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Importieren bis der Arzt kommt

Sich türmende Berge
Bild: imageafter.com
Monetär gesehen ist die Aussenhandelsbilanz der Schweiz schwarz, d.h. Export übersteigt Import. Mythenmetzsche Abschweifung: vielleicht lacht hier der BWLer, weil ich Begriffe falsch verwende, dann darf man mich gerne darauf aufmerksam machen. Der Fachmann kommt aber sowieso in Kürze zum Einsatz.

Massiv anders sieht die Bilanz bei Materialien aus: 2005 wurde rund dreimal mehr ein- als ausgeführt.
  • Drei Viertel des Importes sind Biomasse und Mineralien. Fehlt es in unserem Land tatsächlich an Holz und Stein oder lohnt sich die Gewinnung nicht?
  • 300 Millionen Tonnen Material pro Jahr total oder 42 Tonnen pro Einwohner wird eingeführt. Wo geht das hin? Wo türmen sich die Haufen?
  • Halbfabrikat- und Rohwarenimporte blieben über die letzten Jahre in etwa stabil, die Einfuhr von Endprodukten dagegen ist seit 1990 um fast die Hälfte gestiegen. Produzieren wir weniger für den eigenen Bedarf? Können wir das gar nicht mehr?
  • Die indirekten Flüsse, d.h. Materialien, die in anderen Ländern gewonnen werden, um die Schweizer Importware herzustellen, macht ein Vielfaches davon aus, mit steigender Tendenz. Schieben wir die mit der Produktion verbundenen Umwelt-Probleme und damit die Verantwortung dafür einfach ab?
  • Der immer grösser werdende Bedarf an Enderzeugnissen wiederspiegelt den immer stärker werdenden Dienstleistungssektor. Verkopfen wir total?
Die Schweiz macht sich immer abhängiger, obwohl das Land scheinbar zu den Ländern mit dem geringsten Materialverbrauch zählt.

Quelle: Materialflüsse in der Schweiz - Ressourcenverbrauch der Schweizer Wirtschaft zwischen 1990 und 2005
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