetzung der einzelnen Elemente nicht immer einfach.
Permakultur ist in der Schweiz bisher kein grosses Thema, mindestens findet man im Internet kaum Informationen dazu. Du als Pionier kennst aber sicher Personen, Projekte und Organisationen, die damit zu tun haben. Kannst Du mir solche nennen?
Effektiv ist die Schweiz ein Permakultur-Entwicklungsland und im Vergleich zu Österreich ca. 15 Jahre im Rückstand. Trotzdem gibt es in der Schweiz Leute, die seit vielen Jahren mit der Permakultur arbeiten. Besonders erwähnen möchte ich Kurt Forster aus Herisau (hier im Gespräch). Er hat viele Kurse, Planungen und Artikel gemacht. Er ist Spezialist für urbane Perma- und Fischkultur.
Auf der Internetseite des Permakulturvereins sind noch weitere Projekte beschrieben.
Könnte Permakultur ein ökologischer Weg in die Zukunft sein und eine Antwort auf den Ruf nach mehr Nachhaltigkeit?
Die Permakultur im Allgemeinen ist eine grosse Hoffnungsträgerin für eine positive Zukunft. Permakultur Design - die Planungsmethode - im Speziellen ist ein fantastisches, seit 30 Jahren erprobtes und erfolgreiches Werkzeug, um nachhaltige Systeme zu entwerfen. Weltweit sind bereits mehrere tausend Projekte umgesetzt worden. Das Know-How und Do-How sowie Kreativität und der Wille es zu tun, sind die entscheidenden Faktoren.
Klimaveränderung, Umweltzerstörung, sich abzeichnende Ressourcenknappheiten zwingen uns dazu nachhaltiger zu wirtschaften. Daher sehe ich für die Permakultur und weitere echt nachhaltige Techniken eine grosse Zukunft.
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