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Zurück zu Lebensmitteln

Immunologe und Polterer Beda M. Stadler hat wieder einmal zugeschlagen: in der Weltwoche 8.07 fordert er in "Speisezettel der Grossmutter" die Rückkehr zu Granny-Food. Darunter versteht er "nichts essen, was unsere Grossmutter in ihrer Jugend nicht als Lebensmittel erkannt hätte".
Gemüsegarten Wir essen heute immer seltener, gewachsene Lebensmittel (Mittel zum Leben) sondern industriell aus kleinsten Baustoffen gefertigter Designer-Food. Folgende Punkte lassen Stadler für das Zurück-zu-den-guten-alten-Zeiten plädieren:
  • "Mehr Stängel, mehr Blätter": weniger energiereiche Nahrung wie Mais, Reis, Getreide, Fleisch, dafür mehr Gemüse und Obst.
  • "Wir sind Allesfresser": unser Körper ist für Fleischverdauung angelegt.
  • "Granny-Food ist teuer": umweltschonend gewachsene Lebensmittel kosten.
  • "Kein Sport": "Für die Motoriker ist Sport eine tolle Sache, für die Dicken eine weitere Strafe, von der man sich am besten mit einer Tafel Schokolade erholt."
  • "Einen Garten anlegen": frisches aus dem eigenen Garten (und Stall) schmeckt besser.
  • "Selber kochen": unser Verhältnis zu Lebensmitteln würde sich am meisten verbessern, wenn wir wieder selber kochen würden.
  • "Multikulti-Food": in der exotischen Küche überwiegt Grünzeugs (vor allem in Asien) und Essen mit Stäbchen entschleunigt.
  • "Gen-Food": Lebensmittel können und sollen verbessert werden, aber nicht mehr per Pflanzenzucht sondern mittels Gentechnik.
  • "Friss einen Viertel": unser energiereiches Essen reicht viel zu weit und kann problemlos halbiert oder geviertelt werden.
Nicht mit allem einverstanden, was da der immer wieder provozierende Professor da vorschlägt, spricht er Aspekte an, welche unseren Lebensstil bereits prägen:
  • Fleisch kommt auf den Teller, aber relativ wenig (ein- bis zweimal die Woche) und von guter Qualität. In Ausnahmen sogar aus dem eigenen Stall.
  • Unser Kleinsthof mit grossem Garten, Reben, Wiesen und Obstanlage ersetzt das Fitnesscenter.
  • Das Selberkochen - erst recht mit Produkten aus eigenem Anbau - wird belohnt durch Geschmack und die Gewissheit über Inhalt und Herkunft.
Zu Risiken, aber auch Chancen von Gentechnologie kann man an anderen Stellen beliebig widersprüchliches finden. Meine Meinung soweit: Pflanzenzucht ist Low-Tech und kann prinzipiell von jedermann betrieben werden. Mit der Verwendung von gentechnisch veränderten Pflanzen machen wir uns in einer Weise abhängig, die mir nicht passt.

Quellen: Weltwoche 8.07, "Speisezettel der Grossmutter" von Beda M. Stadler, pixelquelle.de
Kommentare (1)  Permalink

Kommentare

Horst @ 19.03.2007 14:49 CET
Hallo Reto,
danke für den höchst interessanten Link. Ich stimme zwar ebenfalls in einigen Punkten so gar nicht überein, aber es steckt auch viel wissenswertes darin.
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