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Stromgrossvieh

Neben dem Kleinvieh, das häufig andauernd wenig Strom futtert, haben wir die grossen Tiere, welche zwar nicht ständig, dafür aber tüchtig zulangen, und den Grossteil des Jahresverbrauchs ausmachen. Überall dort, wo die Edelenergie in Wärme oder Kälte umgewandelt wird, summiert sich der Stromverbrauch sehr schnell, sei es Boiler, Herd, Backofen, Kühlschrank oder Heizungen (um mal bei der Grundausstattung zu bleiben). Hier liegt wohl auch das grösste Potential, für einen intelligenteren Umgang mit der Sekundärenergie (das Wort Sparen mag ich nicht).
Quelle: pixelio.de
Um eine Idee vom konkreten Verbrauch zu bekommen, habe ich gemessen, was ich messen konnte: Geschirrspüler und Verdrängungsboiler in der Küche. Der Rest lässt sich mit dem vorhandenen Energiezähler nicht messen, da die Geräte direkt am Hausnetz hängen.

Resultat:
  • Boiler: Tagesverbrauch 2,5 kWh.
  • Geschirrspüler: im Normalmodus braucht er 1,7 kWh, im Eco 1.2 kWh und im Express 0.7 kWh pro Waschgang.
Wie optimieren wir nun den Einsatz der Geräte, damit sie weniger und kürzer laufen?
  • Geschirrspüler: möglichst im niedrigsten Modus spülen lassen und die Maschine gut befüllen.
  • Boiler in der Küche: hängt an einer Zeitschaltuhr, damit in der Nacht nicht nachgeheizt wird. Gemessener Minderverbrauch: 0.1 kWh pro Tag. Also eigentlich vernachlässigbar, aber ich hatte noch eine ungenutzte Zeitschaltuhr.
  • Backofen: in der Heizsaison backen wir unser Brot im Kachelofen und brauchen dadurch den Backofen deutlich weniger. Geschätzter Minderverbrauch: bei einer angenommenen Nennleistung von 4 kW und einer Backdauer von 30 min ergibt das 2 kWh pro Backgang (ein bis zweimal in der Woche).
  • Herd: wenn der Tiba eingefeuert ist, dann kochen wir Tee und Kaffee darauf. Schwierig zu quantifizieren.
  • Boiler im Bad: durch den Einsatz einer Sparbrause reduziert sich der Warmwasserverbrauch beim Duschen. Ebenfalls schwierig, einen Minderverbrauch zu rechnen.
Fazit: Mit kleinen technischen Änderungen und angepassten Gewohnheiten kann wohl nur wenig erreicht werden, was aber besser als nichts ist. Mehr Wirkung kann man nur mit entweder radikalem Andersverhalten (warum muss man eigentlich duschen?) oder technischem Fortschritt (Stichwort Sonnenenergie) erzielen.
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Kommentare (3)  Permalink

Kommentare

Martin Wehning @ 14.12.2007 18:13 CET
Ich weiß zwar nicht, ob es viel bringt (außer der Freude, Dinge mal auszuprobieren), aber wenn es im Winter nachts knackig kalt ist, stelle ich einige Flaschen Wasser nach draußen und morgens dann in den Kühlschrank.
Noch günstiger wäre natürlich, den Kühlschrank in kühler Zone (z.B. nicht beheizter Wintergarten) zu stellen, aber das ist bei uns arg unpraktisch.
Reto Stauss @ 16.12.2007 12:29 CET
Das erinnert mich an eine alte Gebäudeart, welcher früher in der Südschweiz gebaut wurde: der Eiskeller (nevere, siehe hier: http://www.heyn.ch/rustico/kultur.html). Er bestand im Wesentlichen aus einem oberirdischen Teil, mit Türe und Dach und mehreren Metern, welche senkrecht in den Boden reichten.

Im Winter wurde der Turm mit Schnee gefüllt, welcher dann das ganze restliche Jahr für kühle Temperaturen sorgten.
Thomas @ 09.06.2008 20:45 CET
Manchmal kann man auch mit kleinen Änderungen viel erreichen. Ein Beispiel: Durch die andere Einstellung der Pumpenstufe an der einstellbaren Heizungspumpe (siehe hier: http://www.lust-sparen.de/haus-heizung-2/heizung-umwaelzpumpe-heizungsumwaelzpumpe.html) unserer Heizung konnten wir ca. 51 Euro im Jahr an Stromkosten einsparen.

Viele Grüße
Thomas
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