BlogBilderBücherDossiersSuchenSchlagworteÜberKontakt
Kulturelle Revolutionäre

Kategorien

Schlagworte

Permakultur

Heizen mit Holz

Eigenbau

Barthühner

Selbstversorgung

mehr ...

Zum Thema

Gerne gelesen

.ch Blogger

Login

Ein Stück Natur auf dem Balkon - Insektennisthilfen

Gastbeitrag von Marlene.


Wenn ich an urbane Gärten denke, denke ich an herrschaftliche Anwesen aus der Vergangenheit, an schlichte, großzügige Anlagen für die Bevölkerung, ein Stückchen Grün hinter dem Einfamilienhaus am Stadtrand und an Schrebergärten. Was ist aber, wenn einem der Stadtpark nicht reicht und man sich auch kein Fleckchen Land für den Eigenanbau leisten kann?
Blog-Karneval Urbane Gärten Dann bleibt nur der Rückzug auf den Balkon oder auf das Fensterbrett. Obwohl der Platz begrenzt ist, stehen einem doch mehr Möglichkeiten zur Verfügung als der eine oder andere denkt. Wir haben das Glück einen großen Balkon zu unserer Wohnung zählen zu können. Jedes Jahr im März beginnen wir mit der Aufzucht verschiedener Kräuter und Blumen, die wir 2 Monate später in die Balkonkästen verpflanzen.

Doch was ist solch ein kleiner Garten ohne das Summen der Insekten und vor allem, wer bestäubt die Pflanzen, die wir anbauen? Natürlich verirren sich einige Insekten zwischen die Häuser und laben sich an dem Nektar der Pflanzen. Dennoch, diese Tiere brauchen einen geeigneten Unterschlupf, den sie in den Städten normalerweise kaum finden oder hat schon mal jemand einen Imker-Wagen in der Stadt gesehen? Wohl nur im Ausnahmefall. Doch man kann Abhilfe schaffen und den Insekten ein zu Hause bieten.

Insektennisthilfe Wie bei den Vögeln spricht man auch bei den Wildbienen und anderen Insekten von Nisthilfen. Es gibt sehr unterschiedliche Varianten, um solche Nisthilfen zu bauen. Wir haben uns für einen Baumring von rund 12 cm Tiefe und 18 cm Durchmesser entschieden, in den wir unterschiedliche Löcher mit Durchmessern von 2 mm bis 8 mm bohrten.

Die verschiedenen Durchmesser der Löcher sind bedeutend, da es eine Vielzahl von Insektenarten gibt, die in solchen Hohlräumen leben. Bei der Holzauswahl sollte man unbedingt darauf achten, gut getrocknetes Holz zu verwenden. Andernfalls entstehen teils große Risse im „Insektenhotel", wenn das Holz nachträglich trocknet.

Mittlerweile beginnt die vierte Saison für unsere Bewohner. Die kleinen Helfer sind allesamt harmlose Einzelgänger, die nicht stechen. Wir können ungestört auf dem Balkon, quasi direkt in der Einflugschneise essen, trinken und plaudern, da sich die Tiere nicht dafür interessieren. Während in den ersten beiden Jahren nur ein Bruchteil der über 100 Löcher belegt waren, sind es heute nahezu alle.

Minütlich fliegen die verschiedenen Arten ein und aus und lassen sich wunderbar beobachten. In der Umgebung sammeln sie Nahrung und Baumaterial zum Verschluss der Brutröhren. Kleines Blattwerk, Blütenblätterstücke und Lehm schleppen sie mit ihren Beinen an. Dementsprechend unterschiedlich sehen die Löcher aus.

Mit dieser Nisthilfe haben wir uns ein Stück Natur und Freude auf den Balkon geholt und gleichzeitig etwas für den Artenschutz getan.
Ähnliche Beiträge:
Gemüseturm für kleine Gärten, Balkone und Terrassen
"Urbane Gärten": Alle Beiträge
"Urbane Gärten": Beiträge von Nachzüglern
"Urbane Gärten": Beiträge bis Tag 12 (letzter)
"Urbane Gärten": Beiträge bis Tag 11 (vorletzter)
Kommentare (1)  Permalink

Kommentare

Norbert Kaschel @ 21.03.2008 14:10 CET
Frage: Mit welchen Aromen kann man Insekten zur Insektennisthilfe
anlocken? Bitte anklicken: www.norbert-kaschel.de
Freundliche Grüße aus Werl, Norbert Kaschel
Keine (weiteren) neuen Kommentare erlaubt.