Kartoffeln in der Tonne
Eigener Beitrag zum Blog-Karneval "Urbane Gärten".
Wer gerne eigene Kartoffeln essen möchte, aber keinen eigenes Stück Land hat, der sollte folgende platz- und arbeitssparende Methode ausprobieren: in ein Fass oder tiefen Pflanzkübel mit Kompost angereicherte Erde etwa 20 cm hoch einfüllen. Darauf legt man eine oder auch mehrere Saatkartoffeln (je nach Durchmesser des Gefässes) und füllt auf 30 cm auf. Praktische Tipps gibt es beim Hausgarten.net.
Sobald das Grün aus der Erde schaut, wird weiter Erde aufgefüllt. Dies kann man tun bis das Gefäss voll ist. Im Herbst kann dann, wenn das Kraut abgestorben ist, erstaunlich viel geerntet werden (wenn man das giessen nicht vergessen hat).
Noch besser funktioniert es, wenn man Autoreifen mit Erde füllt und mit steigendem Füllgrad hochstapelt. Auf diese Weise fällt mehr Licht ein. Allerdings sind Reifen auf dem Balkon nicht jedermanns Sache.
Gefunden bei John Seymour. P
Kommentare
...und im Winter kann man dann die Reifen in der Tonne verbrennen. Und drumherum stehen und sich dran wärmen.
DAS ist dann wirklich urban :))
welchen durchmesser sollte das gefäß in etwa haben? und welchen ertrag kann man bei der methode ungefähr erwarten?
Beschrieben wird die Methode mit einem gebräuchlichen 200l-Fass.
Hier beginnt das Peilen über den Daumen:
- Der Durchmesser sollte nicht kleiner sein als das Kraut in vollem Saft, d.h. ca. 40 cm. Auch wird das Mikroklima im Gefäss mit abnehmendem Volumen wohl eher ungünstiger.
- Der Ertrag hängt sehr stark von der Sorte, der Bodenqualität und dem während des Wachstums zur Verfügung stehenden Wassers ab. Vorsichtig geschätzt erntet man pro Saatkartoffel so gegen 10 bis 20 Knollen, im Fass durch das kontinuierliche Aufschütten tendenziell mehr.
Ausprobieren!

